Stressfrei pflegen – Eincreme-Tipps für Eltern aus der NIK-Community

Wenn euer Kind von Neurodermitis betroffen ist, wisst ihr, wie wichtig regelmäßige und liebevolle Pflege ist. Leider ist das manchmal gar nicht so einfach, weil viele Kinder und Babys sich nicht gerne eincremen lassen. Hier lest ihr, welche Eincreme-Tipps Eltern aus der NIK-Community haben, und welche Hautpflege der empfindlichen Haut guttut.

Kleine Rituale sorgen für Spaß – so klappt es mit dem Eincremen

Viele Eltern kennen das: Schon der Anblick der Cremetube sorgt für Diskussionen oder sogar Tränen und Geschrei. Denn für Kinder ist das Eincremen nicht nur „lästige Pflicht“, es ist oft langweilig, nervig und doof. Und wenn dann auch noch die Creme kalt ist, dann ist es mit der guten Laune schnell vorbei. Wir haben in der NIK-Community gefragt, was das Eincremen von Babys und Kindern erleichtert und ein paar tolle Tipps für euch erhalten, die wir hier zusammenfassen:

Feste Routine und Rituale: Feste Abläufe geben Kindern Sicherheit. Es kann helfen, wenn das Eincremen ein fester Bestandteil der Routine am Morgen und am Abend ist und mit einem schönen, wiederkehrenden Ritual verknüpft wird. Die Kinder wissen dann, was sie erwartet, und können sich darauf einstellen.

  • „Wir cremen mindestens morgens und abends! Ritual mit spielen und singen!“
  • „Abends ist das Eincremen ein festes Ritual. Es gehört dazu wie Zähneputzen.“
  • „Mit einem Lied – morgens und abends.“

Spielerisch und mit Musik: Es kann helfen, das lästige Eincremen mit etwas zu verbinden, das dem Kind Freude macht. Das lenkt nicht nur ab, es kann im Optimalfall das Eincremen sogar in ein positives Erlebnis verwandeln. Gemeinsames Singen, ein Buch oder ein kleines Video ansehen oder direkt das Eincremen zum Spiel machen – all das kann helfen, das Eincremen in ein richtiges Erlebnis zu verwandeln.

  • „Wir machen Punkte mit der Creme wie bei einem Marienkäfer, die das Kind dann verreiben kann.
  • „Unsere Kleine lässt sich wunderbar durchs Vorsingen ablenken.“
  • „Wir cremen morgens und abends und der Kleine (18 Monate) guckt dabei Wimmelbücher. Nach dem Baden gibt es eine Massage mit viel Creme und Gesang.“
  • „Unserem Jungen in der Familie helfen da auch oft Spiele, wie z.B. in einen Superhelden oder Geist verwandeln.“
  • „Mein kleiner Mann darf dabei Bagger-Videos anschauen.“
  • „Bei uns hilft es öfter mal, dass er sich in einen Geist verwandelt durchs Cremen. Kind findet es lustig und eincremen wird dadurch angenehmer.“

Mitmachen lassen: Kinder sind stolz, wenn sie mithelfen können und auch schon mal etwas allein machen dürfen. Das kann auch das Eincremen von Mama und Papa sein.

  • „Er ist so stolz, dass er die Cremetuben nun endlich selbst öffnen kann und es hilft, dass er abwechselnd auch mich eincremen darf.“
  • „Meine Kinder haben Spaß daran sich selbst einzucremen. Deshalb brauchen wir ständig neue Cremes, weil sie einfach zu viel davon benutzen.“
  • „Mein Kind (2,5) liebt eincremen, wenn er selbst mitmachen darf. Am besten auf ein Handtuch setzen, da nicht alles auf der Haut landet. Mama darf dann auch meist verstreichen.“

Hilfsmittel und Neues austesten: Zwar mögen die meisten Kinder feste Abläufe. Wenn sich die tägliche Eincreme-Routine aber schon zu einem vorhersehbaren Drama entwickelt hat, kann das Ausprobieren von neuen Dingen oder kleinen Hilfsmitteln helfen. Dann fühlt sich das Eincremen vielleicht einfach mal anders, lustig oder spannend statt unangenehm an.

  • „Mit einem Make-up-Schwamm geht es bei uns super.“
  • „Mit einem Schminkpinsel funktioniert es super gut.“

Creme anwärmen: Wer kennt das nicht? Creme direkt aus der Tube auf die Haut – das fühlt sich kalt und unangenehm an. Nur haben Erwachsene dafür ein sehr viel höhere Toleranzschwelle als Kinder. Daher ist es immer hilfreich, die Creme vor dem Auftragen in der Hand etwas anzuwärmen.

  • „Unsere große Tochter war von klein an (6. Lebenswoche) von Neurodermitis betroffen und ja eincremen wollte sie auch nicht, aber wir haben ein festes Ritual daraus gemacht. Ich habe die Creme zwischen den Händen erwärmt und sie dann mit einem spontanen Lied abgelenkt. Mit 3 hat sie alle Stellen, wo sie selbst drankam, allein eingecremt und sich meist nur für die Rückseite Hilfe geholt.“

Die passende Pflegecreme finden: Neben kleinen, hilfreichen Ritualen ist auch die Auswahl der richtigen Pflegecreme wichtig. Die Cremes sollten hochverträglich sein und die empfindliche Haut nicht zusätzlich reizen. Und eine Creme, die einmal auf der Haut gebrannt hat, wird ein Kind bei nächsten Mal mit großer Wahrscheinlichkeit ablehnen. Daher sollten die Produkte frei von Duftstoffen, Konservierungsstoffen und austrocknenden Alkoholen sein. Die hochverträglichen Hautpflegeprodukte von SIRIDERMA wurden speziell für die Bedürfnisse empfindlicher, zu Neurodermitis neigender Haut entwickelt und sind besonders für Babys und Kinder geeignet. Mit dem Code BABYPFLEGE10 könnt ihr euch 10% Rabatt auf die SIRIDERMA BABY Produkte (für die tägliche Basispflege) sowie die SIRIDERMA MED Produkte (für die Pflege bei akuten Hautproblemen) sichern.*

* Code gültig bis 15.09.2024. Nicht gültig auf Kennenlern-Sets und Kombi-Angebote oder in Verbindung mit anderen Rabattcodes.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Siriderma

Salz und Problemhaut: Helfer aus der Natur für Neurodermitis- und Psoriasishaut

Die Vorstellung von einem Tag am Meer – Sand unter den Füßen, salzige Luft und das erfrischende Gefühl von Salzwasser auf der Haut – ruft nicht nur Urlaubserinnerungen wach, sondern birgt auch therapeutisches Potenzial für unsere Haut. Besonders für Menschen mit Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Psoriasis kann Salz ein wertvoller Helfer sein. Dieser Blogbeitrag beleuchtet, wie Meersalz die Haut positiv beeinflussen kann.

Die positiven Effekte von Meersalz

Natürlich und klärend

Salz ist ein natürlicher Wirkstoff ohne Zusatzstoffe, was es zu einem schonenden Pflegemittel für die Haut macht. Das salzhaltige Wasser weicht die Haut auf, befreit sie von abgestorbenen Hautschüppchen und hinterlässt ein samtweiches Gefühl. Dieser klärende Effekt erinnert an das erfrischende Hautgefühl nach einem Tag am Meer.

