Hautschutz im Winter

Die kalte Jahreszeit stellt Menschen mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte regelmäßig vor besondere Herausforderungen. Oft verstärken sich Symptome wie Juckreiz, Trockenheit und Rötungen. Mit einer geeigneten Hautpflege könnt ihr eure Haut unterstützen: Vom 14.-25.11.2025 gibt es 12% Rabatt auf SIRIDERMA MED Produkte.

Warum ist Hautpflege im Herbst und Winter besonders wichtig?

In der kalten Jahreszeit entziehen Kälte und Heizungsluft der ohnehin trockenen Haut noch mehr Feuchtigkeit. So kommt es besonders leicht zu Ekzemen und Juckreiz. Deshalb ist die sogenannte Basispflege im Herbst und Winter umso wichtiger, um die Haut zu schützen und einem Schub möglichst vorzubeugen. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei auf folgenden Hautpartien liegen:

  • Hautstellen, die der Witterung besonders ausgesetzt sind, z.B. Gesicht und Hände
  • Hautstellen, die individuell empfindlich sind und ohnehin zu Irritationen neigen

Was sollte ich bei der Hautpflege in der kalten Jahreszeit beachten?

In der kalten Jahreszeit kann eine Anpassung der Basispflege sinnvoll sein. Während im Sommer mitunter eine leichtere Lotion zur Pflege der Haut ausreicht, sollte im Winter – wenn die Haut trockener wird – mehr Augenmerk auf rückfettenden Komponenten und Lipiden zum Schutz der Haut und zur Stärkung der Hautbarriere liegen. Besonders Hautpartien, die Wind und Wetter ausgesetzt sind, sollten mit einer reichhaltigen Creme oder Salbe mit hohem Fettanteil geschützt werden.

Anders sieht die Sache – auch im Winter – bei entzündlichen oder gar nässenden Hautstellen aus. Diese Hautpartien mögen keine fetthaltige Pflege, sondern brauchen eine leichte, beruhigende Pflege mit hohem Wasseranteil.

Wie finde ich die richtige Hautpflege?

Die Pflegeprodukte müssen hochverträglich – am besten auch klinisch getestet – sein und sollten keine Duftstoffe, austrocknenden Alkohole oder andere Reizfaktoren enthalten.

Die basische Spezialpflege SIRIDERMA MED wurde speziell für Menschen mit Neurodermitis oder Schuppenflechte entwickelt. Die Produkte sind auf die unterschiedlichen Hautzustände abgestimmt.

  • LIPID Intensivcreme: Die reichhaltige Intensivcreme mit hohem Lipidanteil und Nachtkerzenöl ist speziell für sehr trockene, schuppige und rissige Haut formuliert. Sie reduziert Hauttrockenheit und Spannungsgefühle, stärkt die Hautbarriere und reduziert nachweislich den Wasserverlust der Haut (TEWL).
  • HYDRO Intensivcreme: Die beruhigende Intensivcreme mit hohem Anteil an feuchtigkeitsspendenden Komponenten ist speziell auf die Bedürfnisse geröteter, gereizter und juckender Haut abgestimmt. Sie lindert Juckreiz und reduziert Rötungen und Reizungen.
  • AKUT Intensivmaske: Die Maske mit Zink und Sulfur wirkt leicht entzündungshemmend und wird zur Förderung der Regeneration akut betroffener Hautstellen als Maske – am besten über Nacht – eingesetzt. Sie kann sowohl für sehr trockene, rissige Haut, wie auch für gerötete, gereizte Haut eingesetzt werden. Im Anschluss sollte die Haut mit einer der beiden Intensivcremes – passend zum Hautzustand – gepflegt werden.

Vom 14.-25.11.2025 gibt es 12% Rabatt auf die SIRIDERMA MED Produkte im SIRIDERMA Onlineshop.*

* Ausgenommen von der Rabattaktion sind Kennenlern-Sets, Kombi-Angebote und das Basische Badekonzentrat 75g (Mini-Größe).

Mit freundlicher Unterstützung von:
Siriderma

Hautwochen:
vom 18. 11. bis 01.12. 2024

NIK e.V. und derma2go machen Neurodermitis, Psoriasis und Acne inversa sichtbar.

Die Suche nach der richtigen Diagnose, dem passenden Spezialisten und der besten Therapie gestaltet sich für viele Menschen mit chronisch entzündlichen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte (Psoriasis), Neurodermitis (Atopische Dermatitis) oder Acne inversa (Hidradenitis Suppurativa) oft langwierig. Viele Betroffene leiden unnötig, sei es aus Scham, fehlender Aufklärung oder weil sie keine adäquate Behandlung finden. Dabei gibt es effektive Therapiemöglichkeiten, die das Leben dieser Menschen deutlich verbessern können. Um das Bewusstsein dafür zu schärfen und den Zugang zu Hilfe zu erleichtern, starten NIK e.V., die Patienteninitiative für Autoimmunerkrankungen, und die Teledermatologie-Plattform derma2go auch im November 2024 wieder die Hautwochen.


Neue Struktor: Fokustage für spezifische Hauterkrankungen

Dieses Mal stehen die Hautwochen vom 18. November bis 01. Dezember unter einem neuen Konzept: An den Fokustagen widmen wir uns jeweils gezielt einer der drei Hauterkrankungen Neurodermitis, Psoriasis und Acne inversa. Die Fokustage bieten intensive Aufklärung, unterstützt durch spannende Webinare mit führenden Ärztinnen und authentischen Botschafterinnen, die selbst von diesen Erkrankungen betroffen sind.

Laura, @kratzen_bis_es_blutet (Neurodermitis)

Sine, @psoauty (Psoriasis)

Moritz, @acneinversasucks (Acne inversa)


Diese inspirierenden Persönlichkeiten teilen ihre persönlichen Erfahrungen und geben den Betroffenen eine Stimme. Sie helfen, Berührungsängste abzubauen und ermutigen, sich rechtzeitig Hilfe zu suchen.

Webinare & Insta Live: Expertenwissen direkt ins Wohnzimmer

Während der Hautwochen gibt es eine Vielzahl von digitalen Angeboten. Besonders hervorzuheben sind die kostenlosen Webinare mit renommierten Dermatolog*innen, die wertvolle Einblicke in aktuelle Therapiemöglichkeiten geben und auf individuelle Fragen der Teilnehmer eingehen.

Ein weiteres Highlight sind die Instagram-Live-Sessions auf dem Kanal von NIK e.V., bei denen Betroffene ihre brennenden Fragen an Dermatolog*innen stellen können. Unter dem Format „Heißer Stuhl“ moderiert NIK e.V. ein offenes Gespräch, bei dem die wichtigsten Fragen zu den jeweiligen Hauterkrankungen beantwortet werden.

