Antientzündliche Ernährung für Kinder

Ernährungsberaterin Nicole Kühling

Ernährungsberaterin Nicole Kühling (@nicole.rheuma.nutrition.health) berät seit vielen Jahren Menschen in Gesundheitsfragen. Das Thema Ernährung ist ihr eine Herzensangelegenheit, denn bei ihrer Tochter wurde schon sehr früh Kinderrheuma diagnostiziert. Dadurch spezialisierte Nicole sich auf antientzündliche Ernährung mit dem Fokus auf Rheuma. Wir haben sie gefragt, wie man Kinder gesunde, im besten Fall antientzündliche Ernährung, schmackhaft machen kann und was Eltern als Vorbilder tun können.

Wie mache ich meinem Kind verständlich, dass es sich gesund ernähren sollte?

Das ist eine Frage, die mich auch am Anfang extrem gestresst und beschäftigt hat. Denn ich wollte es als Ernährungsexpertin natürlich besonders gut und richtig machen. Aber mir wurde sehr schnell bewusst, dass man bei Kindern mit Druck, Verboten, oder mit einer Überbewertung von guten oder schlechten Nahrungsmitteln, das gesamte Verhältnis zum Essen im Allgemeinen nachhaltig sehr stören kann.

Ich finde es aber trotzdem wichtig, gerade bei Kindern mit Grunderkrankungen, auf eine gesunde und vor allem ausgewogene Ernährung zu achten. Zum einen, um den Körper zu unterstützen, mit der schweren Arbeit besser zurechtzukommen und zum anderen um Folgeerkrankungen vorzubeugen. Denn das Risiko für andere Krankheiten kann je nach Verlauf durchaus erhöht sein. Und wie wir alle bereits wissen, sind die meisten Zivilisationskrankheiten ohnehin ernährungsbedingt.

Wie starte ich eine Ernährungsumstellung?

Als Erstes ist es sinnvoll, die Ernährung in der Familie gemeinsam anzuschauen und auch gemeinsam umzustellen. Gerade bei Kindern ist es wichtig, eine gesunde Ernährung vorzuleben. Kleine Kinder lernen durch Nachahmen der Eltern. Ebenso sollte es selbstverständlich sein, dass nicht der eine seine Schokofrühstücksflocken oder den Marmeladentoast isst, während der andere ungesüßte Haferflocken oder andere weniger attraktive Alternativen vorgesetzt bekommt. Vielmehr sollten gesunde Lebensmittel für die ganze Familie selbstverständlich sein.

Je nachdem wie die Ernährung vorher war, würde ich damit beginnen, gewohnte Lebensmittel langsam durch gesündere Alternativen zu ersetzen. Zum Beispiel eine normale Marmelade gegen eine selbstgemachte austauschen, Müslis selber mischen und einfach zu jeder Mahlzeit eine Gemüsebeilage dazu zu nehmen. Sehr einfach ist es auch, erstmal gesündere Fette in die Ernährung zu etablieren, ohne an den Mahlzeiten selbst, etwas verändern zu müssen.

Welche Ernährung ist empfehlenswert?

Rheuma ist eine entzündliche Krankheit mit einer überschießenden Immunreaktion. Deswegen gilt grundsätzlich die Empfehlung, sich entzündungshemmend zu ernähren, Trigger aus der Nahrung herauszufinden, die das Immunsystem überreizen und kritische Nährstoffe im Blick zu haben.

Es gibt, meiner Meinung nach, keine spezielle Ernährungsform, die grundsätzlich für alle empfehlenswert ist. Es sind zu viele individuelle Faktoren zu beachten, die nach meiner Erfahrung unterschiedlicher nicht sein können. Zudem zeigen sich bei Kindern oftmals gar nicht unbedingt Reaktionen auf bestimmte Lebensmittel – wie es bei Erwachsenen der Fall ist. Alleine schon deswegen rate ich von allgemeinen Ratschlägen ab und würde immer die Nährstoffaufnahme und nicht einzelne Lebensmittel im Fokus haben. Denn das ist oft bei Kindern schon Herausforderung genug.

