Der gemeinnützige Verein wurde 1987 von engagierten Patienten gegründet und hat momentan ca. 1.500 Mitglieder. Die Leberhilfe ist bundesweit und über Landesgrenzen hinaus tätig und hat sich als Informationsschnittstelle zwischen Ärzten und Leberpatienten etabliert.
Hauptziel des Vereins ist, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, indem er Patienten und ihre Angehörigen in verständlicher Sprache berät. Hierfür stellt die Leberhilfe auf ihrer Webseite, ihren Informationsbroschüren und das Mitgliedermagazin „Lebenszeichen“ umfangreiche Informationen zur Verfügung. Ein weiteres Ziel des Vereins ist, die Bevölkerung mit Aktionstagen und Pressemeldungen über mögliche Ursachen, Verlauf, Therapie und Verhütung von Leberkrankheiten aufzuklären. Langfristig soll dies dazu beitragen, Vorurteile zu entkräften und den schlechten Ruf der Lebererkrankungen als „selbstverschuldete“ Krankheiten zu verbessern.
Zudem vertritt die Leberhilfe die Interessen von Leberpatienten in ärztlichen Leitlinien, im Gemeinsamen Bundesausschuss und weiteren politischen Gremien.
Der Verein wird von einem ehrenamtlich tätigen Vorstand geleitet und hat in Köln seine Geschäftsstelle mit drei Mitarbeitern und ehrenamtlichen Unterstützern. Bei medizinischen Fragen wird die Leberhilfe von einem wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Dieser besteht aus namhaften Fachärzten und Wissenschaftlern, die die Richtigkeit, Aktualität und Seriosität der medizinischen Informationen gewährleisten. Neben großen Volkskrankheiten wie Fettleber, Hepatitis-Infektionen und Alkohol hat die Deutsche Leberhilfe e.V. einen starken Fokus auf seltene Erkrankungen wie Autoimmune Hepatitis, PSC und PBC. Im Jahr 2014 war die Leberhilfe an der globalen Namensänderung der PBC in den Namen Primär biliäre Cholangitis beteiligt. Mittlerweile stellen PBC-Betroffene die größte Mitgliedergruppe in der Leberhilfe dar.