Interview mit Dr. med. K. Ahmadi-Simab: Gemeinsam gegen Rheuma


Wir freuen uns sehr, Herrn Dr. Ahmadi als neuen Partner unseres Netzwerkes begrüßen zu dürfen. Herr Dr. Ahmadi ist Facharzt für Rheumatologie, Innere Medizin, Klinische Immunologie und Gastroenterologie und Ärztlicher Direktor und Gründer des Medizinicums Hamburg.

Er ist außerdem gemeinsam mit Ernährungs-Doc Dr. med Jörn Klasen Autor des großartigen Patientenratgebers „Gemeinsam gegen Rheuma“.

Herr Dr. Ahmadi, vielen Dank, dass Sie für NIK.e.V. für ein Interview zur Verfügung stehen Lassen Sie uns direkt mit der ersten Frage einsteigen:

Gibt es DAS typische Anzeichen für eine Rheumatische Erkrankung?

Am Anfang der Erkrankung gibt es leider keine spezifischen Hinweise auf eine rheumatologische Erkrankung. In der Regel geht z.B. die Rheumatoide Arthritis mit allgemeiner Müdigkeit, Abgeschlagenheit und beginnender Gelenkschmerzen los. Im Verlauf kommen dann die Morgensteifigkeit und Schwellung der Gelenke hinzu.

Warum ist es so wichtig, schnellstmöglich zu einem Rheumatologen zu gehen? Und auch zu therapieren?

Bei den meisten rheumatologischen Erkrankungen treten die meisten bleibenden Schäden in der frühen Phase der Erkrankung auf. Z.B. bei der Rheumatoiden Arthritis ist die erste Phase der Erkrankung nach Beginn der Beschwerden sehr entscheidend für den Erhalt der Gelenkstruktur. Genau in der Phase können die Gelenke am meisten geschädigt und nachhaltig zerstört werden. Bei den anderen entzündlich rheumatischen Systemerkrankungen können in der frühen Phase auch Organbeteiligungen zustande kommen, sodass hier die Expertise des Rheumatologen absolut erforderlich ist. Eine rechtzeitige Diagnosestellung und die Einleitung der adäquaten Therapie ist daher absolut erforderlich und verbessert enorm die Prognose der Erkrankung.

Was passiert, wenn ich meine Schübe ignoriere?

Wenn die Schübe und Symptome der rheumatologischen Erkrankungen ignoriert werden, kann es leider möglicherweise zur Schädigung der Gelenke und Organfunktionen führen. Jeder unkontrollierte und unbehandelte Schub hinterlässt bleibende Schäden und kann zur weiteren Komplikationen wie die Manifestation an den neuen Organen führen.

Herr Dr. Ahmadi, was war Ihre Motivation einen Patientenratgeber für Rheumapatienten zu schreiben?

Ich habe bereits in meiner Funktion als Chefarzt der rheumatologischen Abteilung im Krankenhaus Altona damit begonnen, eine Reihe an Patientenveranstaltungen zu organisieren unter dem Begriff „Der informierte Patient als Partner“. Das Ziel sollte sein, dass die Patienten über ihre Erkrankung ausreichend informiert werden, damit sie die Notwendigkeit der frühen Diagnosestellung und Therapieeinleitung besser nachvollziehen können. Nun habe ich auch die Möglichkeit gehabt, meine Ideen und die 20jähige Erfahrung als Rheumatolge für die Patienten gemeinsam mit meinem Kollegen Dr. Klasen in einem Buch zusammenzufassen.
In dem Buch „Gemeinsam gegen Rheuma“ habe ich zunächst laienverständliche die wichtigsten entzündlich rheumatischen Systemerkrankungen beschrieben. Welche Symptome weisen auf welche Erkrankung hin. Wie diagnostiziert man die rheumatologischen Krankheiten und wie sieht es mit der modernen Therapie aus. Was passiert, wenn die Diagnosen nicht rechtzeitig gestellt werden und worauf die Patienten „selber“ achten müssen. Das Buch sollte den Patienten und den Angehörigen zeigen, wie man mit „Rheuma“ leben kann. Was kann der Patient selbst tun. Hier haben wir einen großen Wert auf die richtige antientzündliche Ernährung mit praktischen Rezepten, physikalische Maßnahmen, Stärkung der Psyche und die Notwendigkeit der Selbsthilfegruppe gelegt.

Meine Hauptmotivation war meinen Rheumapatienten einen Ratgeber an die Hand zu geben, damit sie trotz der Diagnose „Rheuma“ ein normales Leben führen und besser auf sich aufpassen zu können.

Wie können betroffene Leser Ihre Rheumaerkrankung positiv beeinflussen?

Wenn der Patient über seine eigene Erkrankung gut informiert ist, kann auf die frühen Symptome der Erkrankung oder auch Nebenwirkungen der Medikation achten und als Partner dem Rheumatologen zur Seite stehen. Das ist meines Erachtens die beste Arzt-Patienten-Beziehung. So kann der Patient am besten zu seiner Genesung und Verbesserung der Prognose seiner Krankheit beitragen. Ein informierter Patient, der sich gut ernährt, ausreichend bewegt, an seiner Psyche arbeitet und eine bessere Lebensqualität genießt. Das sollte das Ergebnis sein!

Wie machen Sie Ihren Patienten Mut?

Die Aufklärung ist dafür die beste Grundlage. Wir sind heutzutage imstande alle rheumatologischen Erkrankungen im Frühstadium zu diagnostizieren und durch die moderne Therapie auch so zu behandeln, dass die Krankheit komplett zur Ruhe kommt und der Patient ein normales Leben führen kann. Das macht den meisten Patienten Mut. Ich zeige auch meinen Patienten Bilder, wie zum Beispiel die Händer der Patienten mit einer Rheumatoiden Arthritis nach 10 Jahren unter der modernen Therapie aussehen. Völlig normal aussehende Hände und Gelenke ohne jegliche sichtbare Veränderung. Bei der rechtzeitigen Diagnosestellung und der adäquaten Therapie gehören die deformierten Hände und Füße der Vergangenheit an. Das macht mich auch sehr glücklich!

In Ihrem MEDIZINICUM gibt es mehrere Facharztrichtungen – Wie arbeiten Sie zusammen?

