Bitte berühren: Aufklärungskampagne für Betroffene mit chronischen Hauterkrankungen

Was und wer steckt hinter der „Bitte berühren“-Kampagne und welche Ziele verfolgt sie?

„Bitte berühren“ ist eine Kampagne des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen e.V. – unterstützt wird die Kampagne von Partnern aus der pharmazeutischen Industrie sowie Selbsthilfeorganisationen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die chronischen Hauterkrankungen Neurodermitis („Bitte berühren“ – Hand in Hand gegen Neurodermitis), Psoriasis („Bitte berühren“ – Gemeinsam aktiv gegen Schuppenflechte) und seit neustem auch Vitiligo und Akne inversa („Bitte berühren“ – Hauterkrankungen gemeinsam begegnen) zu stärken. Als Aufklärungskampagne möchte „Bitte berühren“ Menschen mit chronischen Hauterkrankungen (neue) Wege zur Hilfe und Selbsthilfe aufzeigen. Im Fokus steht die Aufklärung der Betroffenen, aber auch deren Angehöriger und weiterer Interessierter. Dafür bietet die Initiative ein breites Informationsangebot und Tipps für den Umgang mit der jeweiligen Erkrankung. Die Kampagne setzt sich gegen Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit chronischen Hauterkrankungen und für mehr Akzeptanz in der Gesellschaft ein. Als zentrale Botschaft möchte „Bitte berühren“ über moderne Therapieoptionen informieren und Betroffene zum Ärzt*innenbesuch motivieren.

Können Sie konkrete Beispiele nennen, wie „Bitte berühren“ Betroffene unterstützen kann?

Neben den vielfältigsten Wissens- und Ratgebertexten rund um die jeweilige chronische Hauterkrankung stehen die Betroffenen selbst im Mittelpunkt der Kampagne. Die Kategorie „Betroffene berichten“ erzählt echte Geschichten und gibt den Erkrankungen ein Gesicht. Die Hilfe von Betroffenen für Betroffene ist eines der Herzstücke von „Bitte berühren“– denn kein Mensch kann sich so gut in Betroffene hineinversetzen, wie Menschen mit der chronischen Hauterkrankung selbst. Die inspirierenden Herausforderungen, Erfahrungen und Krankheitswege anderer können Betroffene ermutigen und motivieren, sich (erneut) mit ihrer Erkrankung auseinanderzusetzen.
Daneben werden Betroffenen auch konkrete Tools an die Hand gegeben wie beispielsweise der Expert*innenrat. In diesem können Betroffene, Angehörige und Interessierte offene Fragen rund um die jeweilige chronische Hauterkrankung direkt an die „Bitte berühren“-Expert*innen aus dem Bereich Dermatologie stellen – natürlich anonym und kostenlos.

Außerdem wird auf den „Bitte berühren“-Websites gut angenommenes Download-Material zur Verfügung gestellt – hierzu gehören Infografiken, Kampagnenflyer oder zum Beispiel auch ein saisonaler Kalender. Diese Visualisierungen zu bestimmten Themen helfen Betroffenen, die Erkrankung besser zu verstehen und auch in ihrem Umfeld besser erklären zu können.

Warum stehen jetzt auch Vitiligo und Akne inversa im Fokus der Kampagne?

Die Kampagne startete 2016 mit der Erkrankung Psoriasis und wurde 2021 um den Bereich der Atopischen Dermatitis ergänzt. 2024 wuchs „Bitte berühren“ nun um einen weiteren Kampagnenarm. „Bitte berühren“ – Hauterkrankungen gemeinsam begegnen stellt die Erkrankungen Vitiligo und Akne inversa in den Mittelpunkt. Damit wollen wir noch mehr Betroffene mit chronischen Hauterkrankungen erreichen und unterstützen. Die zentralen Ziele und Botschaften von „Bitte berühren“ sollen nun auch auf dermatologische Krankheitsbilder übertragen werden, die vielleicht nicht so weit verbreitet, aber deshalb nicht weniger schlimm für die Betroffenen sind. Auch hier wollen wir aufklären, empowern und für mehr Akzeptanz und Bewusstsein innerhalb der Gesellschaft sorgen.
Wie soll die Kampagne zukünftig weiterentwickelt werden, und werden noch weitere Hauterkrankungen in den Fokus rücken?
Die Kampagne wird zunächst die bestehenden Krankheitsbilder Psoriasis, Neurodermitis, Akne inversa und Vitiligo weiter thematisieren und Betroffenen neuen bzw. aktualisierten Content zur Verfügung stellen. In Zukunft werden aber auch weitere, weniger bekannte Hauterkrankungen in den Fokus rücken.