Termine: Webinare

Welt-Neurodermitis-Tag 2024: Deine Therapie. Deine Entscheidung.

Am 14. September ist Welt-Neurodermitis-Tag. Jährlich wird der Tag weltweit dazu genutzt, das Bewusstsein für Neurodermitis zu schärfen und die Bedürfnisse der Betroffenen ins Zentrum zu rücken. Weltweit sind Millionen Menschen von der chronisch-entzündlichen Erkrankung betroffen – manche bereits seit ihrer Geburt, andere erkranken im Laufe ihres Lebens, teilweise auch erst im Erwachsenenalter. Sie leiden unter quälendem Juckreiz, entzündeten Hautpartien am ganzen Körper und erleben oftmals Stigmatisierung, Einsamkeit und Einschränkungen in ihrem täglichen Leben. Viele Menschen mit Neurodermitis waren teilweise jahrelang auf der Suche nach einer passenden Therapie und sind frustriert. Die Folge: Betroffene finden sich mit dem Status quo ab – sie spüren nach wie vor Symptome und lassen sich von der Erkrankung weiterhin einschränken.

Die Aktion

Die Patienteninitiative „Neurodermitis? Wen juckt’s“ möchte den Welt-Neurodermitis-Tag zum Anlass nehmen, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist, dass sich Betroffene am Entscheidungsprozess rund um ihre Gesundheit aktiv beteiligen. Unter dem Motto „Deine Therapie. Deine Entscheidung.“ möchte die Initiative ermutigen, die Erkrankung und die damit verbundenen Symptome hinzunehmen. Stattdessen kannst du mit einer aktiven Kommunikation im Arztgespräch an der Wahl deiner Therapie mitwirken. Wenn du und deine Ärztin oder dein Arzt ein Team seid, kann der Weg zur individuell passenden Therapie leichter werden.

Emotionale Geschichten von Patientinnen und hilfreiche Informationen rund um den Arztbesuch

Auf der Website der Initiative (https://www.neurodermitis-wen-juckts.de) findest du wertvolle Tipps, wie du dich selbst im Arztgespräch einbringen kannst. Auf dem Instagram-Kanal (https://www.instagram.com/wenjuckts.unsjuckts/) werden im September viele Erfahrungsberichte von Betroffenen geteilt – über ihren Weg zur passenden Behandlung und wie sie selbst in diesem Prozess aktiv geworden sind.

Mit freundlicher Unterstützung von: Abbvie

Neurodermitis und der Einfluss der Ernährung

Neurodermitis und der Einfluss der Ernährung

Kann Ernährung Deine Neurodermitis beeinflussen?

Kurz zusammengefasst:

  • Bestimmte Nahrungsmittel können bei manchen Betroffenen zu einer Verschlechterung der Neurodermitis führen.
  • Es lässt sich jedoch nicht pauschal sagen, dass bestimmte Nahrungsmittel für Patienten mit Neurodermitis ungeeignet seien.
  • Nicht jede vermutete Nahrungsmittelallergie kann medizinisch als solche bestätigt werden.
  • Wenn Du den Verdacht hast, dass eine Nahrungsmittelallergie vorliegt, führe ein Ernährungstagebuch und dokumentiere in welchem zeitlichen Zusammenhang sich die Haut nach Verzehr bestimmter Nahrungsmittel verändert.
  • Eine fachärztliche Kontrolle und Diagnostik ist zur Bestätigung des Verdachts auf eine Nahrungsmittelallergie erforderlich.
  • Vermeide voreilige Anpassungen oder den eigenständigen Verzicht auf vermutete Nahrungsmittelallergene, um Mangelzustände zu vermeiden!

Kann meine Neurodermitis auf Nahrungsmittel reagieren?

Nahrungsmittel können bei manchen Personen zu einer Verschlechterung der Neurodermitis führen. Dabei können sich die verantwortlichen Nahrungsmittel je nach Patient unterscheiden. Wichtig zu beachten ist hierbei, dass nicht jede vermutete Nahrungsmittelallergie medizinisch als solche bestätigt werden oder eine relevante Auswirkung auf die Neurodermitis haben kann.

Es ist auch deshalb leider nicht möglich pauschal zu sagen, dass bestimmte Nahrungsmittel bei Neurodermitis vermieden werden sollten. Auch gibt es keine Diät, die zur Linderung der Hautveränderungen oder zur Vorbeugung der Schübe einer Neurodermitis dienen kann.

Tipp: Wenn Du die Vermutung hast, dass Deine Neurodermitis durch bestimmte Nahrungsmittel verschlechtert wird, ist es sinnvoll in erster Linie ein Tagebuch zu führen. Dokumentiere genau alles, was Du isst und trinkst und wie sich der Hautzustand ändert. Führe das Tagebuch am besten über mehrere Wochen. Falls die Hautveränderungen tatsächlich aufgrund einer Nahrungsmittelallergie auftreten, passiert das meistens mit einer Verzögerung von 6-48 Stunden nach Verzehr. So kannst Du potenzielle Auslöser identifizieren. Eine Abklärung durch eine Hautärztin/ einen Hautarzt (mit Zusatzbezeichnung Allergologie) ist für die Kontrolle und Diagnostik unbedingt zu empfehlen. Beachte bitte, dass der eigenständige Verzicht auf vermutliche Nahrungsmittelallergene die Gefahr von Mangelzuständen birgt!

Wurden bei Dir allerdings persönliche Trigger-Nahrungsmittel identifiziert, solltest Du diese meiden.
Neurodermitis kann nicht allein durch eine angepasste Ernährung bzw. Diät und das Vermeiden vermuteter Allergene kontrolliert werden.

Nahrungsmittelallergien kommen bei Kindern mit Neurodermitis häufiger vor als bei der Allgemeinbevölkerung. Im Erwachsenenalter spielen sogenannte Pollen-assoziierte Nahrungsmittelallergien eine Rolle: diese treten meistens bei Personen auf, die auf Frühblüher allergisch reagieren. Wenn man gegen Hasel, Erle, Birke allergisch ist, kann es passieren, dass nach dem Genuss von z.B. frischen Äpfeln die Lippen jucken oder der Gaumen kratzt.

Es gibt prinzipiell zwei Reaktionsmuster bei Nahrungsmittelallergien:

  1. Die Soforttyp-Reaktionen, die durch Antikörper vom IgE-Typ vermittelt werden und die sehr schnell nach Verzehr, in der Regel maximal 2 Stunden danach auftreten. Die Symptomatik variiert von Nesselsucht, Schwellung von Lippen/Zunge/Gaumen (sog. Angioödem), Rötung der Haut bis hin zu Durchfall, Übelkeit oder Herz-Kreislaufsymptomen.
  2. Ekzematöse Reaktionen vom verzögerten Typ treten meist innerhalb von 6-48 Stunden nach Verzehr des Allergens auf. Dabei kann es zu Hautreaktionen wie einem Aufflammen typischer Läsionen an den betroffenen Hautstellen (Prädilektionsstellen) wie bspw. Beugeseiten der Extremitäten, Hals und Wangen vorkommen. Solche Hautveränderungen treten meistens bei Säuglingen nach Änderung der Ernährung bzw. nach Einführung neuer Beikost auf.
    Zudem sind auch Kombinationen der zwei Reaktionsmuster möglich.

Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Akzeptanz ist, deine Erkrankung zu verstehen. Je mehr du über deine rheumatische Erkrankung weißt, desto besser kannst du damit umgehen und die Kontrolle über die Situation zurückgewinnen. Hier ist es ratsam, seriöse und vertrauensvolle Quellen zu nutzen und sich bei Bedarf von medizinischen Fachkräften oder Patientenorganisationen beraten zu lassen. Ein besseres Verständnis der Krankheit verringert die Angst vor dem Unbekannten und ermöglicht dir, informierte Entscheidungen zu treffen.

Kann man eine Nahrungsmittelallergie vorbeugen?

Nahrungsmittelallergien als mögliche Trigger einer Neurodermitis spielen insbesondere im Säuglings- und Kleinkindalter eine wichtige Rolle. Demnach kann man bereits während der Schwangerschaft und Stillzeit einzelne vorbeugende Maßnahmen ergreifen: Schwangere und stillende Mütter sollen auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achten. Auf potente Nahrungsmittelallergene sollte man in Schwangerschaft und Stillzeit nicht verzichten.

Stillen spielt eine wichtige Rolle in der Allergieprävention. Es wird empfohlen, nach Möglichkeit während der ersten 4 bis 6 Lebensmonate ausschließlich zu stillen. Nach Einführung von Beikost sollte weiter gestillt werden. Die Beikost-Einführung wird frühestens ab Beginn des fünften und spätestens ab Beginn des siebten Lebensmonats empfohlen. Bitte halte Rücksprache mit der Kinderärztin/ dem Kinderarzt bezüglich der Bereitschaft des Säuglings für die Beikost-Einführung. Sobald diese erfolgen kann, sollte die Ernährung vielfältig sein – dies beinhaltet unter anderem auch die Gabe von Fisch und eine begrenzte Menge Milch/Naturjoghurt und Hühnerei (verbacken oder hartgekocht). Die Meidung von Nahrungsmitteln mit potenten Allergenen im ersten Lebensjahr wird nicht empfohlen. Es gibt keine Belege bezüglich eines vorbeugenden Effekts.

Quellen:
S3-Leitlinie Atopische Dermatitis (https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-027);
S3-Leitlinie Allergieprävention (https://register.awmf.org/assets/guidelines/061-016l_S3_Allergiepraevention_2022-11.pdf)

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Stressfrei pflegen – Eincreme-Tipps für Eltern aus der NIK-Community

Wenn euer Kind von Neurodermitis betroffen ist, wisst ihr, wie wichtig regelmäßige und liebevolle Pflege ist. Leider ist das manchmal gar nicht so einfach, weil viele Kinder und Babys sich nicht gerne eincremen lassen. Hier lest ihr, welche Eincreme-Tipps Eltern aus der NIK-Community haben, und welche Hautpflege der empfindlichen Haut guttut.

Kleine Rituale sorgen für Spaß – so klappt es mit dem Eincremen

Viele Eltern kennen das: Schon der Anblick der Cremetube sorgt für Diskussionen oder sogar Tränen und Geschrei. Denn für Kinder ist das Eincremen nicht nur „lästige Pflicht“, es ist oft langweilig, nervig und doof. Und wenn dann auch noch die Creme kalt ist, dann ist es mit der guten Laune schnell vorbei. Wir haben in der NIK-Community gefragt, was das Eincremen von Babys und Kindern erleichtert und ein paar tolle Tipps für euch erhalten, die wir hier zusammenfassen:

Feste Routine und Rituale: Feste Abläufe geben Kindern Sicherheit. Es kann helfen, wenn das Eincremen ein fester Bestandteil der Routine am Morgen und am Abend ist und mit einem schönen, wiederkehrenden Ritual verknüpft wird. Die Kinder wissen dann, was sie erwartet, und können sich darauf einstellen.

  • „Wir cremen mindestens morgens und abends! Ritual mit spielen und singen!“
  • „Abends ist das Eincremen ein festes Ritual. Es gehört dazu wie Zähneputzen.“
  • „Mit einem Lied – morgens und abends.“

Spielerisch und mit Musik: Es kann helfen, das lästige Eincremen mit etwas zu verbinden, das dem Kind Freude macht. Das lenkt nicht nur ab, es kann im Optimalfall das Eincremen sogar in ein positives Erlebnis verwandeln. Gemeinsames Singen, ein Buch oder ein kleines Video ansehen oder direkt das Eincremen zum Spiel machen – all das kann helfen, das Eincremen in ein richtiges Erlebnis zu verwandeln.

  • „Wir machen Punkte mit der Creme wie bei einem Marienkäfer, die das Kind dann verreiben kann.
  • „Unsere Kleine lässt sich wunderbar durchs Vorsingen ablenken.“
  • „Wir cremen morgens und abends und der Kleine (18 Monate) guckt dabei Wimmelbücher. Nach dem Baden gibt es eine Massage mit viel Creme und Gesang.“
  • „Unserem Jungen in der Familie helfen da auch oft Spiele, wie z.B. in einen Superhelden oder Geist verwandeln.“
  • „Mein kleiner Mann darf dabei Bagger-Videos anschauen.“
  • „Bei uns hilft es öfter mal, dass er sich in einen Geist verwandelt durchs Cremen. Kind findet es lustig und eincremen wird dadurch angenehmer.“

Mitmachen lassen: Kinder sind stolz, wenn sie mithelfen können und auch schon mal etwas allein machen dürfen. Das kann auch das Eincremen von Mama und Papa sein.

  • „Er ist so stolz, dass er die Cremetuben nun endlich selbst öffnen kann und es hilft, dass er abwechselnd auch mich eincremen darf.“
  • „Meine Kinder haben Spaß daran sich selbst einzucremen. Deshalb brauchen wir ständig neue Cremes, weil sie einfach zu viel davon benutzen.“
  • „Mein Kind (2,5) liebt eincremen, wenn er selbst mitmachen darf. Am besten auf ein Handtuch setzen, da nicht alles auf der Haut landet. Mama darf dann auch meist verstreichen.“

Hilfsmittel und Neues austesten: Zwar mögen die meisten Kinder feste Abläufe. Wenn sich die tägliche Eincreme-Routine aber schon zu einem vorhersehbaren Drama entwickelt hat, kann das Ausprobieren von neuen Dingen oder kleinen Hilfsmitteln helfen. Dann fühlt sich das Eincremen vielleicht einfach mal anders, lustig oder spannend statt unangenehm an.