Bei der Gründung vom MEDIZINICUM war mein Ziel eine Institution zu schaffen, in der insbesondere rheumatologischen Patienten ganzheitlich versorgt werden können. Wir wissen, dass entzündlich rheumatische Systemerkrankungen die enge Zusammenarbeit vieler Fachbereiche erforderlich machen. Genau das haben wir im MEDIZINICUM aufgestellt. Alle Fachbereiche, die für die Versorgung der komplexen entzündlich rheumatischen Systemerkrankungen notwendig sind, wurden mit erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzte etabliert. Wir arbeiten alle zusammen und der Patient steht im Mittelpunkt. Wir haben regelmäßige interdisziplinäre Konferenzen, bei denen die komplexen Fälle vorgestellt und besprochen werden. Hier kommen alle erforderlichen Fachärzte zusammen. Wir haben zusätzlich einmal im Monat eine interdisziplinäre Rheumakonferenz, bei der wir gemeinsam die wissenschaftlichen Studien analysieren. Erfahrene Kollegen halten uns durch Vorträge auf den aktuellen Stand der Wissenschaft. Wir bilden uns ständig fort und informieren andere Fachbereiche, damit die Rheumapatienten rechtzeitig entdeckt und zu Rheumatologen weitergeleitet werden. Wir engagieren uns in der Weiterbildung der jüngeren Rheumatologinnen und Rheumatologen.

Wie bereite ich mich im Idealfall auf meinen Ersttermin bei Ihnen vor?

Bei dem ersten Termin ist es wichtig, dass der Rheumatologe die ganze Vorgeschichte der Patienten mit sämtlichen Befunden erfahren kann. Daher ist es sinnvoll, alle Arztbriefe, Laborwerte und Röntgenuntersuchungen mitzubringen. Eine Zusammenfassung der Vorgeschichte wäre sehr hilfreich.

Weltgesundheitstag am 7. April: Gesundheitliche Folgen des Klimawandels

Der Klimawandel hat Auswirkungen auf unsere Gesundheit – besonders betroffen sind Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen

Am 7. April ist Weltgesundheitstag. In diesem Jahr steht der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufene Tag unter dem Motto „Our Planet, our health”. So soll auf die gesundheitlichen Folgen von Klimawandel und Umweltverschmutzung aufmerksam gemacht werden.

Als Folge von Luftverschmutzung sterben weltweit schon heute im Schnitt jede Minute 13 Menschen an Lungenkrebs, Herzerkrankungen und Schlaganfällen.[1] Eine Hauptursache ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Öl, Kohle und Erdgas, die auch maßgeblich zum menschengemachten Klimawandel beiträgt.

Doch auch die Erwärmung des Klimas selbst führt zu globalen gesundheitlichen Folgen: Steigende Temperaturen befördern eine Ausbreitung gefährlicher Krankheitsüberträger wie Zecken oder Moskitos. Laut WHO werden durch steigende Temperaturen und Überschwemmungen aufgrund des Klimawandels 2 Milliarden Menschen zusätzlich dem Risiko einer Dengue-Infektion ausgesetzt.[1]

Immer häufiger auftretende Hitzewellen und andere extreme Wetterereignisse führen ganz akut zu Gefährdungen wie Hitzschlag oder Herz-Kreislauf-Problemen, aber auch langfristig zu größeren psychischen Belastungen der Menschen in betroffenen Regionen.

Dabei sind Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen von den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels besonders betroffen.[2] Luftverschmutzung und Hitzewellen belasten sie noch zusätzlich. Für Menschen mit Schuppenflechte birgt starke UV-Strahlung beispielsweise das Risiko einer Verschlechterung ihrer Symptome und macht ausreichenden Sonnenschutz essenziell.[3]

Die WHO ruft daher anlässlich des Weltgesundheitstages zum Handeln auf und richtet ihre Appelle an Regierungen, Organisationen und die Öffentlichkeit. Sie sollten den Tag zum Anlass nehmen, über ihre Ansätze zum Schutz des Klimas und der Gesundheit zu berichten.

Bereits seit 1954 gibt es den Weltgesundheitstag in Deutschland. Der Tag erinnert auch an die Gründung der WHO 1948 und wird jedes Jahr zum Anlass genommen, ein gesundheitliches Problem von globaler Relevanz ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Wenn Sie mehr über das Thema Klima und Gesundheit wissen möchten, können Sie sich auf der Website der WHO und des Weltgesundheitstages informieren. 
Unter #HealthierTomorrow – dem Hashtag zur internationalen Kampagne auf Social Media – kann jeder etwas zum Schutz des Klimas und der Umwelt beitragen. Dort finden Sie Posts zu Auswirkungen des Klimawandels und wie diesen entgegengewirkt werden kann. Jeder ist dazu aufgerufen, am Weltgesundheitstag unter #HealthierTomorrow selbst zu posten. Inspirationen und Posting-Beispiele finden Sie auf der Website der WHO.

Auf MeinCarePlus.de finden Sie mehr Informationen rund um Ihre chronisch-entzündliche Erkrankung.

#Care+
#achtungentzündlich

[1] World-Health-Organization. Campaign Toolkit World Health Day 2022. Link: https://www.who.int/campaigns/world-health-day/2022/campaign-toolkit.
[2] Stark K et al. Die Auswirkungen des Klimawandels -Welche neuen Infektionskrankheiten und gesundheitlichen Probleme sind zu erwarten? Bundesgesundheitsblatt 2009.
DOI 10.1007/s00103-009-0874-9
[3] https://www.nik-ev.de/sonnenschutz-ist-ein-absolutes-muss-tipps-von-dr-julia-mader/

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Welt-Psoriasis-Tag: Große medizinische Fortschritte in der Behandlung!

Am 29. Oktober ist Welt-Psoriasis-Tag. Dieser Tag ist allen Betroffenen gewidmet, die unter Schuppenflechte, einer chronisch-entzündlichen Hauterkrankung, leiden. Häufig wird sie begleitet von Psoriasis-Arthritis, die sich unter anderem durch schmerzhafte Gelenkbeschwerden bemerkbar macht. Mehr Aufklärung könnte helfen, Patienten schneller zu diagnostizieren und behandeln zu können.