Deswegen ist meine Empfehlung sich ein gutes Grundwissen über die Ernährung, vor allem die anti-entzündliche Ernährung und die Besonderheiten bei Autoimmunerkrankungen anzueignen, um so eigene, individuelle Entscheidungen zu treffen zu können. Die wichtigsten Punkte sind aber eine gute Versorgung mit Proteinen, da Entzündung immer auch Proteine raubt, eine Ernährung mit guten Fetten, da ein gutes Fettsäureverhältnis im Körper die Entzündungen regulieren kann, sowie sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine, da sie auf natürliche Weise helfen können, Entzündungen zu lindern. Ganz besonders wichtig ist hier auch eine gesunde Darmflora, die wir über die Ernährung formen und beeinflussen. In den letzten Jahren wurde immer deutlicher, welchen Einfluss der Darm auf die Entstehung und den Verlauf von Autoimmunerkrankungen hat.

Welche Lebensmittel lösen einen Schub aus?

Welche Lebensmittel problematisch sein können, ist sehr individuell und nicht nur vom Lebensmittel selbst, sondern oft auch von der Qualität des Lebensmittels, der Darmgesundheit oder einer eventuellen Allergie oder Unverträglichkeit abhängig.

Allerdings gibt es ein paar Lebensmittel bzw. Lebensmittelgruppen, die oft Reaktionen begünstigen können.

Diese sind: Lektine, vor allem das Gluten aus Weizen.

Das sind Stoffe in pflanzlichen Lebensmitteln wie Getreide oder Hülsenfrüchten, die die Pflanze vor Fressfeinden schützt. Gesunde Menschen mit einer intakten Darmflora haben keine Probleme mit diesen Stoffen. Allerdings können sie bei Autoimmunerkrankungen Probleme bereiten.

Ein Übermaß an Arachidonsäure, eine Omega-6-Fettsäure, die wir vor allem in fetten tierischen Lebensmitteln vorfinden. Hier gilt, dass es nicht das Lebensmittel an sich ist, sondern ein ungünstiges Verhältnis der Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 die Entzündungsbereitschaft im Körper erhöht. Haltung und Qualität des Lebensmittels spielen hier aber ebenso eine große Rolle.

Zucker bzw. Probleme mit Blutzuckerspitzen. Isolierter Zucker und ständige Blutzuckerspitzen sind entzündungsfördernd und können darüber hinaus das gesamte Hormonsystem stören.

Nachtschattengewächse wie Kartoffeln oder Tomaten schützen sich ebenfalls durch bestimmte Stoffe vor Fressfeinden. Wie bereits erwähnt, kann dies Reaktionen des Immunsystems begünstigen.

Kuhmilch und daraus hergestellte Produkte. Das Casein der Milch, vor allem einer bestimmten Rasse, die bei uns in den meisten industriell verarbeiteten Produkten zu finden ist, macht bei vielen Menschen mit Autoimmunerkrankungen Probleme, da es im Darm Entzündungen fördert. Aber wie bereits bei den anderen tierischen Lebensmitteln erwähnt, kommt es hier auf die Qualität, die Herkunft und die Verarbeitung an.

Wie man bereits erkennen kann: Lässt man einfach einige oder sogar alle Lebensmittelgruppen weg, wird die Lebensmittelauswahl enorm eingeschränkt. Dies hat nicht nur gravierende Mängel zur Folge, sondern ist alles andere als gesund oder lebenswert. Deshalb ist es umso wichtiger, sich mit den Grundzügen einer bedarfsdeckenden Ernährung zu beschäftigen und individuelle Trigger in der Ernährung zu ermitteln.