  • „Mit einem Make-up-Schwamm geht es bei uns super.“
  • „Mit einem Schminkpinsel funktioniert es super gut.“

Creme anwärmen: Wer kennt das nicht? Creme direkt aus der Tube auf die Haut – das fühlt sich kalt und unangenehm an. Nur haben Erwachsene dafür ein sehr viel höhere Toleranzschwelle als Kinder. Daher ist es immer hilfreich, die Creme vor dem Auftragen in der Hand etwas anzuwärmen.

  • „Unsere große Tochter war von klein an (6. Lebenswoche) von Neurodermitis betroffen und ja eincremen wollte sie auch nicht, aber wir haben ein festes Ritual daraus gemacht. Ich habe die Creme zwischen den Händen erwärmt und sie dann mit einem spontanen Lied abgelenkt. Mit 3 hat sie alle Stellen, wo sie selbst drankam, allein eingecremt und sich meist nur für die Rückseite Hilfe geholt.“

Die passende Pflegecreme finden: Neben kleinen, hilfreichen Ritualen ist auch die Auswahl der richtigen Pflegecreme wichtig. Die Cremes sollten hochverträglich sein und die empfindliche Haut nicht zusätzlich reizen. Und eine Creme, die einmal auf der Haut gebrannt hat, wird ein Kind bei nächsten Mal mit großer Wahrscheinlichkeit ablehnen. Daher sollten die Produkte frei von Duftstoffen, Konservierungsstoffen und austrocknenden Alkoholen sein. Die hochverträglichen Hautpflegeprodukte von SIRIDERMA wurden speziell für die Bedürfnisse empfindlicher, zu Neurodermitis neigender Haut entwickelt und sind besonders für Babys und Kinder geeignet. Mit dem Code BABYPFLEGE10 könnt ihr euch 10% Rabatt auf die SIRIDERMA BABY Produkte (für die tägliche Basispflege) sowie die SIRIDERMA MED Produkte (für die Pflege bei akuten Hautproblemen) sichern.*

* Code gültig bis 15.09.2024. Nicht gültig auf Kennenlern-Sets und Kombi-Angebote oder in Verbindung mit anderen Rabattcodes.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Siriderma

Salz und Problemhaut: Helfer aus der Natur für Neurodermitis- und Psoriasishaut

Die Vorstellung von einem Tag am Meer – Sand unter den Füßen, salzige Luft und das erfrischende Gefühl von Salzwasser auf der Haut – ruft nicht nur Urlaubserinnerungen wach, sondern birgt auch therapeutisches Potenzial für unsere Haut. Besonders für Menschen mit Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Psoriasis kann Salz ein wertvoller Helfer sein. Dieser Blogbeitrag beleuchtet, wie Meersalz die Haut positiv beeinflussen kann.

Die positiven Effekte von Meersalz

Natürlich und klärend

Salz ist ein natürlicher Wirkstoff ohne Zusatzstoffe, was es zu einem schonenden Pflegemittel für die Haut macht. Das salzhaltige Wasser weicht die Haut auf, befreit sie von abgestorbenen Hautschüppchen und hinterlässt ein samtweiches Gefühl. Dieser klärende Effekt erinnert an das erfrischende Hautgefühl nach einem Tag am Meer.

Antibakteriell und entzündungshemmend

Salz besitzt antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften, die besonders für Menschen mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Psoriasis von Vorteil sein können. Es kann die Ansiedlung von Bakterien verhindern und so Entzündungen vorbeugen. Durch seine desinfizierende Wirkung kann Salz die Wundheilung unterstützen und strapazierte Hautpartien beruhigen.

Feuchtigkeitsspendend

Meersalz enthält wertvolle Mineralien wie Magnesium und Calcium, die den Feuchtigkeitshaushalt der Haut positiv beeinflussen können. Nach der Anwendung von Salz auf der Haut ist es wichtig, eine geeignete Pflege aufzutragen. Salz kann die Haut austrocknen, daher ist eine gute Feuchtigkeitsversorgung unerlässlich, um Spannungsgefühle zu vermeiden.

Anwendung von Salz bei Problemhaut

Neurodermitis und Psoriasis

Bei Neurodermitis, einer Hauterkrankung, die mit extremer Trockenheit, Rötungen und Juckreiz einhergeht, kann Meersalz beruhigend wirken. Ein Salzbad oder Anwendungen mit Salz kann die Hautbarriere gestärkt und der Juckreiz gelindert werden.

Auch bei Psoriasis, einer Erkrankung, bei der sich die Hautzellen viel zu schnell erneuern und schuppige, entzündete Stellen entstehen, kann Salz unterstützend wirken. Salzbäder können die Hautschuppen ablösen, den Juckreiz mindern und Entzündungen entgegenwirken.

Salzpflege für Zuhause: Die Shower+ Salzdusche

Salzanwendungen müssen nicht auf den Urlaub am Meer beschränkt bleiben. Die Shower+ Salzdusche bietet eine praktische und effektive Möglichkeit, die positiven Eigenschaften von Salz in die tägliche Pflegeroutine zu integrieren. Entwickelt für empfindliche und problematische Hautzustände, ermöglicht die Shower+ Salzdusche eine schonende und ressourcenschonende Pflege, die die Haut reinigt und pflegt.

Mit der Shower+ Salzdusche kannst du von den Vorteilen eines Salz- oder Solebads profitieren, ohne dabei viel Zeit investieren zu müssen. Besonders für Menschen mit Neurodermitis, Schuppenflechte oder Akne ist diese zeitsparende Alternative ideal, um die Haut sanft zu behandeln und zu beruhigen.

Fazit

Salz ist ein vielseitiger und natürlicher Wirkstoff, der besonders bei problematischen Hautzuständen wie Neurodermitis und Psoriasis lindernd wirken kann. Ob durch ein entspannendes Salzbad oder die praktische Anwendung mit der Shower+ Salzdusche – Salz bietet eine wertvolle Unterstützung für die Hautpflege.

Für alle, die die Vorteile des Salzes in ihrer täglichen Pflegeroutine ausprobieren möchten, haben wir von Shower+ einen Rabattcode für das Starterset bekommen. Mit Tanja10 gibt es 10%! Eine tolle Gelegenheit, um das Gefühl wie am Meer in das eigene Badezimmer zu holen und der Haut etwas Gutes zu tun.