Bei der Schuppenflechte (Plaque Psoriasis) können sich begrenzte Hautareale entzünden und stark verschorfen. Entzündliche Stellen treten vor allem an Ellenbogen, Knien, Handinnenflächen, Fußsohlen, an der Kopfhaut oder in Körperfalten auf. In Deutschland sind schätzungsweise zwei Millionen Menschen davon betroffen. Jüngste Studien weisen darauf hin, dass diese Autoimmunerkrankung im Norden häufiger auftritt als im Süden des Landes.1

Gelenkbeschwerden können die Beweglichkeit beeinträchtigen

Bei etwa einem Drittel der Patienten mit diagnostizierter Schuppenflechte kommen im Lauf der Zeit zu den Entzündungssymptomen der Haut auch noch schmerzhafte Gelenkbeschwerden hinzu (sog. Psoriasis-Arthritis). Die Ausprägung kann ganz unterschiedlich sein – von leichten Schwellungen der Gelenke bis hin zu starken Schmerzen, die häufig erhebliche Beeinträchtigungen der Beweglichkeit zur Folge haben.

Frühzeitige Diagnostik ist wichtig

Oft haben Patienten einen langen Leidensweg hinter sich, bevor sie die richtige Diagnose erhalten. Insbesondere die Begleiterscheinungen der Psoriasis-Arthritis werden im Kontext der Hauterkrankung von Dermatologen oft nicht sofort richtig eingeordnet. Dabei ist eine frühzeitige Diagnostik dieser entzündlichen Autoimmunerkrankung so wichtig, um die zerstörerischen Krankheitsprozesse aufzuhalten und möglichst frei von Beschwerden zu sein.

Durchbruch mit Biologika

In der Therapie der Schuppenflechte und der Psoriasis-Arthritis hat die medizinische Forschung in den letzten Jahren große Fortschritte zu verzeichnen. Bei schweren Verläufen wird häufig eine immunsuppressive Therapie eingesetzt. Insbesondere den Biologika und Biosimilars kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Biologika sind biotechnologisch hergestellte Medikamente. Dabei handelt es sich um verschiedenartige gentechnisch hergestellte Proteine, die therapeutisch wirksam sind, indem sie die Aktivität natürlich vorkommender Substanzen fördern oder hemmen und Entzündungen unterdrücken. Biosimilars sind die ähnlichen (similaren) Nachbildungen von Biologika mit gleicher Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit. Bei chronischen Erkrankungen des Immunsystems haben sie sich als besonders wirkungsvoll erwiesen.

Hilfe und Unterstützung holen!

Über viele Jahre wurden die körperlichen und seelischen Belastungen der Betroffenen unterschätzt. Und tatsächlich ist es so: Noch immer sehen sich Hauterkrankte mit Vorurteilen (z.B. mangelnde Hygiene und Ansteckung durch Körperkontakt) konfrontiert, die zu Stigmatisierung und Ausgrenzung führen können.1

Deshalb sind Aufklärung und ein bewusster und offener Umgang mit der Erkrankung wichtig.


Lebenstipps für den Alltag

Betroffene können selbst eine Menge tun, um belastende Begleiterscheinungen ihrer Erkrankung zu lindern und ihre Therapie mit gezielten Maßnahmen zu unterstützen. Folgende Tipps können dabei helfen:
Information: Wissen ist der erste Schritt für eine erfolgreiche Behandlung. Holen Sie sich Hilfe von Fachleuten und anderen Betroffenen und treten Sie in den Austausch. Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen bieten eine Fülle von Erfahrungen, die Ihnen im Alltag eine große Hilfe sein können.

  • Das richtige Klima: Schwül-warmes, tropisches Klima stellt eine ungewohnte Belastung für den Körper dar. Die Kombination aus Sonne und Salzwasser kann dagegen die Beschwerden der Schuppenflechte lindern. Ein Aufenthalt in Küstennähe ist für Betroffene daher ideal.
  • Guter Schlaf: Sorgen Sie auch im Schlafzimmer für ein gutes Klima, indem Sie vor dem Schlafen gehen ausgiebig lüften und so für eine angenehme Raumtemperatur sorgen. Auch eine möglichst hautfreundliche Bettwäsche kann einen guten Schlaf fördern und Juckreiz lindern.
  • Aktivität: Ein bewusster Lebensstil und verordnete Behandlungsmaßnahmen wie etwa Krankengymnastik unterstützen die Behandlung. Körperliche Bewegung und Sport sind sinnvoll und notwendig, um die Haut besser zu durchbluten, ein Versteifen der Gelenke zu verhindern und Muskeln zu stärken. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt und einem Physiotherapeuten und lassen Sie sich ein individuelles Trainingsprogramm zusammenstellen, das sie regelmäßig selbst durchführen können.
  • Zuversicht und positive Gedanken: Eine positive Grundeinstellung unterstützt Sie dabei, sich auf die schönen Momente zu fokussieren und Ihre Freizeit weiterhin aktiv zu gestalten. Ein aktiver Lebensstil hat auch positive psychische Auswirkungen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter https://www.meincareplus.de/de_DE/home.html

1 https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/nationale-versorgungskonferenz-psoriasis-2021/

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Keine Lust mehr auf Schuppenflechte!​

Wie schwer kann es sein?​

Nicht mehr ständig an die Haut denken müssen… für viele Menschen in Deutschland, die an Schuppenflechte leiden ist das unvorstellbar. Äußerlich sichtbar und innerlich unangenehm – nicht nur für Betroffene, sondern auch für deren Angehörige. Viele Betroffene sind in einem Kreislauf unzureichender Therapien gefangen und haben keine Motivation mehr, sich aktiv für eine Verbesserung Ihrer Erkrankung einzusetzen.