Ziel ist es, noch mehr Betroffene zu erreichen und ihnen eine Plattform zur Aufklärung, für Tipps im Umgang mit ihrer Erkrankung und zum gegenseitigen Austausch zu bieten. Um diese Ziele zu erreichen, arbeiten wir neben neuem Content auch immer an neuen Konzepten und Formaten.

Welche langfristigen Veränderungen wünschen Sie sich im Umgang mit chronischen Hauterkrankungen?

Wir wünschen uns einen offeneren Umgang mit chronischen Hauterkrankungen und deren langfristige Enttabuisierung. Betroffene sollen mehr gesellschaftliche Akzeptanz erfahren und offen über ihre Erkrankung sprechen können, ohne Stigmatisierung zu erfahren. Darüber hinaus ist es uns besonders wichtig, dass die Aufklärung über und der Zugang zu modernen Therapieoptionen und psychologischer Unterstützung verbessert wird.

Mit einer rheumatischen Erkrankung leben: Ein psychologischer Leitfaden

Rheumatische Erkrankungen betreffen Millionen von Menschen weltweit und der Weg zur Diagnose kann oft lang und beschwerlich sein. Die Anpassung an das Leben mit einer solchen chronischen Erkrankung ist ein Prozess, der Zeit, Geduld und Unterstützung erfordert. Das mag eine Herausforderung sein, aber du kannst lernen, damit umzugehen und die Erkrankung Schritt für Schritt in deinen Alltag zu integrieren. Hier sind einige Tipps, die dir auf diesem Weg helfen können.

Emotionale Akzeptanz und Selbstmitgefühl

Es ist völlig normal, eine Vielzahl von Emotionen zu durchleben, nachdem du die Diagnose erhalten hast. Wut, Trauer, Angst und sogar Erleichterung können Teil dieses Prozesses sein. Erlaube dir selbst, diese Gefühle zu erleben und auch auszudrücken. Versuche dir vorzustellen, wie du einer dir nahestehenden Person begegnen würdest, wenn diese in deiner Situation wäre. So kannst du eine mitfühlende Haltung dir selbst gegenüber einnehmen und dir Trost spenden. Der Austausch mit anderen Betroffenen, sei es in Selbsthilfegruppen oder Online-Foren, kann ebenfalls sehr hilfreich sein. Es hilft zu wissen, dass du nicht allein bist und dass andere ähnliche Herausforderungen meistern.

Verstehen und Informieren

Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Akzeptanz ist, deine Erkrankung zu verstehen. Je mehr du über deine rheumatische Erkrankung weißt, desto besser kannst du damit umgehen und die Kontrolle über die Situation zurückgewinnen. Hier ist es ratsam, seriöse und vertrauensvolle Quellen zu nutzen und sich bei Bedarf von medizinischen Fachkräften oder Patientenorganisationen beraten zu lassen. Ein besseres Verständnis der Krankheit verringert die Angst vor dem Unbekannten und ermöglicht dir, informierte Entscheidungen zu treffen.

Anpassung des Lebensstils

Eine rheumatische Erkrankung erfordert oft Anpassungen und Neustrukturierungen im Alltag. Das kann die Umstellung deiner Ernährung, die Integration von regelmäßiger Bewegung oder das Erlernen von Techniken zur Schmerzbewältigung umfassen. Finde Aktivitäten, die dir Freude bereiten und gleichzeitig schonend für deine Gelenke sind, wie Schwimmen, Yoga oder Radfahren. Achte auf ausreichende Ruhepausen und lerne, auf die Signale deines Körpers zu hören. Die Akzeptanz der eigenen Grenzen und die Anpassung des Lebensrhythmus sind zentrale Schritte zur Verbesserung der Lebensqualität.

Unterstützungssysteme aufbauen

Scheue dich nicht, Unterstützung von Familie und Freunden anzunehmen. Ein starkes soziales Netz kann emotionalen Rückhalt und praktische Hilfe bieten. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann besonders wertvoll sein, da er zeigt, dass man nicht allein ist. . Auch professionelle Unterstützung durch Physiotherapeuten, Ergotherapeuten oder Psychologen kann den Umgang mit der Erkrankung erleichtern. Gemeinsam könnt ihr Wege finden, um den Alltag besser zu bewältigen und deine Lebensqualität zu verbessern.