Antibakteriell und entzündungshemmend

Salz besitzt antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften, die besonders für Menschen mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Psoriasis von Vorteil sein können. Es kann die Ansiedlung von Bakterien verhindern und so Entzündungen vorbeugen. Durch seine desinfizierende Wirkung kann Salz die Wundheilung unterstützen und strapazierte Hautpartien beruhigen.

Feuchtigkeitsspendend

Meersalz enthält wertvolle Mineralien wie Magnesium und Calcium, die den Feuchtigkeitshaushalt der Haut positiv beeinflussen können. Nach der Anwendung von Salz auf der Haut ist es wichtig, eine geeignete Pflege aufzutragen. Salz kann die Haut austrocknen, daher ist eine gute Feuchtigkeitsversorgung unerlässlich, um Spannungsgefühle zu vermeiden.

Anwendung von Salz bei Problemhaut

Neurodermitis und Psoriasis

Bei Neurodermitis, einer Hauterkrankung, die mit extremer Trockenheit, Rötungen und Juckreiz einhergeht, kann Meersalz beruhigend wirken. Ein Salzbad oder Anwendungen mit Salz kann die Hautbarriere gestärkt und der Juckreiz gelindert werden.

Auch bei Psoriasis, einer Erkrankung, bei der sich die Hautzellen viel zu schnell erneuern und schuppige, entzündete Stellen entstehen, kann Salz unterstützend wirken. Salzbäder können die Hautschuppen ablösen, den Juckreiz mindern und Entzündungen entgegenwirken.

Salzpflege für Zuhause: Die Shower+ Salzdusche

Salzanwendungen müssen nicht auf den Urlaub am Meer beschränkt bleiben. Die Shower+ Salzdusche bietet eine praktische und effektive Möglichkeit, die positiven Eigenschaften von Salz in die tägliche Pflegeroutine zu integrieren. Entwickelt für empfindliche und problematische Hautzustände, ermöglicht die Shower+ Salzdusche eine schonende und ressourcenschonende Pflege, die die Haut reinigt und pflegt.

Mit der Shower+ Salzdusche kannst du von den Vorteilen eines Salz- oder Solebads profitieren, ohne dabei viel Zeit investieren zu müssen. Besonders für Menschen mit Neurodermitis, Schuppenflechte oder Akne ist diese zeitsparende Alternative ideal, um die Haut sanft zu behandeln und zu beruhigen.

Fazit

Salz ist ein vielseitiger und natürlicher Wirkstoff, der besonders bei problematischen Hautzuständen wie Neurodermitis und Psoriasis lindernd wirken kann. Ob durch ein entspannendes Salzbad oder die praktische Anwendung mit der Shower+ Salzdusche – Salz bietet eine wertvolle Unterstützung für die Hautpflege.

Für alle, die die Vorteile des Salzes in ihrer täglichen Pflegeroutine ausprobieren möchten, haben wir von Shower+ einen Rabattcode für das Starterset bekommen. Mit Tanja10 gibt es 10%! Eine tolle Gelegenheit, um das Gefühl wie am Meer in das eigene Badezimmer zu holen und der Haut etwas Gutes zu tun.

Jetzt testen und 10% sparen

Schweregrade in der Neurodermitis

Spürst du deine Neurodermitis gelegentlich durch ein Jucken und leidest du ab und zu unter trockener Haut? Oder ist der Juckreiz so stark, dass er dein ganzes Leben auf den Kopf stellt und deinen Alltag massiv beeinträchtigt? Den Schweregrad deiner Neurodermitis zu kennen, ist wichtig, um für deine spezifischen Symptome individuell angepasste Therapievorschläge zu bekommen. Dieses Wissen trägt so dazu bei, die Symptome effektiver zu lindern und deine Lebensqualität entscheidend zu verbessern.

So wird der Schweregrad festgestellt

Um den Schweregrad der Neurodermitis zu bestimmen, gibt es verschiedene wissenschaftliche Methoden, unter anderem:

  • Der EASI (Eczema Area and Severity Index) misst die betroffenen Körperbereiche und die Schwere der Symptome.
  • Für die Intensität deines Juckreizes wird die numerische Rating-Skala (NRS) hinzugezogen. Dafür steht die Skala von 0 bis 10 zur Verfügung, auf der du die Stärke des Juckreizes einordnest.
  • Der DLQI (Dermatology Life Quality Index) -Fragebogen hilft zu verstehen, wie sehr die Neurodermitis das tägliche Leben beeinflusst, von sozialen Interaktionen bis zum emotionalen Wohlbefinden.

Für die Entwicklung einer wirksamen Behandlungsstrategie sind diese Methoden eine gute Basis. Mache dir aber auch selbst immer wieder bewusst, wie es dir aktuell mit deiner Haut geht. Oft sind die Symptome schon so alltäglich, dass du sie nicht mehr als so schlimm wahrnimmst. Manchen Betroffenen fällt es auch schwer, ihre Beschwerden in Worte auszudrücken. Der Neurodermitis-Alltags-Check auf der Website der Initiative „Neurodermitis? Wen juckt’s?“ kann dich dabei unterstützen, deinen Gesundheitszustand zu dokumentieren und ihn auch bei deinem nächsten Arztbesuch parat zu haben.

Leitliniengerechte Behandlung je nach Schweregrad

Nach der S3-Leitlinie für Atopische Dermatitis* werden die Schweregrade in trockene Haut, leichte bis moderate Ekzeme sowie moderate bis schwere Ekzeme eingeteilt. In der ersten Stufe können oft bereits rückfettende Cremes und Salben helfen, die Symptome zu lindern. Bei leichten bis moderaten Ekzemen (Stufe 2) sind ergänzend zu der Basispflege oftmals auch äußerliche (topische) Arzneimittel erforderlich, um die Entzündungen wirksam zu bekämpfen. Bei moderaten bis schwer ausgeprägten Ekzemen und starkem Juckreiz (Stufe 3) müssen über die äußerliche Arzneimitteltherapie hinaus oft auch innerliche (systemische) Behandlungen, z. B. sogenannte JAK-Inhibitoren oder Biologika, in Betracht gezogen werden.

Warum es bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis eine andere Behandlung braucht, liegt auf der Hand: Bei ausgeprägteren Stadien der chronisch-entzündlichen Erkrankung sind Salben oft nicht ausreichend. Es wird notwendig, tiefergreifende Behandlungen einzusetzen, die direkt auf das Immunsystem einwirken und die überschießende Reaktion des Immunsystems regulieren. Diese intensiveren Therapien zielen darauf ab, langfristige Verbesserungen zu erreichen und die Lebensqualität nachhaltig zu steigern.

Es ist essenziell, gut informiert zu sein und die verfügbaren Behandlungsoptionen zu verstehen. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin über eine Neubewertung deiner Symptome und mögliche Anpassungen deiner Therapie, falls du das Gefühl hast, mit deiner derzeitigen Behandlung nicht weiterzukommen. Auf der Website von „Neurodermitis? Wen juckt’s?“ findest du hilfreiche Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten und Tools zur Vorbereitung auf dein nächstes Arztgespräch.