Gerade bei Kindern wäre es unverantwortlich, ganze Lebensmittelgruppen zu streichen, ohne ersichtlichen oder triftigen Grund. Bestehen allerdings tatsächliche Unverträglichkeiten, gilt es gesunde und schmackhafte Alternativen zu finden und diese in den Alltag einzubauen. Der größte Fehler, den ich immer wieder sehe, ist sich nicht mit Nährstoffen zu beschäftigen und eliminierte Lebensmittel nicht durch geeignete Quellen zu ersetzen oder kritische Nährstoffe im Blick zu haben.

Als Beispiel: Wer sich vegan ernähren möchte, sollte sich auf jeden Fall mit Proteinquellen beschäftigen und bestimmte Vitamine wie B12 und weitere im Blick haben. Im Fall von Vitamin B12 wäre sogar eine Substituierung nötig, da man über eine rein vegane Ernährung diesen Nährstoff nicht aufnehmen kann.

Wie mache ich meinem Kind die antientzündliche Ernährung schmackhaft?

Jüngere Kinder haben noch kein Verständnis für die Aussage, dass ein Lebensmittel gesund oder ungesund ist. Sie verlassen sich in der Regel auf ihr Körpergefühl und teilen Lebensmittel einfach in schmackhaft oder ungenießbar ein. Den Begriff „gesund“ können sie gar nicht greifen. Deswegen bringen Bemühungen, dem Kind Ernährungswissen beizubringen, ziemlich wenig.

Als unsere Tochter kleiner war und sie schon verstanden hat, dass sie eine Erkrankung hat, die ihre Gelenke kaputt macht, habe ich ihr versucht, mit Bildern zu erklären, was das Lebensmittel in ihrem Körper macht. So habe ich ihr erklärt, dass ganz viel Zucker in ihrem Körper ihre Gelenke anknabbert. So wie bei den Zähnen Karius und Baktus. Und dass z.B. der Brokkoli die kleinen Zuckermonster einfangen kann und ins Gefängnis schmeißt. Das hilft, damit sie damit aufhören und sie bald wieder mit ihren Freundinnen herumspringen kann. Ebenso habe ich ihr erklärt, dass unser Bärenkraftsaft (in dem bringe ich oft Proteine oder Grünzeug unter) ihren Muskeln hilft zu wachsen, damit sie bald noch höher springen kann. Mit diesen Bildern, fällt es gar nicht schwer den Saft schmackhaft zu machen. Älteren Kindern und Jugendlichen kann man durchaus auch die tatsächliche Wirkung von Ernährung erklären. Ab einem gewissen Alter spüren sie oft selber, die Verbesserung oder Verschlechterung durch bestimmte Lebensmittel. Grundsätzlich gilt, eine gesunde Ernährung im Familienalltag Routine werden zu lassen. Geschmäcker verändern und entwickeln sich. Gemeinsames Aussuchen von neuen Rezepten mit anschließendem Einkaufen und Kochen, fördert die Neugierde auf neue Lebensmittel. Wichtig ist, das Essen nicht zu einer weiteren Belastung werden zu lassen. Ich finde, Kinder und Jugendliche mit Rheuma haben schon genug zu tragen und sollten sich nicht auch noch in anderen Bereichen bevormundet fühlen müssen.

Was isst mein Kind besonders gerne?

Ich bin ehrlich! Wie alle Kinder isst sie gerne süß. Das mache ich mir aber zunutze, in dem ich versuche, gesündere Süßigkeiten aus Obst und Nüssen herzustellen. Vor allem Smoothies kommen sehr gut an. Hier gelingt es mir auch Gemüse und Salat unterzubringen oder andere Sachen zu verstecken. Grundsätzlich geht aber immer Rohkost in allen Formen und Farben. Was auch spannend ist. Wir haben herausgefunden, dass es oftmals nicht die Lebensmittel an sich sind, die nicht gemocht werden. Sondern die Art und Weise, wie sie zubereitet sind. Rohes Gemüse geht besser als gekocht. Einzelne Komponenten besser als gemischt, wie zum Beispiel ein Auflauf. Auch das ist ein Tipp. Einfach mal neue Lebensmittel einzeln anbieten.