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Schweregrade in der Neurodermitis

Spürst du deine Neurodermitis gelegentlich durch ein Jucken und leidest du ab und zu unter trockener Haut? Oder ist der Juckreiz so stark, dass er dein ganzes Leben auf den Kopf stellt und deinen Alltag massiv beeinträchtigt? Den Schweregrad deiner Neurodermitis zu kennen, ist wichtig, um für deine spezifischen Symptome individuell angepasste Therapievorschläge zu bekommen. Dieses Wissen trägt so dazu bei, die Symptome effektiver zu lindern und deine Lebensqualität entscheidend zu verbessern.

So wird der Schweregrad festgestellt

Um den Schweregrad der Neurodermitis zu bestimmen, gibt es verschiedene wissenschaftliche Methoden, unter anderem:

  • Der EASI (Eczema Area and Severity Index) misst die betroffenen Körperbereiche und die Schwere der Symptome.
  • Für die Intensität deines Juckreizes wird die numerische Rating-Skala (NRS) hinzugezogen. Dafür steht die Skala von 0 bis 10 zur Verfügung, auf der du die Stärke des Juckreizes einordnest.
  • Der DLQI (Dermatology Life Quality Index) -Fragebogen hilft zu verstehen, wie sehr die Neurodermitis das tägliche Leben beeinflusst, von sozialen Interaktionen bis zum emotionalen Wohlbefinden.

Für die Entwicklung einer wirksamen Behandlungsstrategie sind diese Methoden eine gute Basis. Mache dir aber auch selbst immer wieder bewusst, wie es dir aktuell mit deiner Haut geht. Oft sind die Symptome schon so alltäglich, dass du sie nicht mehr als so schlimm wahrnimmst. Manchen Betroffenen fällt es auch schwer, ihre Beschwerden in Worte auszudrücken. Der Neurodermitis-Alltags-Check auf der Website der Initiative „Neurodermitis? Wen juckt’s?“ kann dich dabei unterstützen, deinen Gesundheitszustand zu dokumentieren und ihn auch bei deinem nächsten Arztbesuch parat zu haben.

Leitliniengerechte Behandlung je nach Schweregrad

Nach der S3-Leitlinie für Atopische Dermatitis* werden die Schweregrade in trockene Haut, leichte bis moderate Ekzeme sowie moderate bis schwere Ekzeme eingeteilt. In der ersten Stufe können oft bereits rückfettende Cremes und Salben helfen, die Symptome zu lindern. Bei leichten bis moderaten Ekzemen (Stufe 2) sind ergänzend zu der Basispflege oftmals auch äußerliche (topische) Arzneimittel erforderlich, um die Entzündungen wirksam zu bekämpfen. Bei moderaten bis schwer ausgeprägten Ekzemen und starkem Juckreiz (Stufe 3) müssen über die äußerliche Arzneimitteltherapie hinaus oft auch innerliche (systemische) Behandlungen, z. B. sogenannte JAK-Inhibitoren oder Biologika, in Betracht gezogen werden.

Warum es bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis eine andere Behandlung braucht, liegt auf der Hand: Bei ausgeprägteren Stadien der chronisch-entzündlichen Erkrankung sind Salben oft nicht ausreichend. Es wird notwendig, tiefergreifende Behandlungen einzusetzen, die direkt auf das Immunsystem einwirken und die überschießende Reaktion des Immunsystems regulieren. Diese intensiveren Therapien zielen darauf ab, langfristige Verbesserungen zu erreichen und die Lebensqualität nachhaltig zu steigern.

Es ist essenziell, gut informiert zu sein und die verfügbaren Behandlungsoptionen zu verstehen. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin über eine Neubewertung deiner Symptome und mögliche Anpassungen deiner Therapie, falls du das Gefühl hast, mit deiner derzeitigen Behandlung nicht weiterzukommen. Auf der Website von „Neurodermitis? Wen juckt’s?“ findest du hilfreiche Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten und Tools zur Vorbereitung auf dein nächstes Arztgespräch.

Mit freundlicher Unterstützung von:

Logo des Unternehmens AbbVie, der Name "abbvie" in dunkelblauer, moderner Schrift auf weißem Hintergrund.
*Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. S3-Leitlinie „Atopische Dermatitis“ (AWMF-Registernr. 013-027) (2023). Online verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-027 (zuletzt abgerufen am 14.06.2024)

Die Verbindung zwischen Neurodermitis und Allergien

Die Verbindung zwischen Neurodermitis und Allergien: Ursachen und Auslöser

Zusammengefasst:

  • Atopische Dermatitis ( Neurodermitis) ist eine chronische, schubartig verlaufende, entzündliche Erkrankung der Haut, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen kann.
  • Allergien sind gezielte, übermäßige Reaktionen des Immunsystems gegen normalerweise harmlose Substanzen wie z.B. Pollen.
    Von einer Allergie sollte eine Sensibilisierung unterschieden werden, bei der ein positiver Allergietest vorliegen kann, jedoch keine Allergiesymptomatik vorliegen muss.
  • Das atopische Ekzem ist keine Allergie, jedoch können Betroffene verschiedene Allergien im Laufe des Lebens entwickeln, welche wiederum die Hauterkrankung beeinflussen können.
  • Ein positiver Allergietest ist nicht mit einer ausgeprägten Allergiesymptomatik gleichzusetzen. Eine gründliche ärztliche Bewertung ist daher immer unerlässlich.
  • Wenn Sie den Verdacht haben, an einer Allergie zu leiden, sollte eine fachärztliche Vorstellung und Diagnostik erfolgen. Der eigenständige Verzicht auf vermutete Allergene oder ein Versuch des Weglassens bestimmter Lebensmittel ist nicht sinnvoll und kann sogar zu bedrohlichen Mangelerscheinungen führen.

Neurodermitis ist eine weitverbreitete Erkrankung, die in vielen Fällen bereits im Kindesalter auftritt. Neurodermitis wird auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt. Es handelt sich dabei um eine chronische, schubartig verlaufende, entzündliche Erkrankung der Haut, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen kann. Der Begriff „Ekzem“ beschreibt allgemein entzündete Haut mit Rötung, Schwellung, Nässen und Juckreiz. Es gibt mehrere Arten von Ekzemen, wobei das atopische Ekzem die häufigste Form ist. Das Wort „Atopie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Ortlosigkeit“. Man versteht unter Atopie die genetisch bedingte Neigung zur Überempfindlichkeit gegenüber harmlosen Substanzen. Zu den atopischen Erkrankungen zählen neben der Neurodermitis auch Asthma, Heuschnupfen, allergische Bindehautentzündung und Nahrungsmittelallergien.

Die Diagnose einer atopischen Dermatitis wird üblicherweise von einem Arzt/ einer Ärztin der Fachrichtung Dermatologie, Allgemein- oder Kinder- und Jugendmedizin anhand der sichtbaren Zeichen an den betroffenen Hautstellen und der möglicherweise vorliegenden Begleitsymptome wie Juckreiz und Schlaflosigkeit gestellt. Häufig ist auch die Krankengeschichte des Patienten und/oder der Familie relevant: Sind weitere Familienmitglieder an einer atopischen Dermatitis erkrankt? Gibt es Allergien, Asthma oder Heuschnupfen?