Mit freundlicher Unterstützung von:

Logo des Unternehmens AbbVie, der Name "abbvie" in dunkelblauer, moderner Schrift auf weißem Hintergrund.
*Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. S3-Leitlinie „Atopische Dermatitis“ (AWMF-Registernr. 013-027) (2023). Online verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-027 (zuletzt abgerufen am 14.06.2024)

Die Verbindung zwischen Neurodermitis und Allergien

Die Verbindung zwischen Neurodermitis und Allergien: Ursachen und Auslöser

Zusammengefasst:

  • Atopische Dermatitis ( Neurodermitis) ist eine chronische, schubartig verlaufende, entzündliche Erkrankung der Haut, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen kann.
  • Allergien sind gezielte, übermäßige Reaktionen des Immunsystems gegen normalerweise harmlose Substanzen wie z.B. Pollen.
    Von einer Allergie sollte eine Sensibilisierung unterschieden werden, bei der ein positiver Allergietest vorliegen kann, jedoch keine Allergiesymptomatik vorliegen muss.
  • Das atopische Ekzem ist keine Allergie, jedoch können Betroffene verschiedene Allergien im Laufe des Lebens entwickeln, welche wiederum die Hauterkrankung beeinflussen können.
  • Ein positiver Allergietest ist nicht mit einer ausgeprägten Allergiesymptomatik gleichzusetzen. Eine gründliche ärztliche Bewertung ist daher immer unerlässlich.
  • Wenn Sie den Verdacht haben, an einer Allergie zu leiden, sollte eine fachärztliche Vorstellung und Diagnostik erfolgen. Der eigenständige Verzicht auf vermutete Allergene oder ein Versuch des Weglassens bestimmter Lebensmittel ist nicht sinnvoll und kann sogar zu bedrohlichen Mangelerscheinungen führen.

Neurodermitis ist eine weitverbreitete Erkrankung, die in vielen Fällen bereits im Kindesalter auftritt. Neurodermitis wird auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt. Es handelt sich dabei um eine chronische, schubartig verlaufende, entzündliche Erkrankung der Haut, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen kann. Der Begriff „Ekzem“ beschreibt allgemein entzündete Haut mit Rötung, Schwellung, Nässen und Juckreiz. Es gibt mehrere Arten von Ekzemen, wobei das atopische Ekzem die häufigste Form ist. Das Wort „Atopie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Ortlosigkeit“. Man versteht unter Atopie die genetisch bedingte Neigung zur Überempfindlichkeit gegenüber harmlosen Substanzen. Zu den atopischen Erkrankungen zählen neben der Neurodermitis auch Asthma, Heuschnupfen, allergische Bindehautentzündung und Nahrungsmittelallergien.

Die Diagnose einer atopischen Dermatitis wird üblicherweise von einem Arzt/ einer Ärztin der Fachrichtung Dermatologie, Allgemein- oder Kinder- und Jugendmedizin anhand der sichtbaren Zeichen an den betroffenen Hautstellen und der möglicherweise vorliegenden Begleitsymptome wie Juckreiz und Schlaflosigkeit gestellt. Häufig ist auch die Krankengeschichte des Patienten und/oder der Familie relevant: Sind weitere Familienmitglieder an einer atopischen Dermatitis erkrankt? Gibt es Allergien, Asthma oder Heuschnupfen?

Doch wie entsteht diese komplexe Erkrankung? Welche Rolle spielen genetische und umweltbedingte Faktoren? Und wie kann man erkennen, ob die Beschwerden in Verbindung zu einer Allergie stehen? In diesem Beitrag erhalten Sie einen Einblick in die Welt der Neurodermitis, deren mögliche Ursachen, Auslöser sowie die Rolle von Allergien dabei.

Entstehung und Verlauf einer Neurodermitis

Die genauen Mechanismen, die zur Entstehung der atopischen Dermatitis führen, sind leider bisher nicht vollständig geklärt. Es ist jedoch bekannt, dass die Entzündung der Haut durch eine Kombination verschiedener Einflussfaktoren bedingt ist, d.h. dass es nicht nur eine Ursache gibt. Unterschiedliche angeborene und erworbene Faktoren, wie Störungen des Immunsystems und/oder der Hautbarriere, können zur Entwicklung der Erkrankung beitragen.

Die Erkrankung verläuft langwierig und schubartig, d.h. es gibt Phasen der akuten Verschlechterung (Schübe) und ruhigere Phasen. Meist beginnt die Krankheit im Kindesalter und bessert sich oder verschwindet bis zur Pubertät, kann jedoch auch bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben oder erst dann auftreten.

Ein Schub äußert sich durch akut juckende und entzündete Haut. Auch zwischen den Schüben kann die Haut empfindlich auf unterschiedliche Umweltfaktoren reagieren (Stress, Hautprodukte, Temperaturschwankungen, Schweiß, Wolle, bestimmte Lebensmittel u.a.). Die Auslöser eines Schubs sind individuell unterschiedlich und können z.B. Wetterumschwünge, heiße Duschen, aggressive Seifen, emotionaler Stress und mehr sein [1,3].

Neurodermitis und Allergien: Zusammenhänge und Unterschiede

Allergien sind gezielte, übermäßige Reaktionen des Immunsystems gegen normalerweise harmlose Substanzen wie Pollen, Nahrungsmittel, Hausstaubmilben oder andere Allergene. Von einer Allergie sollte eine Sensibilisierung unterschieden werden, dabei handelt es sich um eine Änderung der Immunitätslage, die zu einem positiven Allergietest führen kann, jedoch keine Allergiesymptomatik hervorrufen muss. Das atopische Ekzem ist keine Allergie, jedoch können Betroffene verschiedene Allergien (z.B. auf Pollen, Nahrungsmittel, Hausstaubmilben) im Laufe des Lebens entwickeln, welche wiederum die Hauterkrankung beeinflussen können.

Subtypen von Allergien

Es gibt insgesamt vier Allergietypen. Für die atopische Dermatitis sind insbesondere Typ I und Typ IV Allergien relevant.

Typ I Allergien

Bei der Typ I Allergie handelt es sich um eine IgE-vermittelte Reaktion, bei der nach Kontakt mit dem Allergen spezifische IgE-Antikörper aus den weißen Blutkörperchen ausgeschüttet werden, die zur Freisetzung von Histamin führen. Diese Reaktion kann sofort oder verzögert auftreten und potenziell lebensbedrohlich sein. Nach einem ersten Kontakt mit dem Allergen (Sensibilisierung) kommt es bei erneutem Kontakt, innerhalb weniger Sekunden bis Minuten (Soforttyp-Reaktion) oder 6-24 Stunden (Spätphase) zur allergischen oder sogar anaphylaktischen Reaktion (akute, potenziell lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktion mit Symptomen wie Nesselsucht, Erbrechen, Durchfall, Atemnot bis hin zu Kreislaufversagen oder Tod).

Typische Auslöser und Symptome von Typ I Allergien bei Atopikern sind: Aeroallergene, die über die Luft transportiert werden (Pollen, Tierhaare, Milben, Schimmel u.a.) und zu einer Verschlechterung von Heuschnupfen, Asthma, aber auch der Neurodermitis führen können.