Neue Ziele und Perspektiven entwickeln

Die Neudefinition von Lebenszielen und -träumen ist ein wichtiger Schritt im Anpassungsprozess. Durch das Setzen neuer, realistischer Ziele kannst du ein erfülltes Leben führen, trotz der Einschränkungen. Und vergiss nicht, kleine Erfolge zu feiern und dich an das zu erinnern, was du trotz der Erkrankung erreicht hast und es weiterhin tust. Schreibe deine Fortschritte und positiven Erfahrungen auf. Dies kann besonders an schwierigen Tagen motivieren und dir Kraft geben.

Nach den eigenen Werten leben

Vieles wird neu – aber es gibt auch was, das bleibt: Deine persönlichen Werte – wie Familie, Freundschaft, beruflicher Erfolg oder kreatives Schaffen. Diese können dir als Kompass dienen, um trotz der Erkrankung ein erfülltes Leben zu führen. Überlege dir, was dir wirklich wichtig ist, und finde Wege, diesen Werten in deinem Alltag (weiterhin) Geltung zu verschaffen. Wenn du deine Entscheidungen und Handlungen an deinen Werten ausrichtest, kannst du ein Gefühl von Sinn und Zufriedenheit bewahren, selbst in schwierigen Zeiten.

Selbstfürsorge, Achtsamkeit und Dankbarkeit

Nimm dir regelmäßig Zeit für dich selbst. Meditations-, Atem- oder Achtsamkeitsübungen können viel bewirken und dabei helfen, im Moment zu leben und Stress abzubauen. Ebenso hilfreich ist die Praxis der Dankbarkeit: Wenn du täglich über die Dinge nachdenkst und aufschreibst, für die du dankbar bist, lenkst du den Fokus auf positive Aspekte des Lebens. Diese Übung stärkt die Resilienz und unterstützt eine positive Grundhaltung. Eine optimistische Perspektive kann dazu beitragen, die psychische Gesundheit zu fördern und die Herausforderungen des Alltags besser zu bewältigen. Das heißt nicht, dass du alles gutheißen musst, was passiert (siehe Punkt zur emotionalen Akzeptanz weiter oben). Dennoch ist es wichtig, unangenehme Gefühle wie Trauer, Hilflosigkeit oder Ärger durch angenehme Gefühle auszugleichen, die z.B. durch positive, selbstfürsorgliche Aktivitäten oder Dankbarkeit ausgelöst werden.

Zusammenfassung

Das Leben mit einer rheumatischen Erkrankung ist nicht immer einfach, aber mit einer zuversichtlichen Einstellung und den richtigen Strategien kannst du lernen, die Krankheit anzunehmen und sie in deinen Alltag zu integrieren. Hier kann neben der Akzeptanz der Aufbau von Wissen, die Anpassung des Alltags, die Nutzung von Unterstützungssystemen, das Setzen von realistischen Zielen und ein selbstfürsorglicher und mitfühlender Umgang sehr hilfreich sein. Es geht darum, die Kontrolle über dein Leben zu behalten und Wege zu finden, trotz der Herausforderungen, Freude und Erfüllung zu finden.

Lust auf mehr?

Du findest diesen Leitfaden hilfreich und willst noch mehr zu diesem Thema erfahren? Weitere konkrete Hilfestellung für entzündlich-rheumatische Erkrankungen anhand von verhaltenstherapeutischen Methoden gibt es bei www.vila-health.com. Wenn du darüber informiert werden möchtest, wann das Online-Programm zur psychologischen Unterstützung bei rheumatischen Erkrankungen per Verschreibung erhältlich ist, schreib gerne ein kurze E-Mail an: kontakt@vila-health.com

Neurodermitis und der Einfluss der Ernährung

Neurodermitis und der Einfluss der Ernährung

Kann Ernährung Deine Neurodermitis beeinflussen?