Es geht tatsächlich viel leichter

Die Lebensqualität lässt sich jedoch deutlich verbessern, wenn die durch die Krankheit bedingten Herausforderungen reduziert werden. Hierfür findet man bei SCHUPPENFLECHTE HILFE nicht nur Tipps für den täglichen Umgang mit Psoriasis, sondern allerhand Informationen über die Erkrankung, bis hin zur Aufklärung über Therapieoptionen. Dadurch soll Betroffenen der Weg zu mehr Lebensqualität geebnet werden.​

Hier könnt ihr mehr erfahren: www.schuppenflechtehilfe.de

Traumhafte Aussicht

Für viele Betroffene kaum zu glauben, doch in vielen Fällen lässt sich sogar eine Erscheinungsfreiheit erreichen. Der erste Schritt auf dem Weg dorthin ist die individuelle Beantwortung von essenziellen Fragen hinsichtlich der Krankheit:

  • Wie schwer ist meine Schuppenflechte?​
  • Welche Therapie ist für mich geeignet?​
  • Wie finde ich den richtigen Arzt für mich?​
  • Was kann ich tun, um einen besseren Umgang mit meiner Schuppenflechte zu finden?​
  • Wie kann ich Arztgespräche vorbereiten?​
Blogbeitrag: Keine Lust mehr auf Schuppenflechte

Auch die Ernährung spielt eine Rolle

Die Ernährung kann das Krankheitsgeschehen positiv beeinflussen und einen Beitrag zur Linderung von Beschwerden leisten. Erfahren Sie unter https://www.janssenwithme.de/de-de/psoriasis/ernaehrung, welche Grundsätze wichtig sind, wie Sie diese Prinzipien in Ihren Alltag integrieren können und welche positiven Auswirkungen eine ausgewogene Ernährung bei Psoriasis haben kann.

Antworten auf diese Fragen sowie weitere Infos finden Betroffene auf SCHUPPENFLECHTE HILFE
www.schuppenflechtehilfe.de

Ein Beitrag der Janssen-Cilag-GmbH

Johnson & Johnson Logo

Was passiert mit unserer Haut im Winter

Was passiert mit unserer Haut im Winter?

Unsere Haut ist vor allem im Winter extremen äußeren Einflüssen ausgesetzt. Mit sinkenden Temperaturen draußen halten wir uns vielfach in geheizten Räumen auf. Die Heizungsluft entzieht unserer Haut Feuchtigkeit, wodurch sie empfindlicher, trockener und rauher wird. Durch die sehr trockene Luft in den Räumen wird die Feuchtigkeit in unserer Haut an die Oberfläche transportiert, wo sie verdunstet. Die Folge ist eine zunehmend trockenere Haut. Die kalte Luft draußen sorgt zusätzlich für Stress für unsere Haut: sie ist ebenfalls arm an Luftfeuchtigkeit und verstärkt die Austrocknung der Haut. Zudem ziehen sich in der Kälte die Blutgefäße zusammen, um die Körperwärme zu erhalten. Die Folge ist eine geringere Blutzufuhr zur Haut und ein dadurch erniedrigter Stoffwechsel. Unsere Haut wird mit weniger Nährstoffen und Sauerstoff versorgt, wodurch sie schnell blass und fahl aussieht. Zudem kommt in der kalten Jahreszeit hinzu, dass die Talgdrüsen bei weniger als acht Grad Celsius ihre Talgproduktion zurückfahren und bei extremer Kälte sogar einstellen. Durch den Mangel an hauteigenen Lipiden auf der Hautoberfläche wird die Haut trockener, die Hautschutzbarriere instabil und die Haut anfälliger für Bakterien und Mikroorganismen. Durch den fehlenden Lipidfilm auf der Hautoberfläche kann die Feuchtigkeit, die die Haut nun abgibt, noch schneller verdunsten und die Folge ist eine trockene, sehr empfindliche und schnell zu Rötungen sowie Ekzemen neigende Haut.

Und warum benötigt sie dann spezielle Pflege?

Um die Haut vor dem Austrocknen zu schützen und die Hautbarriere zu stärken, benötigt die Haut eine gezielte Pflege. Wichtig ist vor allem, frühzeitig auf die Signale der Haut zu reagieren und sowohl mit Feuchtigkeit als auch Lipiden gegenzuwirken. Im Herbst und Winter sollte die Pflege in der Regel reichhaltiger sein. Dies mindert die schnelle Austrocknung, stabilisiert die Hautschutzbarriere und hält die Feuchtigkeit länger in der Haut.


Wie kann man die Haut vor Kälte schützen?

Wichtig ist eine auf den Hautzustand abgestimmte Reinigung und Pflege. Die Produkte sollten von der Reichhaltigkeit sowie von den enthaltenen Wirk- und Inhaltsstoffen her zur Haut passen. Bei bekannten Hauterkrankungen ist es wichtig, daß die kosmetischen Pflegeprodukte auf die dermatologische Therapie abgestimmt sind. Das A und O einer gezielten und wirksamen Gesichtspflege ist die tägliche Reinigung. Diese sollte vor allem im Winter sehr mild und frei von aggressiven Tensiden sein. Diese entfetten die Haut und trocknen sie dadurch sehr stark aus. Zudem sollte nur lauwarmes Wasser verwendet werden und die Haut anschließend mit dem Handtuch trocken getupft werden. Wenn die Haut ohnehin durch die Kälte und Heizungsluft schon sehr belastet ist, sollte auf eine starke mechanische Reizung generell verzichtet werden. Wenn Wasser bereits zu Rötungen und extremen Spannungsgefühlen führt, kann auch eine Reinigungsmilch verwendet werden, die nur mit einem trockenen Tuch abgenommen wird. Ein Gesichtswasser, welches Feuchtigkeit spendet, ist vor allem in dieser Jahreszeit als nächster Pflegeschritt sinnvoll. Um die Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit zu versorgen, eignen sich im Anschluß an die Reinigung und das Gesichtswasser Wirkstoffseren. Vor allem Seren die zum Beispiel Hyaluronsäure enthalten, sind ein sehr guter zusätzlicher Feuchtigkeitsbooster. Wenn das Serum eingezogen ist, folgt die Pflege in Form von Cremes oder bei sehr trockener Haut auch gerne als Gesichts Öl. Wenn die Haut nur leicht trocken ist oder schnell zu Unreinheiten neigt, kann das Öl auch nur jeden dritten Tag angewendet werden. Ein Tropfen Öl in der Gesichtscreme bietet eine sehr gute Zwischenlösung, um die üblicherweise verwendete Creme etwas reichhaltiger werden zu lassen, ohne dass es zu viel für die Haut ist. Hier ist etwas Fingerspitzengefühl sowie ein Gefühl für den Hautzustand und die Bedürfnisse der Haut gefragt. Ein ausreichender Sonnenschutz sollte im Winter ebenfalls nicht fehlen. Neben der geeigneten Hautpflege fördern Luftdiffuser das Raumklima und wirken der trockenen Heizungsluft entgegen. Bei extremer Kälte sollte die Haut mit Kleidung weitestgehend geschützt werden. Die Partien, die der kalten Luft ausgesetzt sind, sollten mit einer sehr reichhaltigen Creme versorgt werden.