Nahrungsmittelallergene (Nüsse, Soja, Ei, Weizen, Milcheiweiß, Steinobst, Schalentiere u.a.) können zur Verschlechterung atopischer Krankheiten oder zu Magen-Darm-Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall führen. Reaktionen an der Haut treten meist verzögert innerhalb von 6 bis 48 Stunden nach Verzehr des Allergens ein. Dabei kann es zu einem Aufflammen typischer betroffener Hautstellen (Beugeseiten der Extremitäten, Hals, Wangen) kommen. Solche Hautveränderungen treten meistens bei Säuglingen nach Änderung der Ernährung bzw. nach Einführung neuer Beikost auf.

Nahrungsmittelallergien kommen bei Kindern mit atopischer Dermatitis häufiger vor als bei der Allgemeinbevölkerung. Im Erwachsenenalter spielen sogenannte Pollen-assoziierte Nahrungsmittelallergien eine Rolle: diese treten meistens bei Personen auf, die auf Frühblüher allergisch reagieren. Wenn man gegen Hasel, Erle, Birke allergisch ist, kann es passieren, dass es nach dem Genuss von frischen Äpfeln die Lippen jucken oder der Gaumen kratzt.

Typ IV Allergien

Typ IV Allergien sind zelluläre, antikörperunabhängige Immunreaktionen, die verzögert auftreten und zu entzündlichen Reaktionen führen können. Typische Auslöser sind Nickel, Duftstoffe Perubalsam, Inhaltsstoffe äußerlich angewendeter Arzneimittel (Cremes etc.), Kosmetika, Kleidung, Modeschmuck, pflanzliche Inhaltsstoffe (Ringelblume, Arnica, Teebaumöl u.v.m), aber auch berufsbedingte Allergene wie Mehl, Ei, Backhilfsstoffe in der Bäckerei, Tinten-/Druckerfarben, Kleber, Dauerwellmittel, Farbstoffe bei Frisören, Gummihilfsstoffe, Putz-/Desinfektionsmittel bei Gebäudereinigung).

Allergien erkennen

Erste Hinweise auf eine Allergie ergeben sich auf Basis der Krankengeschichte und des klinischen Verlaufs des Ekzems. Bei Verdacht auf eine Allergie wird eine individualisierte Diagnostik vorgenommen.

Für Typ I Allergien stehen uns Hauttests (Prick-Test) und In-vitro-Tests zur Verfügung. Typ IV Allergien werden mittels Epikutantest nachgewiesen.

Prick-Test

Beim Prick-Test werden meistens am Unterarm jeweils ein Tropfen einer standardisierten Testlösung aufgetragen, danach wird die Haut mit einer Lanzette sehr leicht gestochen. Zudem müssen Kontrolllösungen verwendet werden – ein Tropfen Kochsalzlösung stellt die Negativkontrolle dar, die keine Reaktion auslöst, ein Tropfen histaminhaltiger Lösung stellt die Positivkontrolle dar, die zu einer Hautreaktion führen sollte.

In-vitro-Test

Bei den In-vitro-Testungen handelt es sich um Laboruntersuchungen, mit deren Hilfe spezifische IgE-Antikörper nachgewiesen werden können bzw. die Gesamt-IgE-Konzentration im Serum bestimmt werden kann. Die alleinige Bestimmung dieser Werte lässt jedoch keine Aussage über die Ausprägung der Allergie zu.

Epikutantest

Typ IV Allergien werden mittels Epikutantest nachgewiesen. Dabei werden verdächtige Kontaktallergene als Testsubstanzen mit Hilfe kleiner Tiegelchen am Rücken aufgebracht und mit Pflaster überklebt. Es erfolgen dann Ablesungen nach 48 und nach 72 Stunden. Besteht eine Kontaktallergie, würde an der Stelle des Kontaktes zum Allergen eine Hautreaktion (meistens im Sinne eines Ekzems) auftreten [1,3].

Wie viele Patienten mit Neurodermitis haben nun echte Allergien?

Etwa ein Drittel der Kinder mit schwerer Neurodermitis leiden an einer Nahrungsmittelallergie, während diese bei erwachsenen Neurodermitis-Betroffenen eher selten sind. Nahrungsmittelallergien und Neurodermitis treten häufiger gemeinsam auf, wenn die Neurodermitis früh einsetzt sowie chronisch und schwer verläuft [1,4,5].

Der genaue Anteil der Patienten mit Neurodermitis, die auch relevante Allergien haben, ist nicht bekannt. Zudem sind die Einflüsse von Allergien auf die Entstehung oder Verschlechterung einer Neurodermitis nicht ausreichend erforscht.

Viele Patienten mit Neurodermitis reagieren aber auch empfindlich auf Umweltallergene wie Pollen, Hausstaubmilben und Tierhaare, die zu einer Verschlimmerung der Ekzeme nach Hautkontakt oder Inhalation führen können [6-9].

Wichtig

Ein positiver Allergietest ist nicht mit einer ausgeprägten Allergiesymptomatik gleichzusetzen. Eine gründliche ärztliche Bewertung ist daher immer unerlässlich. Eine Vermeidung von Allergenen wie z.B. mit Milbenbezügen und anderen Maßnahmen ist nur angebracht, wenn eine Allergie ärztlich diagnostiziert wurde und selbst dann kann der Nutzen von Vermeidung gering sein.

Wenn Sie den Verdacht haben, an einer Allergie zu leiden, sollte eine fachärztliche Vorstellung und Diagnostik erfolgen. Der eigenständige Verzicht auf vermutete Allergene oder ein Versuch des Weglassens bestimmter Lebensmittel ist nicht sinnvoll und kann sogar zu bedrohlichen Mangelerscheinungen führen. Zudem deuten wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hin, dass die Vielfalt der Ernährung eines Kindes im ersten Lebensjahr eine vorbeugende Wirkung auf die Entwicklung von atopischen Erkrankungen haben kann.

Wenn Sie jedoch die Vermutung haben, dass die Neurodermitis durch bestimmte Nahrungsmittel verschlechtert wird, ist es sinnvoll in erster Linie ein Tagebuch über mehrere Wochen zu führen. Dokumentieren Sie genau, alles was gegessen und getrunken wird und wie sich der Hautzustand ändert. Beachten Sie, falls die Hautveränderungen tatsächlich aufgrund einer Nahrungsmittelallergie auftreten, passiert das meistens mit einer Verzögerung von 6 bis 48 Stunden nach dem Verzehr. [2,6,9]

Mit freundlicher Unterstützung von:
almirall logo
Quellen:

Weidinger S, Beck L.A, Bieber T. et al. Atopic dermatitis. Nat Rev Dis Primers. 2018;4(1):1.

AWMF: S3-Leitlinie atopische Dermatitis, Abrufbar unter: https://register.awmf.org/assets/guidelines/013-027l_S3_Atopische-Dermatitis-AD-Neurodermitis-atopisches-Ekzem_2023-07.pdf

AWMF: S3-Leitlinie Allergieprävention, Abrufbar unter: https://register.awmf.org/assets/guidelines/061-016l_S3_Allergiepraevention_2022-11.pdf

Braun Falco’s Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Springer Berlin, ISBN: 978-3-662-49545-2

Wassmann A, Werfel T. Atopic eczema and food allergy. Chem Immunol Allergy. 2015;101:181-90.