Doch wie entsteht diese komplexe Erkrankung? Welche Rolle spielen genetische und umweltbedingte Faktoren? Und wie kann man erkennen, ob die Beschwerden in Verbindung zu einer Allergie stehen? In diesem Beitrag erhalten Sie einen Einblick in die Welt der Neurodermitis, deren mögliche Ursachen, Auslöser sowie die Rolle von Allergien dabei.

Entstehung und Verlauf einer Neurodermitis

Die genauen Mechanismen, die zur Entstehung der atopischen Dermatitis führen, sind leider bisher nicht vollständig geklärt. Es ist jedoch bekannt, dass die Entzündung der Haut durch eine Kombination verschiedener Einflussfaktoren bedingt ist, d.h. dass es nicht nur eine Ursache gibt. Unterschiedliche angeborene und erworbene Faktoren, wie Störungen des Immunsystems und/oder der Hautbarriere, können zur Entwicklung der Erkrankung beitragen.

Die Erkrankung verläuft langwierig und schubartig, d.h. es gibt Phasen der akuten Verschlechterung (Schübe) und ruhigere Phasen. Meist beginnt die Krankheit im Kindesalter und bessert sich oder verschwindet bis zur Pubertät, kann jedoch auch bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben oder erst dann auftreten.

Ein Schub äußert sich durch akut juckende und entzündete Haut. Auch zwischen den Schüben kann die Haut empfindlich auf unterschiedliche Umweltfaktoren reagieren (Stress, Hautprodukte, Temperaturschwankungen, Schweiß, Wolle, bestimmte Lebensmittel u.a.). Die Auslöser eines Schubs sind individuell unterschiedlich und können z.B. Wetterumschwünge, heiße Duschen, aggressive Seifen, emotionaler Stress und mehr sein [1,3].

Neurodermitis und Allergien: Zusammenhänge und Unterschiede

Allergien sind gezielte, übermäßige Reaktionen des Immunsystems gegen normalerweise harmlose Substanzen wie Pollen, Nahrungsmittel, Hausstaubmilben oder andere Allergene. Von einer Allergie sollte eine Sensibilisierung unterschieden werden, dabei handelt es sich um eine Änderung der Immunitätslage, die zu einem positiven Allergietest führen kann, jedoch keine Allergiesymptomatik hervorrufen muss. Das atopische Ekzem ist keine Allergie, jedoch können Betroffene verschiedene Allergien (z.B. auf Pollen, Nahrungsmittel, Hausstaubmilben) im Laufe des Lebens entwickeln, welche wiederum die Hauterkrankung beeinflussen können.

Subtypen von Allergien

Es gibt insgesamt vier Allergietypen. Für die atopische Dermatitis sind insbesondere Typ I und Typ IV Allergien relevant.

Typ I Allergien

Bei der Typ I Allergie handelt es sich um eine IgE-vermittelte Reaktion, bei der nach Kontakt mit dem Allergen spezifische IgE-Antikörper aus den weißen Blutkörperchen ausgeschüttet werden, die zur Freisetzung von Histamin führen. Diese Reaktion kann sofort oder verzögert auftreten und potenziell lebensbedrohlich sein. Nach einem ersten Kontakt mit dem Allergen (Sensibilisierung) kommt es bei erneutem Kontakt, innerhalb weniger Sekunden bis Minuten (Soforttyp-Reaktion) oder 6-24 Stunden (Spätphase) zur allergischen oder sogar anaphylaktischen Reaktion (akute, potenziell lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktion mit Symptomen wie Nesselsucht, Erbrechen, Durchfall, Atemnot bis hin zu Kreislaufversagen oder Tod).

Typische Auslöser und Symptome von Typ I Allergien bei Atopikern sind: Aeroallergene, die über die Luft transportiert werden (Pollen, Tierhaare, Milben, Schimmel u.a.) und zu einer Verschlechterung von Heuschnupfen, Asthma, aber auch der Neurodermitis führen können.

Nahrungsmittelallergene (Nüsse, Soja, Ei, Weizen, Milcheiweiß, Steinobst, Schalentiere u.a.) können zur Verschlechterung atopischer Krankheiten oder zu Magen-Darm-Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall führen. Reaktionen an der Haut treten meist verzögert innerhalb von 6 bis 48 Stunden nach Verzehr des Allergens ein. Dabei kann es zu einem Aufflammen typischer betroffener Hautstellen (Beugeseiten der Extremitäten, Hals, Wangen) kommen. Solche Hautveränderungen treten meistens bei Säuglingen nach Änderung der Ernährung bzw. nach Einführung neuer Beikost auf.

Nahrungsmittelallergien kommen bei Kindern mit atopischer Dermatitis häufiger vor als bei der Allgemeinbevölkerung. Im Erwachsenenalter spielen sogenannte Pollen-assoziierte Nahrungsmittelallergien eine Rolle: diese treten meistens bei Personen auf, die auf Frühblüher allergisch reagieren. Wenn man gegen Hasel, Erle, Birke allergisch ist, kann es passieren, dass es nach dem Genuss von frischen Äpfeln die Lippen jucken oder der Gaumen kratzt.

Typ IV Allergien

Typ IV Allergien sind zelluläre, antikörperunabhängige Immunreaktionen, die verzögert auftreten und zu entzündlichen Reaktionen führen können. Typische Auslöser sind Nickel, Duftstoffe Perubalsam, Inhaltsstoffe äußerlich angewendeter Arzneimittel (Cremes etc.), Kosmetika, Kleidung, Modeschmuck, pflanzliche Inhaltsstoffe (Ringelblume, Arnica, Teebaumöl u.v.m), aber auch berufsbedingte Allergene wie Mehl, Ei, Backhilfsstoffe in der Bäckerei, Tinten-/Druckerfarben, Kleber, Dauerwellmittel, Farbstoffe bei Frisören, Gummihilfsstoffe, Putz-/Desinfektionsmittel bei Gebäudereinigung).

Allergien erkennen

Erste Hinweise auf eine Allergie ergeben sich auf Basis der Krankengeschichte und des klinischen Verlaufs des Ekzems. Bei Verdacht auf eine Allergie wird eine individualisierte Diagnostik vorgenommen.

Für Typ I Allergien stehen uns Hauttests (Prick-Test) und In-vitro-Tests zur Verfügung. Typ IV Allergien werden mittels Epikutantest nachgewiesen.