Hat die Ernährung im Winter Einfluß auf die Haut?

Von innen heraus können wir die Haut in ihrer Gesundheit stärken und schützen. Wichtig ist, unabhängig von der Jahreszeit, jeden Tag ausreichend Wasser oder im Winter ungesüßten Tee zu trinken. Ein Flüssigkeitsmangel macht sich in Form von Trockenheit und Trockenheitsfältchen auf der Haut sichtbar. Zur weiteren Unterstützung der Immunabwehr sowie der hauteigenen Abwehrsysteme gegenüber freien Radikalen eignen sich Lebensmittel, die reich an Antioxidantien sind. Hierzu zählen zum Beispiel Spinat, Tomaten, Karotten, Äpfel, Zitrusfrüchte sowie Nüsse und Trauben. Eine ausgewogene Ernährung mit wenig Zucker und Genussmitteln wie Alkohol und Nikotin sind generell empfehlenswert, um die Haut dauerhaft gesund zu erhalten.


Was empfiehlst du bei der Pflege von Neurodermitis-Haut im Winter?

Gerade bei der Neurodermitis ist ein Barriere-Schutz wichtig. Die ohnehin schon trockene und empfindliche Haut benötigt ein Mehr an Pflege und Stärkung der Hautbarriere. Das bedeutet, dass die kosmetische Pflege vor allem im Winter mehr Lipide als Feuchtigkeit enthalten sollte. Hier sind vor allem Lipide zu nennen, die den hauteigenen Fetten sehr ähnlich sind und dadurch schneller von der Haut aufgenommen werden und einen größeren Schutz bieten. Entsprechend sollte die Pflege zum Beispiel Ceramide, Squalan, Nachtkerzensamenöl oder Jojobaöl enthalten. Feuchtigkeit in Form von Hyaluronsäure oder Aloe Vera sowie natürlichen Feuchthaltefaktoren und Ectoin sind ebenfalls empfehlenswert. Wenn die Haut sehr trocken und spröde ist, darf sie auch gerne mehrmals täglich eingecremt werden. Hier sollten die Lippen und Hände nicht vergessen werden sowie nach dem Duschen oder Baden die Körperhaut.

Worauf sollten Neurodermitiker achten?

Die Pflege sollte auf den Hautzustand sowie auf die dermatologische Therapie abgestimmt sein. Neben den bereits erwähnten Lipiden und der Feuchtigkeit durch die verschiedenen Wirkstoffe können Neurodermitiker zusätzlich basische Bäder machen. Basisches Badesalz mindert die Entzündungen in der Haut und stärkt die Hautschutzbarriere. So verdampft die hauteigene Feuchtigkeit nicht so schnell. Die Bäder können auch als Fußbäder oder zur Gesichtsreinigung verwendet werden. Die anschließende Pflege ist hierbei sehr wichtig, um die Haut zu stärken und mit Feuchtigkeit zu versorgen. Wenn die Haut extrem trocken ist in Form von eingerissenen Händen und juckenden Schienbeinen, sollte sie langsam an die Meersalzbäder gewöhnt werden. Außerdem ist es bei spröder und rissiger Haut sehr wichtig, vermehrt auf die Hygiene zu achten. Durch die gestörte Hautschutzbarriere können Mikroorganismen nun schneller in die Haut einwandern. Bei Unsicherheiten ist es auf jeden Fall ratsam, eine fachlich qualifizierte Meinung und Beratung einzuholen.

Apothekerinnen aus der Vita Apotheke

Zum Deutschen Apothekertag haben wir mit Antonia R. und Annika S. aus der Vita Apotheke in Hamburg gesprochen, um zu erfahren, was ihre Arbeit in der Apotheke ausmacht, welche Erfahrungen sie mit Autoimmunerkrankten haben und warum sie gerne als Apothekerinnen arbeiten.

Gibt es einen Schwerpunkt und wie wirkt sich der Schwerpunkt bei euch aus? Gibt es etwas was eure Apotheke ganz besonders auszeichnet?

Annika S.:

Das Wichtigste was uns auszeichnet, ist, dass wir 365 Tage im Jahr von 8-24 Uhr geöffnet haben und wir unsere Patienten zu jeder Zeit mit Medikamenten versorgen. Deshalb haben wir auch die unterschiedlichsten Patienten und Themen auf die wir spezialisiert sind: Das reicht von der frisch gebackenen Mama (Mutter-Kind), über den chronischen Schmerzpatienten, Patienten mit Venenleiden, bis hin zu Patienten mit einer weitreichenden, komplexen Medikationsgeschichte. Mit regelmäßigen und umfangreichen Schulungen bleiben wir immer auf dem Laufenden, um unsere Patienten kompetent zu beraten.

Antonia R.:

Spezialisierungen, Fort- und Weiterbildungen sind ein wichtiger Teil unsere Arbeit und deshalb ein besonderer Schwerpunkt der Vita Apotheke. Weil wir uns in unseren speziellen Bereichen immer weiter fortbilden und auch an Veranstaltungen wie beispielsweise dem Welt-Rheuma-Tag teilnehmen, setzen wir uns immer wieder intensiv mit unseren Patienten und ihren Erkrankungen auseinander – darunter sind natürlich auch viele Autoimmunerkrankungen. So können wir auch oft bei Fragen oder Unsicherheiten weiterhelfen oder sie sogar an Selbsthilfegruppen oder Vereine vermitteln.

Wie unterscheiden sich Patient/innen mit einer Autoimmunerkrankung bei euch von anderen?