Manam S, Tsakok T, Till S, Flohr C. The association between atopic dermatitis and food allergy in adults. Curr Opin Allergy Clin Immunol. 2014;14(5):423-9.

Wollenberg A, et al.; European Task Force on Atopic Dermatitis/EADV Eczema Task Force. JEADV 2020;34(12):2717-2744

Werfel T, et al. Exacerbation of atopic dermatitis on grass pollen exposure in an environmental challenge chamber. J Allergy Clin Immunol 2015;136:96–103.e9

Garritsen FM, at aI. House dust mite reduction in the management of atopic dermatitis. A critically appraised topic. BJD 2013;168:688–691.

Psoriasis: Mehr als eine Hauterkrankung

Psoriasis ist nicht „nur“ eine Hauterkrankung, sie betrifft den gesamten Körper und kann daher mit einer Vielzahl von Begleit- und Folgeerkrankungen einhergehen. Dazu gehören unter anderem Psoriasis-Arthritis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und auch Depressionen. Leider wird Psoriasis oft nur auf die sichtbaren Symptome reduziert. Dazu trägt auch die im Volksmund geläufige Bezeichnung „Schuppenflechte“ bei, da diese nur auf äußerlich sichtbare Eigenschaften hindeutet.

Es ist wichtig, die Haut nicht gesondert zu betrachten und zu behandeln, sondern die Erkrankung als Ganzes zu sehen.

Verborgene Aktivität von Psoriasis

Viele Betroffene erleben Phasen, in denen ihre Haut scheinbar „klar“ ist, sprich weniger Rötung oder Schuppenbildung aufweist. Doch das Fehlen von stark sichtbaren Symptomen bedeutet nicht, dass die Psoriasis inaktiv ist.

Diese „ruhenden“ Phasen können trügerisch sein, denn die Entzündungsprozesse, die der Psoriasis zugrunde liegen, sind oft weiterhin aktiv. Sich darüber bewusst zu sein ist entscheidend, um die Erkrankung ganzheitlich zu sehen. Dazu gehören unter anderem ein gesunder Lebensstil, wie eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Bewegung, und eine leitliniengerechte medikamentöse Therapie durch eine:n Spezialisten/eine Spezialistin für Psoriasis.

Die Bedeutung tiefgehender Informationen

Für ein effektives Management der Psoriasis ist es unerlässlich gut informiert zu sein. Auf Plattformen wie dem Instagram-Kanal @schuppenflechtehilfe (https://www.instagram.com/schuppenflechtehilfe/) und der Website www.schuppenflechtehilfe.de (https://www.janssenwithme.de/de-de/psoriasis/schuppenflechte-hilfe) finden Betroffene umfassende Informationen, die

dabei helfen können, ihre Erkrankung noch besser zu verstehen.

Auf www.Schuppenflechtehilfe.de (https://www.janssenwithme.de/de-de/psoriasis/schuppenflechte-hilfe) finden Sie Unterstützung in 4 Schritten:

  1. Schweregrad der Psoriasis herausfinden: Die Ermittlung des Schweregrads ist der erste Schritt, um eine individuell passende Therapie zu finden.
  2. Therapie-Optionen kennenlernen: Die Behandlungsmöglichkeiten der Psoriasis sind vielfältig und reichen, je nach Schweregrad, von äußerlichen Behandlungen bis hin zu systemischen Therapien.
  3. Psoriasis-Spezialisten finden und Termin vereinbaren: Nicht alle Dermatolog:innen schöpfen das Potenzial für die Behandlung der Psoriasis voll aus. Daher ist es wichtig, einen Spezialisten/eine Spezialistin zu finden.
  4. Arztgespräch vorbereiten: Eine gute Vorbereitung auf das Gespräch kann dazu beitragen, das meiste aus dem Termin herauszuholen. Laden Sie sich Ihre Checkliste zur Unterstützung herunter.

Fazit

Psoriasis ist eine lebenslange Begleitung, die in der Regel eine kontinuierliche und umfassende Betreuung erfordert. Das Verständnis darüber, dass Psoriasis mehr als eine Hauterkrankung ist, ist daher besonders wichtig.

Ein Beitrag der Janssen-Cilag-GmbH

Janssen-Cilag-GmbH

Biologika und JAK-Hemmer im Kampf gegen den Juckreiz

Eine frühzeitige Behandlung von Neurodermitis, die darauf abzielt, den Juckreiz zu lindern, ist entscheidend, um den Teufelskreis aus Jucken und Kratzen zu durchbrechen. Zunächst mag es zwar Erleichterung bringen, sich zu kratzen oder zu reiben, doch dies kann zu kleinen Hautverletzungen führen, die bestehende Entzündungen verschlimmern und neue hervorrufen. Dies wiederum verstärkt den Juckreiz, führt zu weiterem Kratzen, mehr Entzündungen und so weiter. Um nachhaltige Linderung zu erzielen, muss dieser Teufelskreis durchbrochen werden. Das ist jedoch leichter gesagt als getan.

Bei milderen Formen von Neurodermitis können topische Medikamente oft ausreichen. Bei moderater bis schwerer Neurodermitis mit ausgeprägten Ekzemen und unerträglichem Juckreiz, die auf topische Behandlungen nicht ansprechen, sind jedoch systemische Therapien erforderlich. Neue Medikamente mit hoher Wirksamkeit und Verträglichkeit stehen mittlerweile zur Verfügung: spezifische Antikörper und sogenannte kleine Moleküle.

Innere Therapie

Bei moderater bis schwerer Neurodermitis kommen Medikamente zum Einsatz, die nicht nur lokal auf die Hautentzündung wirken. Diese Medikamente gelangen in Form von Tabletten oder Injektionen in den Blutkreislauf und werden daher als systemische oder innere Therapien bezeichnet. Ihr Ziel ist es, das Immunsystem zu regulieren und den Entzündungsprozess zu stoppen.

Das Problem bei klassischen systemischen Medikamenten, die das gesamte Immunsystem beeinflussen und Abwehrreaktionen unterdrücken (z. B. Glukokortikoidtabletten oder Cyclosporin), liegt in ihren häufigen Nebenwirkungen. Aus diesem Grund werden sie nur für begrenzte Zeit empfohlen.

Gefragt sind daher Medikamente, die gezielt in den Entzündungsmechanismus der Neurodermitis eingreifen. In den letzten Jahren hat die Forschung große Fortschritte gemacht, indem sie die Signalwege der Entzündung im Körper genau untersucht hat.

Derzeit gibt es zwei moderne Therapieansätze, die die Signalübertragung auf unterschiedliche Weise blockieren: Biologika und Januskinasehemmer (JAK-Hemmer).

Biologika

Als Biologika werden im Allgemeinen Medikamente bezeichnet, deren Wirkstoffe aus biologischen Substanzen bestehen und biotechnologisch hergestellt werden. Zur Behandlung von Neurodermitis werden monoklonale Antikörper (biotechnologisch hergestellte Eiweiße) eingesetzt. Diese Antikörper können gezielt die Signalübertragung bestimmter Zytokine blockieren, die bei Neurodermitis eine Rolle spielen (z. B. Interleukine [IL] vom Typ IL-4, IL-13, IL-3). Der passende Antikörper für ein bestimmtes Interleukin bindet an den entsprechenden Rezeptor auf der Immunzelle und verhindert so die Aktivierung der Zelle sowie die Freisetzung weiterer Entzündungsstoffe. Charakteristisch für diesen Therapieansatz ist, dass die Wirkstoffe jeweils nur die Signalwege einzelner Interleukine blockieren.