Kurz zusammengefasst:

  • Bestimmte Nahrungsmittel können bei manchen Betroffenen zu einer Verschlechterung der Neurodermitis führen.
  • Es lässt sich jedoch nicht pauschal sagen, dass bestimmte Nahrungsmittel für Patienten mit Neurodermitis ungeeignet seien.
  • Nicht jede vermutete Nahrungsmittelallergie kann medizinisch als solche bestätigt werden.
  • Wenn Du den Verdacht hast, dass eine Nahrungsmittelallergie vorliegt, führe ein Ernährungstagebuch und dokumentiere in welchem zeitlichen Zusammenhang sich die Haut nach Verzehr bestimmter Nahrungsmittel verändert.
  • Eine fachärztliche Kontrolle und Diagnostik ist zur Bestätigung des Verdachts auf eine Nahrungsmittelallergie erforderlich.
  • Vermeide voreilige Anpassungen oder den eigenständigen Verzicht auf vermutete Nahrungsmittelallergene, um Mangelzustände zu vermeiden!

Kann meine Neurodermitis auf Nahrungsmittel reagieren?

Nahrungsmittel können bei manchen Personen zu einer Verschlechterung der Neurodermitis führen. Dabei können sich die verantwortlichen Nahrungsmittel je nach Patient unterscheiden. Wichtig zu beachten ist hierbei, dass nicht jede vermutete Nahrungsmittelallergie medizinisch als solche bestätigt werden oder eine relevante Auswirkung auf die Neurodermitis haben kann.

Es ist auch deshalb leider nicht möglich pauschal zu sagen, dass bestimmte Nahrungsmittel bei Neurodermitis vermieden werden sollten. Auch gibt es keine Diät, die zur Linderung der Hautveränderungen oder zur Vorbeugung der Schübe einer Neurodermitis dienen kann.

Tipp: Wenn Du die Vermutung hast, dass Deine Neurodermitis durch bestimmte Nahrungsmittel verschlechtert wird, ist es sinnvoll in erster Linie ein Tagebuch zu führen. Dokumentiere genau alles, was Du isst und trinkst und wie sich der Hautzustand ändert. Führe das Tagebuch am besten über mehrere Wochen. Falls die Hautveränderungen tatsächlich aufgrund einer Nahrungsmittelallergie auftreten, passiert das meistens mit einer Verzögerung von 6-48 Stunden nach Verzehr. So kannst Du potenzielle Auslöser identifizieren. Eine Abklärung durch eine Hautärztin/ einen Hautarzt (mit Zusatzbezeichnung Allergologie) ist für die Kontrolle und Diagnostik unbedingt zu empfehlen. Beachte bitte, dass der eigenständige Verzicht auf vermutliche Nahrungsmittelallergene die Gefahr von Mangelzuständen birgt!

Wurden bei Dir allerdings persönliche Trigger-Nahrungsmittel identifiziert, solltest Du diese meiden.
Neurodermitis kann nicht allein durch eine angepasste Ernährung bzw. Diät und das Vermeiden vermuteter Allergene kontrolliert werden.

Nahrungsmittelallergien kommen bei Kindern mit Neurodermitis häufiger vor als bei der Allgemeinbevölkerung. Im Erwachsenenalter spielen sogenannte Pollen-assoziierte Nahrungsmittelallergien eine Rolle: diese treten meistens bei Personen auf, die auf Frühblüher allergisch reagieren. Wenn man gegen Hasel, Erle, Birke allergisch ist, kann es passieren, dass nach dem Genuss von z.B. frischen Äpfeln die Lippen jucken oder der Gaumen kratzt.

Es gibt prinzipiell zwei Reaktionsmuster bei Nahrungsmittelallergien:

  1. Die Soforttyp-Reaktionen, die durch Antikörper vom IgE-Typ vermittelt werden und die sehr schnell nach Verzehr, in der Regel maximal 2 Stunden danach auftreten. Die Symptomatik variiert von Nesselsucht, Schwellung von Lippen/Zunge/Gaumen (sog. Angioödem), Rötung der Haut bis hin zu Durchfall, Übelkeit oder Herz-Kreislaufsymptomen.
  2. Ekzematöse Reaktionen vom verzögerten Typ treten meist innerhalb von 6-48 Stunden nach Verzehr des Allergens auf. Dabei kann es zu Hautreaktionen wie einem Aufflammen typischer Läsionen an den betroffenen Hautstellen (Prädilektionsstellen) wie bspw. Beugeseiten der Extremitäten, Hals und Wangen vorkommen. Solche Hautveränderungen treten meistens bei Säuglingen nach Änderung der Ernährung bzw. nach Einführung neuer Beikost auf.
    Zudem sind auch Kombinationen der zwei Reaktionsmuster möglich.

Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Akzeptanz ist, deine Erkrankung zu verstehen. Je mehr du über deine rheumatische Erkrankung weißt, desto besser kannst du damit umgehen und die Kontrolle über die Situation zurückgewinnen. Hier ist es ratsam, seriöse und vertrauensvolle Quellen zu nutzen und sich bei Bedarf von medizinischen Fachkräften oder Patientenorganisationen beraten zu lassen. Ein besseres Verständnis der Krankheit verringert die Angst vor dem Unbekannten und ermöglicht dir, informierte Entscheidungen zu treffen.

Kann man eine Nahrungsmittelallergie vorbeugen?

Nahrungsmittelallergien als mögliche Trigger einer Neurodermitis spielen insbesondere im Säuglings- und Kleinkindalter eine wichtige Rolle. Demnach kann man bereits während der Schwangerschaft und Stillzeit einzelne vorbeugende Maßnahmen ergreifen: Schwangere und stillende Mütter sollen auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achten. Auf potente Nahrungsmittelallergene sollte man in Schwangerschaft und Stillzeit nicht verzichten.

Stillen spielt eine wichtige Rolle in der Allergieprävention. Es wird empfohlen, nach Möglichkeit während der ersten 4 bis 6 Lebensmonate ausschließlich zu stillen. Nach Einführung von Beikost sollte weiter gestillt werden. Die Beikost-Einführung wird frühestens ab Beginn des fünften und spätestens ab Beginn des siebten Lebensmonats empfohlen. Bitte halte Rücksprache mit der Kinderärztin/ dem Kinderarzt bezüglich der Bereitschaft des Säuglings für die Beikost-Einführung. Sobald diese erfolgen kann, sollte die Ernährung vielfältig sein – dies beinhaltet unter anderem auch die Gabe von Fisch und eine begrenzte Menge Milch/Naturjoghurt und Hühnerei (verbacken oder hartgekocht). Die Meidung von Nahrungsmitteln mit potenten Allergenen im ersten Lebensjahr wird nicht empfohlen. Es gibt keine Belege bezüglich eines vorbeugenden Effekts.

Quellen:
S3-Leitlinie Atopische Dermatitis (https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-027);
S3-Leitlinie Allergieprävention (https://register.awmf.org/assets/guidelines/061-016l_S3_Allergiepraevention_2022-11.pdf)

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MS und Familienplanung – Tipps aus dem MS Service-Center von Biogen

Die Gründung einer Familie ist ein großer Schritt – für jeden! Für Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie Multiple Sklerose können sich jedoch noch ein paar zusätzliche Fragen stellen. Doch zunächst einmal: Multiple Sklerose ist kein Hindernis für einen Kinderwunsch. Die Erkrankung beeinträchtigt weder die Fruchtbarkeit von Frauen noch die Zeugungsfähigkeit von Männern.Schwangerschaft und Geburt verlaufen bei MS-Patientinnen in der Regel normal.2,3 Die MS wird nicht direkt von der Mutter oder dem Vater an das Kind vererbt und sollte deinem Kinderwunsch nicht im Weg stehen. Doch auch wenn die MS keine Erbkrankheit ist, gibt es ein kleines erbliches Risiko, daran zu erkranken.4

Das MS Service-Center von Biogen erhält viele Nachrichten und Anrufe von MS-Betroffenen, die sich mit dem Thema Kinderwunsch beschäftigen.

Die MS-Coaches aus dem MS Service-Center haben folgende 3 Tipps für dich bei Kinderwunsch:

  1. Schwangerschaft planen: Besprich deinen Kinderwunsch rechtzeitig mit deinem Neurologen/deiner Neurologin. Besonders für Frauen ist es wichtig, dass die MS vor Eintritt der Schwangerschaft stabil ist.3
  2. Medikamentenmanagement: Einige Medikamente müssen bereits Monate vor einer Schwangerschaft abgesetzt werden, andere erst währenddessen. Auch Männer sollten sich vor einer geplanten Zeugung mit ihrem Arzt/ihrer Ärztin abstimmen.
  3. Netzwerk aufbauen: Sorge rechtzeitig für Unterstützung durch professionelle Betreuungskräfte, Freunde und Verwandte, die dir bei Bedarf mit Kinderbetreuung oder Einkäufen helfen können.