Annika S.:

Autoimmunkrankheiten wie MS, Psoriasis, chronische Darmentzündungen oder auch Rheuma gehören bei uns täglich dazu. Hier bilden wir uns stetig weiter, gerade auch in Zusammenarbeit mit den antares apotheken, die mit ihrem Specialty Pharmacy Team super informiert sind. Ich würde sagen, die Patienten mit einer Autoimmunkrankheit unterscheiden sich von anderen Patienten, dass sie selber sehr gut über ihre Medikation und dessen Handhabung Bescheid wissen. Patienten die Antikörper neu bekommen, benötigen meist eine etwas intensivere Beratung.

Antonia R.:

Autoimmunerkrankte nehmen oft mehrere Medikamente gleichzeitig. Deshalb nutzen sie gerne unser Angebot zur Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS). Denn Kundinnen und Kunden, die viele Medikamente einnehmen, bieten wir an, dass wir eine Analyse ihrer Medikamente machen. Dabei ist es egal, ob sie verschreibungspflichtige oder freiverkäufliche Medikamente nehmen. In Zusammenhang mit den behandelnden Ärzten prüfen wir die richtige Indikation, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und die richtige Anwendung. Ist die optimale Einstellung gefunden, besprechen wir alles in Ruhe mit den Patientinnen und Patienten.

Was macht ihr in der Apotheke und was für andere Berufsgruppen kann man bei euch finden?

Annika S.:

Meine Hauptaufgabe ist es, den Patienten in Empfang zu nehmen, sie kompetent zu beraten und für sie da zu sein. Zusammen mit einer weiteren Apothekerin kümmere ich mich um das AMTS (Arneimitteltherapiesicherheit) und kommuniziere somit viel mit unseren Patientinnen und Patienten und ihren behandelnden Ärzten.

Daneben gibt es für jeden in unserem Team, ob Apotheker, PTA (pharmazeutisch-technische-Asisstent:innen) oder PKA (pharmazeutisch-kaufmännische-Asisstente:innen), noch weitere Aufgaben: Die Kontrolle sämtlicher Rezepte, die Dokumentation von z.B. Betäubungsmitteln, die Bestellung und Überwachung in der Versorgung mit medizinischem Cannabis.

Genauso wie wir Apotheker sind auch die PTAs vorne beim Patienten beratend tätig. Wenn es einmal schwieriger werden sollte, unterstützen wir Apotheker, wobei unsere PTAs fachlich super sind. In der Rezeptur sind unsere PTAs die Profis und wir machen nur die Freigaben und Gegenkontrollen. Die PKAs sind der kaufmännische Background die immer dafür sorgen, dass das Warenlager gut aufgefüllt ist.

Antonia R.:

Auch ich bin eine der Personen, die von unseren Kundinnen und Kunden als erstes wahrgenommen werden, denn ich stehe hinter dem „Tresen“, höre aufmerksam zu, was die Kundinnen und Kunden benötigen, berate sie und verkaufe. Darüber hinaus verantworte ich unsere Dienstpläne, betreue die PTAs in der Rezeptur und kümmere mich um unsere Fortbildungen.

Neben den von gerade aufgezählten Apothekern, PTAs und PKAs haben wir noch einen IT-Mitarbeiter, der sich um unser Computersystem kümmert, mehrere Boten und Botinnen, die die Medikamente zum richtigen Empfänger bringen, eine Personalreferentin und einen kaufmännischen Angestellten.

Was ist das Besondere an eurer Arbeit in der Vita Apotheke?

Antonia R.:

Für mich ist das besondere an meiner Arbeit in der Apotheke, dass wir ein ganz tolles Team mit verschiedenen Schwerpunkten sind und es nie langweilig wird. Gerade durch die besonderen Arbeitszeiten hat man immer unterschiedliche Fälle und Situationen und kein Tag gleicht dem anderen. Sehr schön ist es auch, dass bei uns alle Teammitglieder auf Augenhöhe miteinander zusammenarbeiten und es keine klassischen Hierarchien gibt.

Annika S.:

Für mich als Mutter bieten die langen Öffnungszeiten unserer Apotheke flexible Arbeitszeiten, so dass man Beruf und Familienleben gut unter einen Hut bringen kann. Durch die vielreichen Fortbildungsmöglichkeiten, die stark durch tolle Unterstützung unsere Chefin entstehen, habe ich die Möglichkeit mein Wissen stetig zu erweitern.

In einem tollen Team, mit viel Wissen, macht es besonders Spaß die bunte Eimsbütteler Kundschaft zu beraten.

Stand Januar 2021

Die Care+ App kann jetzt noch mehr

Update integriert weitere chronisch-entzündliche Erkrankungen aus dem Bereich Gastroenterologie und Dermatologie

Mit dem neuen Update der Care+ App können jetzt noch mehr Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen von der mobilen Unterstützung im Alltag profitieren: Ab sofort steht die App auch für Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen zur Verfügung. Neu hinzugekommen sind die Features für n.- r. axiale Spondyloarthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sowie Psoriasis-Arthritis, Plaque-Psoriasis und Acne inversa. Schon zuvor gab es die App für Patienten mit rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis.

Die Care+ App hilft Ihnen dabei, mit einer chronisch-entzündlichen Erkrankung den Durchblick zu bewahren: Hier finden Sie nicht nur wertvolles Hintergrundwissen und Tipps für den Lifestyle mit Ihrer Erkrankung, sondern auch viele interaktive Funktionen, damit Sie immer und überall bestens informiert und organisiert bleiben. Die perfekte Ergänzung für Ihren bewegten Alltag.

Die Care+ App im Überblick:

Und viele weitere Features

relevantes Hintergrundwissen zu Ihrer Erkrankung

dokumentieren und verfolgen Sie Ihren individuellen Gesundheitszustand und Krankheitsverlauf

Wertvolle Tipps und Tricks für Ihr alltägliches Leben sowie Liebe und Reise und vieles mehr

Hilfreiche Sportübungen, die Sie trotz chronisch-entzündlicher Erkrankung ausführen können

Rezeptideen für jeden Geschmack

Im Login-Bereich gibt es exklusive Features:

Nähere Informationen zu Ihrem Medikament

Eine praktische Erinnerungsfunktion, um Arzttermine und Medikamente immer im Blick zu haben

Die Care+ Welt: Im Alltag immer und überall informiert
Die interaktive Care+ App ergänzt die Care+ Welt bestehend aus unserer MeinCarePlus.de Website und den Care+ Broschüre. So sind Sie immer und überall gut informiert – auch unterwegs oder im Urlaub.