Biologika können aufgrund ihrer Struktur nicht über den Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf gelangen und müssen daher unter die Haut gespritzt werden. Da sie in vorgefertigten Dosierungen als Fertigspritze oder Fertigpen erhältlich sind, können sie in der Regel nach ärztlicher Anleitung selbst verabreicht werden.

Januskinasehemmer (JAK-Hemmer)

JAK-Hemmer greifen ebenfalls in den Signalweg der Entzündung ein, jedoch an einer anderen Stelle als Biologika. Zudem richten sie sich nicht gegen einzelne Typen von Zytokinen, sondern unterdrücken, wie der Name schon sagt, die Aktivität von Januskinasen (JAK).

Januskinasen sind spezielle Enzyme, die im Inneren von Zellen vorkommen und biochemische Reaktionen steuern. Um aktiviert zu werden, benötigen sie ein Signal, das sie erhalten, wenn Zytokine an den Rezeptoren auf der Zelloberfläche binden. Aktivierte Januskinasen lösen eine Signalkaskade innerhalb der Zelle aus, die letztendlich zur Verstärkung der Entzündungsreaktion und Freisetzung weiterer Zytokine führt.

Januskinasen sind Schaltstellen für die Signalweiterleitung vom Äußeren ins Innere der Zelle im gesamten Entzündungsprozess. Dieses Wissen führte zur Entwicklung von JAK-Hemmern. Diese Wirkstoffe hemmen die Aktivität der Januskinasen in der Zelle und verhindern so die Auslösung der Signalkaskade, was den gesamten Entzündungsprozess einschließlich des Juckreizes reduziert. Da Januskinasen auch Einfluss auf neurosensorische Signalwege und die Aktivität von Nervenfasern haben, tragen JAK-Hemmer auch dazu bei, den Juckreiz zu lindern.

JAK-Hemmer gehören zu einer Klasse von Wirkstoffen, die aufgrund ihrer geringen Größe als Small Molecules bezeichnet werden. Sie können in Form von Tabletten eingenommen werden, in der Regel einmal täglich. Es ist wichtig, die Dosierungsanweisungen des Arztes genau zu befolgen.

Die für die Therapie mittelschwerer und schwerer Neurodermitis zugelassenen Biologika und JAK-Hemmer sind in der Regel gut verträglich. Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen können etwaige Nebenwirkungen frühzeitig erkannt und die Therapie individuell angepasst werden. Die Wahl der Therapie hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Hautzustand und die Stärke des Juckreizes, und sollte im Rahmen eines Arztgesprächs mit dem behandelnden Dermatologen getroffen werden.

Fortschritte in der Behandlung chronischer Hauterkrankungen

Ein Blick auf Psoriasis, Neurodermitis und Acne inversa

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Forschung zu chronischen Hauterkrankungen erhebliche Fortschritte gemacht. Diese Erkrankungen, darunter Psoriasis, Neurodermitis und Acne inversa, sind Gegenstand intensiver Studien geworden, um ihre zugrunde liegenden Mechanismen besser zu verstehen und neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. 

Die Forschung zu chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Dabei rückt besonders die Acne inversa als chronisch entzündliche Systemerkrankung zunehmend in den Fokus. Durch ein vertieftes Verständnis der veränderten Immunmechanismen konnten neue Therapieansätze entwickelt werden, darunter Biologika und JAK-Hemmer, die gezielt auf diese Mechanismen einwirken. 

Genetische Faktoren spielen bei allen drei Erkrankungen – Psoriasis, Neurodermitis und Acne inversa – eine Rolle, unterscheiden sich jedoch in ihrer Ausprägung. Während Neurodermitis, Asthma und Heuschnupfen dem atopischen Formenkreis zuzuordnen sind, zeigen Psoriasis und Acne inversa eine familiäre Häufung im rheumatisch-entzündlichen Formenkreis. Die genetischen Grundlagen dieser Erkrankungen können auch gleichzeitig auftreten, entgegen früherer Annahmen. 

Neue Behandlungsmethoden wie Biologika und JAK-Hemmer haben die Therapiemöglichkeiten für chronisch-entzündliche Hauterkrankungen revolutioniert. Sie wirken gezielt auf spezifische Immunmechanismen ein und ermöglichen eine nahezu erscheinungs- und beschwerdefreie Lebensqualität für viele Patienten. Dennoch stellen genetische Komponenten weiterhin eine Herausforderung dar, da eine vollständige Heilung noch nicht möglich ist und eine aktive Mitarbeit der Betroffenen erforderlich bleibt. 

Die Diagnose und Behandlung dieser Erkrankungen haben sich ebenfalls weiterentwickelt, wobei neue Forschungsergebnisse und Aufklärungskampagnen eine wichtige Rolle spielen. Insbesondere die Acne inversa benötigt weiterhin intensive Forschungsbemühungen, um die Therapiemöglichkeiten zu verbessern und die Lebensqualität der Betroffenen weiter zu steigern. 


Ein Beitrag von derma2go

Kortison ist nicht gleich Kortison

Was ist Kortison?

„Kortison“ – In der Apotheke höre ich bei der Beratung von meinen Kunden häufig Bedenken gegenüber Kortison-haltigen Medikamenten. In diesem Beitrag geht es darum, ob diese Bedenken gerechtfertigt sind. In jedem Fall ist eine ausführliche Aufklärung bei einer Kortisonbehandlung enorm wichtig.

Die Bezeichnung. „Kortison“, oft auch Cortison mit „C“, bezeichnet eine natürliche, im Körper nicht wirksame, Vorstufe des eigentlich wirksamen Glukokortikoids Kortisol oder Cortisol (Synonym in Hydrokortison). Das natürliches Glukokortikoid Kortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet und ist für viele Funktionen im Körper essenziell: es macht uns wach und bereit für den Tag. Denn Kortisol wird nicht kontinuierlich, sondern schubweise in einem zirkadianen Rhythmus ausgeschüttet. In den frühen Morgenstunden wird Kortisol ausgeschüttet und lässt die Kortisol-Konzentration im Blut anstiegen. Im Laufe des Tages sinken die Blutspiegel wieder ab, um zum nächsten Morgen wieder anzusteigen, das ist der zirkadiane Rhythmus. Zu den natürlichen Funktionen von Kortisol gehört, unter anderem, eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels, um uns Energie für die Herausforderungen des Tages bereitzustellen. Weil Kortisol in Stress- oder in Belastungssituationen in deutlich höheren Mengen produziert und ausgeschüttet wird; gehört Kortisol zu der Gruppe der Stresshormone wie auch z.B. Adrenalin oder Noradrenalin. Eine erhöhte Produktion von Kortisol reguliert und blockiert entzündliche Prozesse im Organismus durch immunsuppressive Eigenschaften. In diesem Prozess erkennt man eigentliche Schutzfunktion von Kortisol – durch eine kurzzeitige Hemmung des Immunsystems, kann sich der Organismus auf die Bewältigung der akuten Stressreaktion konzentrieren.