Prick-Test

Beim Prick-Test werden meistens am Unterarm jeweils ein Tropfen einer standardisierten Testlösung aufgetragen, danach wird die Haut mit einer Lanzette sehr leicht gestochen. Zudem müssen Kontrolllösungen verwendet werden – ein Tropfen Kochsalzlösung stellt die Negativkontrolle dar, die keine Reaktion auslöst, ein Tropfen histaminhaltiger Lösung stellt die Positivkontrolle dar, die zu einer Hautreaktion führen sollte.

In-vitro-Test

Bei den In-vitro-Testungen handelt es sich um Laboruntersuchungen, mit deren Hilfe spezifische IgE-Antikörper nachgewiesen werden können bzw. die Gesamt-IgE-Konzentration im Serum bestimmt werden kann. Die alleinige Bestimmung dieser Werte lässt jedoch keine Aussage über die Ausprägung der Allergie zu.

Epikutantest

Typ IV Allergien werden mittels Epikutantest nachgewiesen. Dabei werden verdächtige Kontaktallergene als Testsubstanzen mit Hilfe kleiner Tiegelchen am Rücken aufgebracht und mit Pflaster überklebt. Es erfolgen dann Ablesungen nach 48 und nach 72 Stunden. Besteht eine Kontaktallergie, würde an der Stelle des Kontaktes zum Allergen eine Hautreaktion (meistens im Sinne eines Ekzems) auftreten [1,3].

Wie viele Patienten mit Neurodermitis haben nun echte Allergien?

Etwa ein Drittel der Kinder mit schwerer Neurodermitis leiden an einer Nahrungsmittelallergie, während diese bei erwachsenen Neurodermitis-Betroffenen eher selten sind. Nahrungsmittelallergien und Neurodermitis treten häufiger gemeinsam auf, wenn die Neurodermitis früh einsetzt sowie chronisch und schwer verläuft [1,4,5].

Der genaue Anteil der Patienten mit Neurodermitis, die auch relevante Allergien haben, ist nicht bekannt. Zudem sind die Einflüsse von Allergien auf die Entstehung oder Verschlechterung einer Neurodermitis nicht ausreichend erforscht.

Viele Patienten mit Neurodermitis reagieren aber auch empfindlich auf Umweltallergene wie Pollen, Hausstaubmilben und Tierhaare, die zu einer Verschlimmerung der Ekzeme nach Hautkontakt oder Inhalation führen können [6-9].

Wichtig

Ein positiver Allergietest ist nicht mit einer ausgeprägten Allergiesymptomatik gleichzusetzen. Eine gründliche ärztliche Bewertung ist daher immer unerlässlich. Eine Vermeidung von Allergenen wie z.B. mit Milbenbezügen und anderen Maßnahmen ist nur angebracht, wenn eine Allergie ärztlich diagnostiziert wurde und selbst dann kann der Nutzen von Vermeidung gering sein.

Wenn Sie den Verdacht haben, an einer Allergie zu leiden, sollte eine fachärztliche Vorstellung und Diagnostik erfolgen. Der eigenständige Verzicht auf vermutete Allergene oder ein Versuch des Weglassens bestimmter Lebensmittel ist nicht sinnvoll und kann sogar zu bedrohlichen Mangelerscheinungen führen. Zudem deuten wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hin, dass die Vielfalt der Ernährung eines Kindes im ersten Lebensjahr eine vorbeugende Wirkung auf die Entwicklung von atopischen Erkrankungen haben kann.

Wenn Sie jedoch die Vermutung haben, dass die Neurodermitis durch bestimmte Nahrungsmittel verschlechtert wird, ist es sinnvoll in erster Linie ein Tagebuch über mehrere Wochen zu führen. Dokumentieren Sie genau, alles was gegessen und getrunken wird und wie sich der Hautzustand ändert. Beachten Sie, falls die Hautveränderungen tatsächlich aufgrund einer Nahrungsmittelallergie auftreten, passiert das meistens mit einer Verzögerung von 6 bis 48 Stunden nach dem Verzehr. [2,6,9]

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Quellen:

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AWMF: S3-Leitlinie atopische Dermatitis, Abrufbar unter: https://register.awmf.org/assets/guidelines/013-027l_S3_Atopische-Dermatitis-AD-Neurodermitis-atopisches-Ekzem_2023-07.pdf

AWMF: S3-Leitlinie Allergieprävention, Abrufbar unter: https://register.awmf.org/assets/guidelines/061-016l_S3_Allergiepraevention_2022-11.pdf

Braun Falco’s Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Springer Berlin, ISBN: 978-3-662-49545-2

Wassmann A, Werfel T. Atopic eczema and food allergy. Chem Immunol Allergy. 2015;101:181-90.

Manam S, Tsakok T, Till S, Flohr C. The association between atopic dermatitis and food allergy in adults. Curr Opin Allergy Clin Immunol. 2014;14(5):423-9.

Wollenberg A, et al.; European Task Force on Atopic Dermatitis/EADV Eczema Task Force. JEADV 2020;34(12):2717-2744

Werfel T, et al. Exacerbation of atopic dermatitis on grass pollen exposure in an environmental challenge chamber. J Allergy Clin Immunol 2015;136:96–103.e9

Garritsen FM, at aI. House dust mite reduction in the management of atopic dermatitis. A critically appraised topic. BJD 2013;168:688–691.

Biologika und JAK-Hemmer im Kampf gegen den Juckreiz

Eine frühzeitige Behandlung von Neurodermitis, die darauf abzielt, den Juckreiz zu lindern, ist entscheidend, um den Teufelskreis aus Jucken und Kratzen zu durchbrechen. Zunächst mag es zwar Erleichterung bringen, sich zu kratzen oder zu reiben, doch dies kann zu kleinen Hautverletzungen führen, die bestehende Entzündungen verschlimmern und neue hervorrufen. Dies wiederum verstärkt den Juckreiz, führt zu weiterem Kratzen, mehr Entzündungen und so weiter. Um nachhaltige Linderung zu erzielen, muss dieser Teufelskreis durchbrochen werden. Das ist jedoch leichter gesagt als getan.

Bei milderen Formen von Neurodermitis können topische Medikamente oft ausreichen. Bei moderater bis schwerer Neurodermitis mit ausgeprägten Ekzemen und unerträglichem Juckreiz, die auf topische Behandlungen nicht ansprechen, sind jedoch systemische Therapien erforderlich. Neue Medikamente mit hoher Wirksamkeit und Verträglichkeit stehen mittlerweile zur Verfügung: spezifische Antikörper und sogenannte kleine Moleküle.

Innere Therapie

Bei moderater bis schwerer Neurodermitis kommen Medikamente zum Einsatz, die nicht nur lokal auf die Hautentzündung wirken. Diese Medikamente gelangen in Form von Tabletten oder Injektionen in den Blutkreislauf und werden daher als systemische oder innere Therapien bezeichnet. Ihr Ziel ist es, das Immunsystem zu regulieren und den Entzündungsprozess zu stoppen.