Lust, die Care+ App auszuprobieren?
Die Care+ App ist kostenlos für iOS im App-Store und für Android im Play Store unter: Care+ Germanyzu finden.

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Mit Neurodermitis gut durch den Winter

Wenn die Haut verstärkt Aufmerksamkeit benötigt Neurodermitis begleitet Betroffene meist ein Leben lang. Mit der Zeit verstehen Atopiker ihre Erkrankung immer besser, meiden Trigger, achten auf einen gesunden Lebensstil und trotzdem können sie im Winter erneuten Schüben kaum entgehen. Doch warum verstärkt sich die Neurodermitis im Winter?

Das wohl größte Problem für Neurodermitis-Patienten ist tatsächlich die trockene Heizungsluft. Die trockene Umgebungsluft entzieht der Haut die Feuchtigkeit und reizt sie verstärkt. Unser derma2go-Tipp:
Halte im Winter die Luftfeuchtigkeit auf einem konstanten Level. Hier kann entweder ein herkömmlicher Luftbefeuchter
verwendet werden oder einfach ein Topf mit Wasser auf den Heizkörper gestellt werden. Auch wenn die kalte Luft der Haut zu schaffen macht, sollte dennoch mindestens dreimal täglich für jeweils 5 Minuten Stoßgelüftet werden.

Mit der richtigen Hautpflege Schüben im Winter vorbeugen
Atopische Haut muss kontinuierlich gepflegt werden. Dabei überrascht es nicht, dass individuell auf die verschiedenen Begebenheiten mit Temperatur und Klima eingegangen werden muss. Generell gilt: Atopische Haut benötigt im Winter besonders viel Feuchtigkeit und rückfettende Pflegeprodukte.

Unsere Tipps für eine winterfeste Hautpflege bei Neurodermitis

Winterfeste Basispflege
Kommen bei der Basispflege im Sommer Cremes zum Einsatz, empfehlen sich im Winter rückfettende Salben. Generell empfehlen sich Pflegeprodukte, die speziell für die kalte Jahreszeit ausgelegt sind und so beispielsweise rückfettende Inhaltsstoffe vorweisen können. Dazu zählen Präparate mit pflegenden Fetten wie Hornfette (Ceramide 1 und 3) oder auch das feuchtigkeitsspeichernde Eiweiß Filaggrin. Der Haut wird die fehlende Feuchtigkeit zugeführt, dadurch geschmeidiger und weniger anfällig für Juckreiz oder äußere Reize.

Händewaschen, aber richtig
Coronabedingt waschen wir uns die Hände öfter als je zuvor. Oftmals wird dabei nur vergessen, dass der Haut der entzogene Fettfilm wieder zugeführt werden muss. Atopiker sollten direkt auf rückfettende Waschlotionen mit leucht sauren pH-Wert (5- 6) umsteigen und darauf achten, dass sie frei von Duftstoffen sind. Eine bessere Wahl für Neurodermitis-Patienten ist laut der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft die Verwendung von Desinfektionsmittel mit anschließendem Eincremen.

Viel Trinken
Nicht nur im Sommer sollte dem Körper viel Flüssigkeit zugeführt werden: Auch im Winter ist für unsere Haut eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme essenziell.

Wenn alle Stricke reißen
Wenn alle Präventivmaßnahmen nichts bringen und die Haut einen schlechten Allgemeinzustand hervorruft, sollte ein Dermatologe zu Rate gezogen werden. Unser Partner derma2go bietet mit führenden Experten der chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen Ärzte, die auf Neurodermitis spezialisiert sind und bei Hautproblemen schnell und effizient helfen können.

Sonnenschutz ist Pflicht! Tipps von Dr. Julia Mader für gesunde Haut, besonders bei Neurodermitis und Psoriasis. Schützen, statt riskieren!

Der Sommer ist (hoffentlich) noch lange nicht vorbei – und nicht nur jetzt, sondern eigentlich immer gilt: Sonnenschutz ist ein absolutes Muss! Denn er beugt Hautalterung vor und schützt uns vor Hautkrebs. Die besonders schädlichen UVA-Strahlen dringen sogar auch durch Wolken oder Glas. Und weil Aufklärung hier wirklich das A und O ist, haben wir unsere Haut- und Kosmetikexpertin Dr. Julia Mader nach ein paar Tipps und wichtigen Fakten rund um das Thema Sonnenschutz im Allgemeinen, aber auch im Speziellen bei Autoimmunerkrankungen, gefragt. Denn zum Beispiel bei Neurodermitis sollte man mit Sonne vorsichtig sein, da die UV-Strahlen tiefer in die Haut eindringen und so einen Schub auslösen können. Aber trotzdem: den meisten Neurodermitis-Patienten geht es im Sommer etwas besser, weil die Haut nicht mehr ganz so trocken ist und der Juckreiz nachlässt. Bei Schuppenflechte kann zu langes oder ungeschütztes Sonnenbaden die Symptome sogar verschlimmern und der Haut schaden.

1. Immer, wirklich immer, einen Lichtschutz mit Breitbandfilter gegen UVA- und UVB-Strahlung verwenden

2. Am Besten die direkte Sonne meiden und auch auf textilen Lichtschutz in Form von Tüchern, leichter Kleidung und Hüten/Kopfbedeckung setzen

3. Textiler Lichtschutz ist bei Neurodermitis und Psoriasis meist besser geeignet, da Sonnencreme je nach Hautzustand nicht immer vertragen wird

4. Bei Neurodermitis und Psoriasis leichte Gele, Fluids und Sprays nutzen, da die Haut unter Sonnencreme schnell anfängt zu schwitzen und jucken

5. Auch an bewölkten Tagen Lichtschutz verwenden, da trotz Wolken sogar 50% der UV-Strahlung durchdringt

6. Auch im Schatten kann man einen Sonnenbrand bekommen, da die Luftpartikel die UV-Strahlung reflektieren und streuen 

Wer all diese Tipps berücksichtigt, kann den Sommer in vollen Zügen genießen und die Vitamin D-Speicher guten Gewissens auffüllen!