Pharmakologisch wird diese entzündungshemmende (Fachbegriffe: antiphlogistische oder antiinflammatorische) Eigenschaft von Glukokortikoiden zur Behandlung entzündungsbedingter Erkrankungen eingesetzt, zum Beispiel bei Hautproblemen, Allergien, Asthma bronchiale, Rheuma, MS oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Werden Tabletten verschrieben, ist in der Regel eine „systemische“ (im gesamten Organismus) Wirkung erwünscht. Der Wirkstoff wird dann über den Darm ins Blut aufgenommen und wirkt im gesamten Körper. Alternativ setzt man Glukokortikoide lokal ein, zum Beispiel in Form von Cremes, Salben, Inhalatoren oder Nasensprays.

In der Medizin stehen natürliche und synthetische Glukokortikoide zur Verfügung. Aber Achtung, natürlich ist in diesem Fall nicht mit „besser“ gleichzusetzen. Zumal werden natürliche und synthetische Wirkstoffe gleichermaßen in Laboren chemisch hergestellt und zusätzlich sind die letzteren in Ihrer Wirkung den Natürlichen überlegen. Die Unterteilung „natürlich“ bedeutet lediglich, dass die Glukokortikoide Kortison und Kortisol in ihrem chemischen Aufbau identisch zu den Formen sind, welche die Nebennierenrinde produziert. Synthetische Glukokortikoide hingegen sind in ihrer chemischen Struktur so verändert worden, dass deren Wirkung (in Relation zu Kortison bzw. Kortisol) länger bzw. stärker ist oder diese ein günstigeres Wirkung-zu-Nebenwirkung-Profil aufweisen.

Systemische Therapie mit Glukokortikoiden

Bei entzündlichen Erkrankungen wie beispielsweise Rheuma, MS, oder bei schweren Formen des Asthma bronchiale ist eine systemische Wirkung gewünscht. Hierbei sind Glukokortikoide in Tablettenform Mittel der Wahl. Man kann diese, je nach Dosis und Wirkstoff zur Akut- oder zur Langzeittherapie einsetzen. Grundsätzlich sollten Glukokortikoide nur einmal täglich vor 8 Uhr morgens eingenommen werden. Beträgt die Anwendungsdauer länger als 3 Wochen, muss am Ende der Therapie eine schrittweise Reduktion der Dosis erfolgen. Damit unterstütz man die Nebennierenrinde die körpereigene Kortisol-Produktion wieder aufzunehmen. Das Auftreten von Nebenwirkungen schränkt den langfristigen systemischen Gebrauch ein. Mögliche Nebenwirkungen einer Langzeitanwendung sind, unter anderem, Osteoporose, Hautatrophie, Muskelabbau, Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen, Entwicklung einer Insulinresistenz, Vollmondgesicht, gesteigerte Magensäureproduktion, Infektanfälligkeit oder grauer Star.

Die Gruppe der Glukokortikoide unterweilt man in kurzwirksame, wie Prednisolon oder Predison, mittellangwirksame, wie Triamcinolon, oder langwirksame, wie Betamethason oder Dexamethason. Im Gegensatz dazu sind Kortisol und Kortison „sehr kurz“ wirksam, da diese vom Körper am schnellsten wieder abgebaut werden. Das therapeutische Prinzip besteht darin, die Entzündung möglichst schnell „einzudämmen“ und den Körper vor Schäden durch Entzündungsprozesse zu bewahren. Zum Beispiel in einer Akutphase eines entzündlichen Schubs. Eine Langzeittherapie hingegen wird durchgeführt, um Entzündungsprozesse möglichst gar nicht erst wieder „aufflammen“ zu lassen; wie etwa in der Therapie von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Je nach Erkrankung versucht man mit hohen Dosierungen zu Beginn, die Entzündungsreaktion zu stoppen. Anschließend reduziert man die Dosis auf ein Maß, das noch ausreicht, um ein „Wiederaufflammen“ zu verhindern. Danach folgt ein schrittweises Ausschleichen der Dosis. Durch dieses Vorgehen kann man der Entwicklung von Nebenwirkungen reduzieren.

Dermatische Anwendung von Glukokortikoiden

Werden Glukokortikoide auf der Haut angewendet ( = topisch) wirken diese entzündungshemmend, abschwellend, juckreizlindernd und antiallergisch. Die Wirkung ergibt sich durch eine Anreicherung in der obersten Schicht der Epidermis (Stratum corneum). Je nach physikochemischen Eigenschaften kann man die Wirkstoffe nach „Wirkstärken“ in 4 Klassen einteilen.

  • Klasse I: schwach wirksam (Hydrokortison, Prednisolon, Dexamethason)
  • Klasse II: mittelstark wirksam (Triamcinolon, Prednicarbat)
  • Klasse III: stark wirksam (Bethametason, Mometason)
  • Klasse IV: sehr stark wirksam (Clobetasol)

Typische Anwendungsgebiete sind entzündliche, allergische Hauterkrankungen oder Ekzeme. Leichter Sonnenbrand, leichte allergische Hautreaktionen und Insektenstiche können mit freiverkäuflichen niedrigdosierten Hydrokortison-Cremes in der Selbstmedikation gut behandelt werden (gilt für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren). Wirkstoffe aus der Klasse III und IV werden hauptsächlich bei der Behandlung von Psoriasis oder schweren Fällen von Neurodermitis bzw. Dermatosen eingesetzt. Zur Behandlung von Akne vulgaris, Rosacea oder zur „Hautpflege“ hingegen sind Glukokortikoide nicht geeignet. Der Grund dafür ist, dass in diesen Fällen keine primär-entzündlichen Prozesse vorliegen. Leider sind auch bei längerer topischer Anwendung Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen. In den Wirkstoffklassen I und II sind Nebenwirkungen seltener, bei den Wirkstoffklassen III und IV beobachtet man am häufigsten Änderungen in der Pigmentierung (Verblassen), stärkere Behaarung oder ein dünner werden der Haut. Insbesondere an empfindlichen Hautstellen wie der Gesichtshaut, Hautfalten oder an verletzten Hautarealen können diese Nebenwirkungen auftreten. Eine plötzliche Kontaktallergie mit Juckreiz könnte durch eine Langzeitanwendung bedingt sein. Um der Entstehung von Nebenwirkungen bestmöglich entgegenzuhandeln wird eine Stufentherapie empfohlen. Das bedeutet, dass man die Therapie mit einem Wirkstoff der Klasse III und IV beginnt und nach max. 2 Wochen die Dosierung reduziert. Alternativ kann man die Behandlung mit einem Wirkstoff der Klasse II fortsetzen und dann diesen ausschleichen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man dadurch das Risiko eines erneuten Aufflammens der Symptome (nach Beendigung der Behandlung) reduzieren kann. Eine sogenannte Intervalltherapie ist eine weitere Möglichkeit; hierbei erfolgt die Behandlung nicht einmal täglich, sondern alle zwei oder drei Tage. Die behandlungsfreien Tage werden schrittweise erhöht, zusätzlich kann man an diesen „Pausen-Tagen“ die Therapie mit pflegenden Produkten unterstützen.