Mehr Informationen gewünscht?

Das MS Service-Center steht dir zur Seite und hilft dir bei allen Fragen zu deinen persönlichen Erwartungen und Zukunftsplänen. Die Kontaktdaten findest du hier: https://mein.ms-life.de/service/service-team – ein Angebot der 360° Patienten-Services von Biogen.

1 Dobson R et al. UK consensus on pregnancy in multiple sclerosis: ‘Association of British Neurologists’ guidelines. Pract Neurol. 2019; 19(2): 106–114
2 Krysko K et al. Family planning considerations in people with multiple sclerosis. Lancet Neurol. 2022; 22(4): 350-366
3 Heesen C & Schiffmann I. Leitlinie Multiple Sklerose für Patientinnen und Patienten. Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) e.V.; AWMF-Register-Nr. 030–050; 2022
4 https://medlineplus.gov/genetics/condition/multiple-sclerosis/#inheritance aufgerufen am 31.07.2024

Mit freundlicher Unterstützung von:
Biogen – 246696

Salz und Problemhaut: Helfer aus der Natur für Neurodermitis- und Psoriasishaut

Die Vorstellung von einem Tag am Meer – Sand unter den Füßen, salzige Luft und das erfrischende Gefühl von Salzwasser auf der Haut – ruft nicht nur Urlaubserinnerungen wach, sondern birgt auch therapeutisches Potenzial für unsere Haut. Besonders für Menschen mit Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Psoriasis kann Salz ein wertvoller Helfer sein. Dieser Blogbeitrag beleuchtet, wie Meersalz die Haut positiv beeinflussen kann.

Die positiven Effekte von Meersalz

Natürlich und klärend

Salz ist ein natürlicher Wirkstoff ohne Zusatzstoffe, was es zu einem schonenden Pflegemittel für die Haut macht. Das salzhaltige Wasser weicht die Haut auf, befreit sie von abgestorbenen Hautschüppchen und hinterlässt ein samtweiches Gefühl. Dieser klärende Effekt erinnert an das erfrischende Hautgefühl nach einem Tag am Meer.

Antibakteriell und entzündungshemmend

Salz besitzt antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften, die besonders für Menschen mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Psoriasis von Vorteil sein können. Es kann die Ansiedlung von Bakterien verhindern und so Entzündungen vorbeugen. Durch seine desinfizierende Wirkung kann Salz die Wundheilung unterstützen und strapazierte Hautpartien beruhigen.

Feuchtigkeitsspendend

Meersalz enthält wertvolle Mineralien wie Magnesium und Calcium, die den Feuchtigkeitshaushalt der Haut positiv beeinflussen können. Nach der Anwendung von Salz auf der Haut ist es wichtig, eine geeignete Pflege aufzutragen. Salz kann die Haut austrocknen, daher ist eine gute Feuchtigkeitsversorgung unerlässlich, um Spannungsgefühle zu vermeiden.

Anwendung von Salz bei Problemhaut

Neurodermitis und Psoriasis

Bei Neurodermitis, einer Hauterkrankung, die mit extremer Trockenheit, Rötungen und Juckreiz einhergeht, kann Meersalz beruhigend wirken. Ein Salzbad oder Anwendungen mit Salz kann die Hautbarriere gestärkt und der Juckreiz gelindert werden.

Auch bei Psoriasis, einer Erkrankung, bei der sich die Hautzellen viel zu schnell erneuern und schuppige, entzündete Stellen entstehen, kann Salz unterstützend wirken. Salzbäder können die Hautschuppen ablösen, den Juckreiz mindern und Entzündungen entgegenwirken.

Salzpflege für Zuhause: Die Shower+ Salzdusche

Salzanwendungen müssen nicht auf den Urlaub am Meer beschränkt bleiben. Die Shower+ Salzdusche bietet eine praktische und effektive Möglichkeit, die positiven Eigenschaften von Salz in die tägliche Pflegeroutine zu integrieren. Entwickelt für empfindliche und problematische Hautzustände, ermöglicht die Shower+ Salzdusche eine schonende und ressourcenschonende Pflege, die die Haut reinigt und pflegt.