Das Problem bei klassischen systemischen Medikamenten, die das gesamte Immunsystem beeinflussen und Abwehrreaktionen unterdrücken (z. B. Glukokortikoidtabletten oder Cyclosporin), liegt in ihren häufigen Nebenwirkungen. Aus diesem Grund werden sie nur für begrenzte Zeit empfohlen.

Gefragt sind daher Medikamente, die gezielt in den Entzündungsmechanismus der Neurodermitis eingreifen. In den letzten Jahren hat die Forschung große Fortschritte gemacht, indem sie die Signalwege der Entzündung im Körper genau untersucht hat.

Derzeit gibt es zwei moderne Therapieansätze, die die Signalübertragung auf unterschiedliche Weise blockieren: Biologika und Januskinasehemmer (JAK-Hemmer).

Biologika

Als Biologika werden im Allgemeinen Medikamente bezeichnet, deren Wirkstoffe aus biologischen Substanzen bestehen und biotechnologisch hergestellt werden. Zur Behandlung von Neurodermitis werden monoklonale Antikörper (biotechnologisch hergestellte Eiweiße) eingesetzt. Diese Antikörper können gezielt die Signalübertragung bestimmter Zytokine blockieren, die bei Neurodermitis eine Rolle spielen (z. B. Interleukine [IL] vom Typ IL-4, IL-13, IL-3). Der passende Antikörper für ein bestimmtes Interleukin bindet an den entsprechenden Rezeptor auf der Immunzelle und verhindert so die Aktivierung der Zelle sowie die Freisetzung weiterer Entzündungsstoffe. Charakteristisch für diesen Therapieansatz ist, dass die Wirkstoffe jeweils nur die Signalwege einzelner Interleukine blockieren.

Biologika können aufgrund ihrer Struktur nicht über den Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf gelangen und müssen daher unter die Haut gespritzt werden. Da sie in vorgefertigten Dosierungen als Fertigspritze oder Fertigpen erhältlich sind, können sie in der Regel nach ärztlicher Anleitung selbst verabreicht werden.

Januskinasehemmer (JAK-Hemmer)

JAK-Hemmer greifen ebenfalls in den Signalweg der Entzündung ein, jedoch an einer anderen Stelle als Biologika. Zudem richten sie sich nicht gegen einzelne Typen von Zytokinen, sondern unterdrücken, wie der Name schon sagt, die Aktivität von Januskinasen (JAK).

Januskinasen sind spezielle Enzyme, die im Inneren von Zellen vorkommen und biochemische Reaktionen steuern. Um aktiviert zu werden, benötigen sie ein Signal, das sie erhalten, wenn Zytokine an den Rezeptoren auf der Zelloberfläche binden. Aktivierte Januskinasen lösen eine Signalkaskade innerhalb der Zelle aus, die letztendlich zur Verstärkung der Entzündungsreaktion und Freisetzung weiterer Zytokine führt.

Januskinasen sind Schaltstellen für die Signalweiterleitung vom Äußeren ins Innere der Zelle im gesamten Entzündungsprozess. Dieses Wissen führte zur Entwicklung von JAK-Hemmern. Diese Wirkstoffe hemmen die Aktivität der Januskinasen in der Zelle und verhindern so die Auslösung der Signalkaskade, was den gesamten Entzündungsprozess einschließlich des Juckreizes reduziert. Da Januskinasen auch Einfluss auf neurosensorische Signalwege und die Aktivität von Nervenfasern haben, tragen JAK-Hemmer auch dazu bei, den Juckreiz zu lindern.

JAK-Hemmer gehören zu einer Klasse von Wirkstoffen, die aufgrund ihrer geringen Größe als Small Molecules bezeichnet werden. Sie können in Form von Tabletten eingenommen werden, in der Regel einmal täglich. Es ist wichtig, die Dosierungsanweisungen des Arztes genau zu befolgen.

Die für die Therapie mittelschwerer und schwerer Neurodermitis zugelassenen Biologika und JAK-Hemmer sind in der Regel gut verträglich. Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen können etwaige Nebenwirkungen frühzeitig erkannt und die Therapie individuell angepasst werden. Die Wahl der Therapie hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Hautzustand und die Stärke des Juckreizes, und sollte im Rahmen eines Arztgesprächs mit dem behandelnden Dermatologen getroffen werden.

Fortschritte in der Behandlung chronischer Hauterkrankungen

Ein Blick auf Psoriasis, Neurodermitis und Acne inversa

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Forschung zu chronischen Hauterkrankungen erhebliche Fortschritte gemacht. Diese Erkrankungen, darunter Psoriasis, Neurodermitis und Acne inversa, sind Gegenstand intensiver Studien geworden, um ihre zugrunde liegenden Mechanismen besser zu verstehen und neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. 

Die Forschung zu chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Dabei rückt besonders die Acne inversa als chronisch entzündliche Systemerkrankung zunehmend in den Fokus. Durch ein vertieftes Verständnis der veränderten Immunmechanismen konnten neue Therapieansätze entwickelt werden, darunter Biologika und JAK-Hemmer, die gezielt auf diese Mechanismen einwirken. 

Genetische Faktoren spielen bei allen drei Erkrankungen – Psoriasis, Neurodermitis und Acne inversa – eine Rolle, unterscheiden sich jedoch in ihrer Ausprägung. Während Neurodermitis, Asthma und Heuschnupfen dem atopischen Formenkreis zuzuordnen sind, zeigen Psoriasis und Acne inversa eine familiäre Häufung im rheumatisch-entzündlichen Formenkreis. Die genetischen Grundlagen dieser Erkrankungen können auch gleichzeitig auftreten, entgegen früherer Annahmen. 

Neue Behandlungsmethoden wie Biologika und JAK-Hemmer haben die Therapiemöglichkeiten für chronisch-entzündliche Hauterkrankungen revolutioniert. Sie wirken gezielt auf spezifische Immunmechanismen ein und ermöglichen eine nahezu erscheinungs- und beschwerdefreie Lebensqualität für viele Patienten. Dennoch stellen genetische Komponenten weiterhin eine Herausforderung dar, da eine vollständige Heilung noch nicht möglich ist und eine aktive Mitarbeit der Betroffenen erforderlich bleibt. 

Die Diagnose und Behandlung dieser Erkrankungen haben sich ebenfalls weiterentwickelt, wobei neue Forschungsergebnisse und Aufklärungskampagnen eine wichtige Rolle spielen. Insbesondere die Acne inversa benötigt weiterhin intensive Forschungsbemühungen, um die Therapiemöglichkeiten zu verbessern und die Lebensqualität der Betroffenen weiter zu steigern. 


Ein Beitrag von derma2go

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