Ich denke, wer das Thema Ernährung in die ganzheitliche Behandlung mit einbringen möchte, sollte sich auf jeden Fall gut beraten lassen, um nicht in Fallen zu tappen, die man leicht vermeiden kann. Dann kann eine Ernährungsumstellung wirklich leicht gelingen.

Zur Mut-Mach-Geschichte von Nicole und ihrer Tochter.

Rheuma – für Kinder erklärt

Was ist Rheuma?

Rheuma ist eine Erkrankung, die vor allem die Gelenke, Muskeln, Sehnen und manchmal auch die Haut betrifft. Es kann verschiedene Beschwerden verursachen, wie Schmerzen in den Beinen oder Händen, Entzündungen der Haut oder Augenbrennen. Manchmal kann Rheuma dazu führen, dass man sich schlapp fühlt und Dinge, die sonst Spaß machen, schwerer fallen. Aber natürlich gibt es auch viele gute Tage, an denen man sich wohlfühlt und Spaß haben kann.

Wie zeigt sich Rheuma?

Rheuma kann sich auf verschiedene Arten zeigen, und deshalb nennt man es manchmal die „Krankheit mit den 100 Gesichtern“. Es kann gut behandelt werden, aber es gibt gute und schlechte Tage. An guten Tagen kann man fast alles wie andere Kinder machen, aber an schlechten Tagen kann es schwieriger sein. In Deutschland haben viele Menschen Rheuma, etwa 1,5 Millionen. Darunter sind auch etwa 13.000 Kinder mit Rheuma. Bei den meisten Kindern geht es nach einiger Zeit wieder weg, aber manchmal bleibt Rheuma ein Begleiter für das ganze Leben.

Was bedeutet „schubweise“?

Rheuma kommt in Schüben, das heißt, es gibt Zeiten, in denen es schlimmer ist, und Zeiten, in denen es besser ist. Die Behandlung ist wichtig, um die guten Tage zu vermehren und die schlechten Tage zu erleichtern.

Wie entsteht Rheuma?

Normalerweise schützen spezielle „Gesundheitspolizisten“ in unserem Körper vor Krankheiten. Manchmal aber machen sie Fehler und greifen unser eigenes Gewebe an, was zu Entzündungen und Schmerzen führt.
Rheuma kann gut behandelt werden Ärzte können verschiedene Medikamente verschreiben, um Schmerzen zu lindern und das Immunsystem zu beruhigen. Die Einnahme dieser Medikamente ist wichtig, selbst wenn es einem gut geht. Wenn jemand in einer Familie Rheuma hat, betrifft das die ganze Familie. Es kann manchmal hektisch sein, Termine einzuhalten und den Alltag zu bewältigen, aber als Familie könnt ihr gemeinsam durch Herausforderungen gehen und euch unterstützen.

Was Euch gut tut:

* Gesundes Essen: Gemüse kann Entzündungen lindern.
* Bewegung: Sie hilft, beweglich zu bleiben.
* Offen sein: Spreche darüber, wenn es dir nicht gut geht.
* Treffe andere, die auch Rheuma haben, denn zusammen seid ihr stärker.

Quelle: MeinCarePlus Patient*innenservice

Der digitale Ernährungs-manager bei MS

Sommer und Neurodermitis: Herausforderungen und Tipps für eine gesunde Hautpflege

Der Sommer ist eine wunderbare Jahreszeit, doch für Menschen mit Neurodermitis kann er auch einige Herausforderungen mit sich bringen. Die warme Witterung, der Schweiß und die intensive Sonneneinstrahlung können dazu führen, dass sich die Symptome verschlimmern. In diesem Blogpost möchten wir euch einige hilfreiche Tipps geben, wie ihr eure Haut während des Sommers pflegen und die Beschwerden lindern könnt.