Mit der Shower+ Salzdusche kannst du von den Vorteilen eines Salz- oder Solebads profitieren, ohne dabei viel Zeit investieren zu müssen. Besonders für Menschen mit Neurodermitis, Schuppenflechte oder Akne ist diese zeitsparende Alternative ideal, um die Haut sanft zu behandeln und zu beruhigen.

Fazit

Salz ist ein vielseitiger und natürlicher Wirkstoff, der besonders bei problematischen Hautzuständen wie Neurodermitis und Psoriasis lindernd wirken kann. Ob durch ein entspannendes Salzbad oder die praktische Anwendung mit der Shower+ Salzdusche – Salz bietet eine wertvolle Unterstützung für die Hautpflege.

Für alle, die die Vorteile des Salzes in ihrer täglichen Pflegeroutine ausprobieren möchten, haben wir von Shower+ einen Rabattcode für das Starterset bekommen. Mit Tanja10 gibt es 10%! Eine tolle Gelegenheit, um das Gefühl wie am Meer in das eigene Badezimmer zu holen und der Haut etwas Gutes zu tun.

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Reisen mit MS – Tipps aus dem MS Service-Center von Biogen

Ferne Länder erkunden und Land und Leben kennenlernen. Das ist der Wunsch, den wohl einige Reisende haben. Doch auch mit einer MS-Erkrankung musst du darauf nicht verzichten! Mit der richtigen Vorbereitung und einer sorgfältigen Reiseplanung kannst du deinen Traum, fremde Kulturen zu erleben, uneingeschränkt verwirklichen. So steht spannenden Entdeckungsreisen nichts im Wege.

3 Tipps aus dem MS Service-Center für die Reisevorbereitung

1. Impfschutz überprüfen, wenn dich die Reiselust packt

Gehst du gedanklich noch eine Liste mit deinen liebsten Reisezielen durch oder weißt du schon, wohin du als nächstes aufbrichst? Das Reiseland ist entscheidend, wenn neben den für alle Personen empfohlenen Standardimpfungen weitere Impfungen erforderlich sind. Diese Impfungen zählen zu den sogenannten Indikationsimpfungen, die für bestimmte Risikogruppen oder – wie in deinem Fall – aufgrund von Reisen notwendig werden können.

Zusätzlich findest du auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes Reise- und Sicherheitshinweise für die einzelnen Länder und unter dem Punkt „Gesundheit“ auch Informationen zum Impfschutz.

2. Richtige Zeitplanung für deinen passenden Impfschutz

Damit du noch genügend Zeit hast, alle notwendigen Impfungen vor deiner Reise vornehmen zu lassen, solltest du dich frühzeitig vor deinem Reiseantritt ärztlich beraten lassen und einen „Impffahrplan“ erstellen lassen. Auch kann es notwendig sein, dass bestimmte MS-Medikamente bei der Planung der Impfungen berücksichtigt werden müssen, da sie den Impferfolg behindern könnten.

3. Unterlagen einpacken

Wenn du vereisen möchtest, solltest du daran denken, alle Unterlagen zu deinen Medikamenten mitzunehmen. Eine Medikamentenbestätigung von deinem Arzt/ deiner Ärztin hilft, mögliche Missverständnisse an Grenzkontrollen zu vermeiden. So stellst du sicher, dass du jederzeit gut versorgt bist.

Eine Vorlage für die Mitnahme von Medikamenten auf Reisen findest du z. B. hier: [externer Link: Formular-Aerztliches-Attest_Texteingabe_yqscjq.pdf (cloudinary.com)]

Weitere Informationen erhälst du auch im insta live „Sommer, Sonne, Reisezeit – mein Leben mit MS“ [externer Link: Biogen – Für mich | Patientenportal (biogen-fuer-mich.de)]. MS-Patientin Nele von Horsten und Neurologe Dr. Marc Pawlitzki tauschen sich dazu aus, wie man sich mit Multipler Sklerose auf die Sommerzeit vorbereiten kann. Dazu gehört z. B. der Umgang mit Hitze oder Tipps zur Vorbereitung auf die nächste Reise.

Wie kann das MS Service-Center bei der Reisevorbereitung unterstützen?

Mit all deinen Fragen rund um die Reiseplanung mit MS kannst du dich bei unserem MS Expertenteam melden. Die Kontaktdaten findest du hier: https://mein.ms-life.de/service/service-team  – ein Angebot der 360° Patienten-Services von Biogen.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Biogen – 245011

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