Neurodermitis und Psoriasis: Was Du jetzt wissen solltest.

Wie oft kommt eine Erkrankung mit Neurodermitis und Psoriasis vor?

Neurodermitis ist besonders bei Kindern weit verbreitet. Bis zu 15% aller Kinder leiden unter der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung, die sich mit fortschreitendem Alter jedoch meist verläuft. So sind in der Regel nur noch 3% aller Erwachsenen von der atopischen Dermatitis betroffen. Zum Vergleich: Von der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung Psoriasis (=Schuppenflechte) sind rund 3% der Gesamtbevölkerung (in DE) betroffen. Hierbei unterscheidet man zudem Typ 1 und Typ 2: Bei Typ 1 tritt die Erkrankung vor dem 40. Lebensjahr in Erscheinung und nimmt meist einen schweren Verlauf, während bei Typ 2 die Erkrankung sich erstmal nach dem 50. Lebensjahr zeigt und eher milde Verläufe mit sich bringt.

Was sind die typischen Symptome für Neurodermitis und Psoriasis?

Kennst Du die Formulierung „das triggert mich“? Betroffene der chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen können ein Lied davon singen, da in der Regel aktive Schübe durch sogenannte Trigger ausgelöst werden. Doch mit welchen Symptomen äußern sie sich? Allgemeine Anzeichen für einen Schub sind starker Juckreiz gepaart mit einer starken Rötung, nässende Entzündungen und die Bildung von Bläschen und kleinen Knoten. Dabei sind besonders Gesicht, Kopfhaut, Nacken, Hände wie Füße, Körperseiten und die Beugefalten der Arme und Beine betroffen. Je nach Altersphase unterscheidet sich das Erscheinungsbild der Neurodermitis noch einmal. Auch eine Haut ohne aktiven Schub ist von der atopischen Dermatitis gekennzeichnet: trocken, empfindlich, gerötet und neigt zur Schuppung. Gut zu unterscheiden ist zudem die Psoriasis (=Schuppenflechte): Hier zeigt die Haut scharf begrenzte, rötliche Hautverdickungen (sog. Plaques), silbrig-glänzende, weiße Schuppen, die Größe der betroffenen Areale variiert stark, Juckreiz kann auftreten und die Haut ist generell trocken und empfindlich mit Spannungsgefühl.

Worin liegen die Ursachen für Neurodermitis und Psoriasis?

Betroffene der chronisch entzündlichen Hauterkrankung Neurodermitis stellen sich oft die Frage, wieso gerade sie davon betroffen sind. Die Antwort darauf ist leider, dass es genetisch bedingt ist. Forscher konnten Gene identifizieren, die für einen Mangel an Eiweißen verantwortlich sind und so die schützende Hornschicht fehlerhaft aufgebaut ist, wodurch die Barrierefunktion der Haut geschwächt ist. Auch wird durch diesen Gendefekt die Zusammensetzung der Hautfette beeinflusst, weshalb die Haut an Feuchtigkeit verliert und schneller austrocknet. Diese Umstände alleine reichen jedoch nicht für eine Aktivierung der Erkrankung. Erst mit äußeren Faktoren (Antigene aus der Umwelt) kommt es zu einer Sensibilisierung und Abwehrstoffe werden gebildet. Ebenfalls genetisch bedingt ist die Psoriasis: Forscher konnten feststellen, dass Kinder von Psoriasis-Betroffenen mit einer 10%igen Wahrscheinlichkeit ebenfalls erkranken, wenn ein Elternteil betroffen ist – bei beiden Elternteilen liegt das Risiko sogar bei 40%. Ergänzend dazu kommt ein fehlgeleitetes Immunsystem, welches eine chronische Aufrechterhaltung des Abwehrmechanismus gegen Entzündungen vorweist.

Neurodermitis & der atopische Formenkreis

Neurodermitis gehört zum atopischen Formenkreis. Betroffene leiden daher meist nicht nur unter den krankhaften Hautveränderungen, sondern neigen auch zu allergischem Asthma und Heuschnupfen. Es besteht eine generelle Überempfindlichkeit auf Kontakt mit Allergenen und anderen Reizstoffen. Im Internet ist zudem oft zu lesen, dass eine Ernährungsumstellung die Neurodermitis erfolgreich behandeln kann. Richtig ist: Eine Umstellung der Ernährung kann die Behandlung der Neurodermitis unterstützen. Liegt eine Reaktion auf Milchprodukte vor, ist es ratsam und sinnvoll darauf zu verzichten. Eine vollwertige Behandlung kann die richtige Ernährung jedoch nicht ersetzen, da es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung handelt, die von einem Facharzt behandelt werden muss. Psoriasis zählt hingegen nicht zum atopischen Formenkreis.

Was ist eine leitliniengerechte Therapie?

Die Therapie bei Neurodermitis und Psoriasis muss individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt werden. Um für den Einzelfall eine optimale Therapie gewährleisten zu können, gibt es in Deutschland Therapieleitlinien, welche von Experten aus dem jeweiligen Fachgebiet verfasst werden. An diesen Leitlinien können sich die behandelnden Ärzte orientieren, um stets eine aktuelle, auf den Patienten zugeschnittene Therapie anwenden zu können.

So findet die Therapie bei der Psoriasis und Neurodermitis abhängig vom Schweregrad statt:
Bei leichten Erkrankungsformen steht die sogenannte topische Therapie (=Auftragen von Medikamenten auf der Haut) im Vordergrund, bei mittelschweren und schweren Symptomen kommen zusätzlich die Phototherapie und systemische Therapien (=Medikamente zur oralen Einnahme) zum Zuge.

Hautwoche anlässlich des Welt-Neurodermitis-Tags vom 14. Bis 24. September 2021

Solltest Du Dir nun die Frage stellen, ob Du möglicherweise selbst von Neurodermitis oder Psoriasis betroffen bist, haben wir eine gute Nachricht für Dich: Am 14. September startet unsere gemeinsame Aktionswoche mit derma2go. Vom 14. bis 24. September 2021 kannst Du Dich kostenfrei von einem ausgewiesenen Experten der chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen beraten lassen.

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