1. Die richtige Kleidung:

Die warme Sommerhitze kann Neurodermitis verschlimmern, insbesondere wenn der Schweiß fließt. Daher ist die Wahl der richtigen Kleidung von großer Bedeutung. Entscheidet euch für leichte, glatte und feingewebte Materialien wie Leinen oder Baumwolle. Diese ermöglichen eine bessere Luftzirkulation und reduzieren das Risiko von Hautirritationen.
https://www.leben-mit-neurodermitis.info/blog/wenn-durch-kleidung-die-haut-zwickt-und-juckt

2. Therapieoptionen und Sonneneinstrahlung:

Für die Behandlung von Neurodermitis werden häufig äußerliche Therapien wie Calcineurin-Hemmer eingesetzt. Es ist wichtig zu beachten, dass starke Sonneneinstrahlung die Wirksamkeit dieser Therapien beeinträchtigen kann. Vermeidet daher intensive Sonnenexposition, insbesondere während der Anwendung solcher Medikamente. Schützt euch mit geeigneter Kleidung und sucht Schatten auf. https://www.leben-mit-neurodermitis.info/aeusserliche-therapien/

3. Sonnencreme und Neurodermitis:

Der richtige Sonnenschutz ist essentiell, um eure Haut vor schädlichen UV-Strahlen zu schützen. Bei Neurodermitis-Patienten gibt es jedoch einige besondere Aspekte zu beachten. Präparate mit chemischem Filter sollten vor der Basispflege aufgetragen werden, während Produkte mit physikalischem Filter als letzte Schicht dienen sollten. Zudem sollten Produkte mit Mikropigmenten (physikalische Filter) bevorzugt werden, um Hautreizungen zu minimieren.

4. Allgemeine Regeln für den Umgang mit der Sonne:

Neben der richtigen Kleidung und dem Einsatz von Sonnencreme gibt es weitere allgemeine Regeln, die ihr während des Sommers beachten solltet:

  • Je nach Hauttyp und Bräunungsgrad variiert die Zeit der möglichen Sonnenexposition bis zum Sonnenbrand deutlich.
  • Gewöhnt eure Haut langsam an die Sonne, um das Risiko von Sonnenbrand zu reduzieren.
  • Direkte Sonnenbestrahlung sollte bei Kindern unter 2 Jahren vermieden werden.
  • Auch im Schatten oder bei bewölktem Himmel solltet ihr Sonnenschutzmittel verwenden, da UV-Strahlen auch durch Wolken dringen können.
  • Vermeidet die Sonne in der Mittagszeit von 12-16 Uhr, wenn die UV-Strahlung am intensivsten ist.
  • Tragt den Sonnenschutz großzügig auf und vergesst nicht, besonders exponierte Stellen wie Nase, Wangen, Ohren, Nacken und Fußrücken zu schützen.
  • Verwendet wasserfeste Sonnenschutzmittel, insbesondere wenn ihr im Schwimmbad, am Meer oder am See seid. Nach dem Wasserkontakt sollte der Sonnenschutz erneut aufgetragen werden.
  • Berücksichtigt die möglichen Wechselwirkungen von Medikamenten mit Sonnenbestrahlung und konsultiert bei Unsicherheiten euren Arzt oder Apotheker.
  • Achtet darauf, ausreichend Flüssigkeit zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen auszugleichen.

Der Sommer kann für Menschen mit Neurodermitis eine herausfordernde Zeit sein, aber mit den richtigen Pflege- und Schutzmaßnahmen könnt ihr die Beschwerden minimieren und eine gesunde Hautpflege gewährleisten. Achtet auf die Wahl der richtigen Kleidung, verwendet geeignete Sonnencremes und beachtet die allgemeinen Regeln für den Umgang mit der Sonne. Denkt daran, dass jeder Fall individuell ist, und es wichtig ist, auf die Bedürfnisse eurer Haut zu achten. Konsultiert bei Unsicherheiten immer euren Dermatologen oder Apotheker, um die bestmögliche Betreuung zu erhalten. Genießt den Sommer und sorgt gut für eure Haut!