Ist der schlechte Ruf von Kortison berechtigt?

Nebenwirkungen wie Knochenschwund, Muskelabbau, Förderung einer Insulinresistenz oder erhöhte Blutfettwerte sind besorgniserregend und tragen zum negativen Image von Glukokortikoiden bei. Das Auftreten der Nebenwirkungen limitiert die Langzeitanwendung, die bei vielen Erkrankungen sinnvoll ist und den Patienten eigentlich guttut. Denn Glukokortikoide sind in der Medizin eine enorm wichtige Wirkstoffgruppe, bei denen die gewollten Wirkungen die unerwünschten Wirkungen deutlich übersteigen. Der Verlauf der Erkrankung bzw. die Folgen können gemildert werden, in dem der Organismus vor einer anhaltenten generalisierten akuten Entzündungsreaktion geschützt wird. Bei strenger Einhaltung des Therapieplans überwiegen die Hauptwirkungen die möglichen unerwünschten Wirkungen. Ist eine Langzeittherapie erforderlich berücksichtig der behandelnde Arzt oder die Ärztin zudem individuelle Voraussetzungen, sowie die sogenannte Cushing-Schwelle (Dosis, bei der der Patient/Patientin Cushing-Symptome entwickelt).

In jedem Fall ist dringend davon abzuraten, die Therapie abzubrechen aufgrund vom „schlechten Ruf“ von Glukokortikoiden. Lassen Sie sich im Zweifelsfall nochmal in der Arztpraxis oder in einer spezialisierten Apotheke ausführlich beraten: es können einerseits Bedenken dadurch aufgelöst werden oder Ihre Behandlung könnte durch individuell Anpassungen für Sie optimiert werden. Noch ein wichtiger Hinweis, einige der genannten sind Nebenwirkungen reversibel, wie z.B. Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen oder eine erhöhte Infektanfälligkeit. Durch eine offene Kommunikation gepaart mit einem guten Monitoring, ermöglicht man ein schnelles Eingreifen und Gegenwirken, es muss also in keinem Fall zu einer Ausprägung aller genannten, möglichen Nebenwirkungen kommen.

Dr. Nina Unger
Apothekerin
apo.com

„Beratung ist mir in meiner Tätigkeit sehr wichtig, besonders online. Ich kläre meine Kunden über die Medikamente auf und unterstütze Sie dabei für Ihre Therapie ein Gefühl der Sicherheit zu bekommen. Durch eine gute Beratung kann man den Menschen Sorgen und Zweifel nehmen und „den inneren Arzt“ der Patienten wecken und zum „Arzneimitteltherapie-Erfolg“ beitragen.“ Dr. Nina Unger

Begleiterkrankungen bei chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen

In der Welt der Dermatologie spielen chronisch-entzündliche Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis und Acne inversa eine bedeutende Rolle. Doch neben den offensichtlichen Hautsymptomen gehen diese Erkrankungen oft mit einer Vielzahl von Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) einher, die sowohl körperliche als auch psychische Auswirkungen haben können. In diesem Beitrag werfen wir einen genaueren Blick auf diese Begleiterscheinungen und wie sie das Leben der Betroffenen beeinflussen können.

Die Neurodermitis, Teil des atopischen Formenkreises, offenbart sich nicht nur durch ihre charakteristischen Hautsymptome, sondern zeigt auch eine komplexe Verbindung zu verschiedenen Begleiterkrankungen. Autoimmunerkrankungen wie der kreisrunde Haarausfall und die Vitiligo stehen in Verbindung mit Neurodermitis, ebenso wie internistische Erkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und rheumatoide Arthritis. Psychische Erkrankungen wie Depression, Angststörung und Schlafstörung treten ebenfalls vermehrt auf und können sowohl Ursache als auch Folge der Neurodermitis sein.

Ähnlich wie bei der Neurodermitis zeigt sich auch bei der Psoriasis eine enge Verflechtung mit verschiedenen Komorbiditäten. Diese Systemerkrankung betrifft nicht nur die Haut, sondern kann auch Entzündungsprozesse im gesamten Körper auslösen. Psoriasisarthritis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Diabetes und psychische Störungen wie Depressionen sind nur einige der Begleiterkrankungen, die mit Psoriasis in Verbindung gebracht werden.

Die Acne inversa, eine weniger bekannte, aber ebenso belastende Hauterkrankung, weist ebenfalls eine Reihe von Begleiterkrankungen auf. Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Diabetes und entzündlichen Darmerkrankungen treten auch psychische Störungen wie Depressionen gehäuft auf. Die Verbindung zwischen diesen Erkrankungen und der Acne inversa zeigt die komplexe Natur dieser Systemerkrankung und die vielschichtigen Auswirkungen, die sie auf den Körper und die Psyche haben kann.

Hautarzt online – eine digitale Praxis

Prof. Dr. med. Kristian Reich, Hautarzt/Dermatologe und Dr. Karoline Jungclaus

Hierbei geht es nicht um das schnelle Abfertigen online, sondern um echte, kompetente dermatologische Krankenversorgung. Besonders für die Dermatologie und hier insbesondere für entzündlichen Hauterkrankungen, wie z.B. einer Psoriasis eignet sich Teledermatologie hervorragend.  

Dazu übermittelt der Patient uns ein oder mehrere Fotos sowie einen ausgefüllten Fragebogen. Sämtliche Dokumente werden verschlüsselt übertragen. Bei Bedarf kann zusätzlich ein Chat zwischen uns und dem Patienten eröffnet werden. Wir beurteilen die Fotos und den aktuellen Krankheitsverlauf innerhalb von 48 Stunden. Alle Patienten erhalten einen Arztbericht mit Behandlungsplan, ein Rezept oder können sich ggf. die verordneten Medikamente direkt nach Hause schicken lassen. 

Derma2go bietet diesen Service als digitale Praxisplattform einerseits ihren bereits bekannten Patienten an und ist außerdem für Patienten aus Deutschland  via derma2go.de erreichbar.  

Die Telemedizin ist eine großartige Möglichkeit von guter dermatologischer Versorgung für Menschen, die es nicht leicht haben, selbst einen Arzt aufzusuchen, etwa weil sie familiär oder beruflich stark eingebunden sind. Unsere Erfahrungen zeigen, dass Derma2Go einerseits von Eltern für ihre Kinder oder von Enkeln, Töchtern und Söhnen für Eltern und Großeltern genutzt wird. Andererseits nutzt insbesondere die Altersgruppe der 25 – 40jährigen die Plattform. Wir glauben, dass diese Altersgruppe, welche schon seit Jahrzehnten Vertrauen in die digitale Welt gefasst und einen zeitlich eng getakteten Alltag hat, die Vorteile der Telemedizin gerne in Anspruch nimmt. In Zukunft wird sich die Inanspruchnahme der Telemedizin hoffentlich noch verschieben und auch von älteren Patienten vermehrt frequentiert werden. 

derma2go.com hat dafür eine gesicherte Kommunikationsplattform geschaffen.

Das Besondere: Während der Hautwochen vom 22.04.2024 – 05.05.2024 gibt es die Erstberatung mit den Dermatolog*innen auf derma2go kostenlos für alle betroffenen Patient*innen! 

Barrierefreiheits-Toolbar