Mehr Tipps unter: https://www.leben-mit-neurodermitis.info

Der digitale Ernährungs-manager bei MS

360° Patienten-Services von Biogen: Der digitale Ernährungs-Manager bei MS

Alltag mit Multipler Sklerose und gesunde Ernährung erfolgreich managen geht nicht? Geht doch! Mit dem digitalen Ernährungs-Manager von Biogen: Jetzt das kostenfreie Tool auf mein.ms-life.de kennenlernen.

Der Ernährungs-Manager ist dein perfekter Alltagshelfer in der Küche:

  • Lecker: Erstelle individuelle Ernährungspläne mit abwechslungsreichen Rezepten, die dir guttun
  • Digital: Erstelle direkt die passenden Einkaufslisten und erspare dir lästiges Aufschreiben
  • Smart: Erhalte zu deinen Lieblingszutaten MS-bezogene Nährstoffinformationen
  • Praktisch: Erfahre spielerisch die richtige Aufbewahrungsweise deiner Lebensmittel

Erhalte ein umfassendes Wissen zur optimalen MS-bezogenen Ernährung und steigere dein Wohlbefinden durch eine gesunde Ernährung.

Der Ernährungs-Manager und seine Funktionen:

  • Ausgewählte und leckere Rezepte für dich und deine MS
    Wenn du Abwechslung in deiner Rezeptsammlung suchst und sichergehen möchtest, dass sich deine Speisen gut bei MS eignen, dann ist der Ernährungs-Manager genau richtig für dich. In unserer Rezeptdatenbank findest du viele kulinarische Highlights und schnelle Gerichte.
  • Der wöchentliche Ernährungsplan für eine gesunde Ernährung
    #mealprep leicht gemacht: Mit dem wöchentlichen Ernährungsplan im Ernährungs-Manager kannst du dir deine Lieblingsrezepte direkt für die Woche planen und behältst so deine Gerichte gut im Blick. Dies kann dir eine gute Orientierung geben und den Einstieg in die gesunde Ernährung erleichtern. Im Ernährungs-Manager kannst du die Rezepte nach Belieben hinzufügen, verschieben, löschen, neu auswählen und dir dein ganz eigenes Wochenmenü zusammenstellen. Schmeckte dir eine Woche besonders gut, kannst du dir deinen Ernährungsplan duplizieren und für eine andere Woche wiederverwenden.
  • Mit dem Einkaufslisten-Generator lästiges Listenschreiben ersparen
    Sobald du dir ein oder mehrere Rezepte herausgesucht hast, kannst du dir deine Einkaufsliste generieren. Automatisch werden dir die Zutaten und benötigten Mengen angezeigt. So lässt sich auch spontan, z. B. direkt nach der Arbeit, deine persönliche Einkaufsliste erstellen, mit der du nichts mehr vergisst.
  • Erfahre, wie sich die Zutaten auf die MS auswirken können
    Informiere dich zu den Lebensmitteln und finde zu deinen Zutaten die passenden Rezepte. Du erfährst im Ernährungs-Manager, welche Vitamine und Nährstoffe in den einzelnen Zutaten enthalten sind und welche Rolle sie bei der MS spielen.
  • Lagerungsquiz: Lust auf ein Spiel mit Lerneffekt?
    Wusstest du, dass Paprika besser nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden sollte? In unserem interaktiven Lagerungsspiel startest du deine eigene Lebensmittel-Challenge und kannst dich durch die verschiedensten Level spielen.

Möchtest du gleich durchstarten und deine Lieblingsrezepte der Woche planen? Probiere den Ernährungs-Manager doch gleich einmal aus!
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Interview mit Dr. Yael Adler: Sheabutter bietet ganzheitliche Pflege

Sheabutter – Manchmal kommen die besten Pflegeprodukte direkt aus der Natur!

Dermatologin Dr. Yael Adler erklärt uns im Interview, warum Sheabutter mehr als nur ein Feuchtigkeitsspender ist. Sie ist ein wahres Multitalent: schützt die Haut, pflegt und repariert, selbst bei Neurodermitis und Psoriasis – Denn Sheabutter hat auch entzündungshemmende Eigenschaften! Dr. Adler teilt, wie sie auf entzündliche Hautzustände wirkt, gibt wertvolle Anwendungshinweise für Menschen mit Hautproblemen und erklärt, wie Sheabutter die Hautbarriere stabilisiert und Feuchtigkeit länger einschließen kann. Das Ergebnis: geschmeidige und robuste Haut.

Von Juckreiz bis zur vorzeitigen Hautalterung – Sheabutter bietet ganzheitliche Pflege. Doch nicht jede Sheabutter ist gleich! Dr. Adler verrät, worauf Ihr beim Kauf achten solltet.

Interview:

 Dr. Adler, könnten Sie uns bitte mehr darüber erzählen, welche spezifischen Eigenschaften von Sheabutter sie zu so einer guten Wahl für die Hautpflege machen?

Beeindruckend vielfältig wirkt das Fett aus den Nüssen des Karitébaums, die streng genommen, botanisch korrekt eigentlich Beeren sind. In seiner ursprünglichen Form zartgelb bis elfenbeinfarben, bei weiterer Verarbeitung, wenn ihm das Beta-Karotin entzogen wird, schließlich weiß. Shea Butter ist wachsartig, ölig, schaumig oder körnig, je nachdem, welche Fettsäuren, Verarbeitung und -temperatur noch mitspielen. Die unraffinierte Sheabutter hat bei guter Qualität einen nussigen Duft und entpuppt sich als wahrhaftes Multitalent. Sie schützt, pflegt und beruhigt die Haut, und repariert sie sogar. Sie hält die Feuchtigkeit der Haut, ist wundheilungsfördernd, unterstützt unsere natürliche Hautbarriere, pflegt trockene Haut an Körper und im Gesicht, Lippen, Bart, Haar und Kopfhaut und macht uns stark gegen Wind und Wetter. Sanft wie sie ist, taugt Sheabutter zur Kinder- und Babypflege – besonders im kritischen Windelbereich. Ihre Wirkung geht aber noch weiter, reicht sogar bis ins Medizinische, etwa bei Neurodermitis und Juckreiz. Sheabutter wirkt antientzündlich und schmerzlindernd. Für ein reines Naturprodukt eine nahezu sensationelle Bandbreite – bis ganz knapp vorm Wundermittel!

Sheabutter wird oft als feuchtigkeitsspendender Inhaltsstoff gepriesen. Könnten Sie uns erklären, wie genau Sheabutter Feuchtigkeit in die Haut einschließt und welche Vorteile dies für verschiedene Hauttypen bietet?

Hautfette verlangsamen die übermäßige Verdunstung, Feuchtigkeit bleibt länger in der Hornschicht, die Haut ist geschmeidig und robust. Sheabutter unterstützt diesen Prozess und insbesondere dann besonders effektiv, wenn die Haut das nicht alleine schafft, weil sie zu trocken ist durch Veranlagung oder übermäßiges Waschen oder Wasserkontakt. Sie legt sich wie die hauteigenen Fette auf die Haut und schließt Feuchtigkeit länger ein, somit wird die Hautbarriere stabilisiert und regeneriert. Angreifer, wie Erreger, Chemikalien und Allergene haben so weniger Chance, denn sie werden draußen gehalten. Dafür stärkt man das Mikrobiom der Haut, wenn die Hornschicht samt Feuchtigkeitsgehalt intakt ist.

Sheabutter kann entzündungshemmende Eigenschaften. Wie wirkt sie auf entzündliche Hautzustände und empfindliche Haut? Gibt es besondere Anwendungshinweise für Menschen mit Hautproblemen?

Ist die Barriere stabilisiert, geht die Entzündungsaktivität der Haut zurück. Reite aller Art können die Haut weniger ärgern. Wenn fette, Feuchtigkeit, Hornzellen, Säureschutzmantelöl und Mikrobiom, also die lieben Türsteherbakterien, in der gewünschten Balance sind, gehen Hautentzündungen zurück. Damit auch Juckreiz, Schuppung und vorzeitige Alterung der Haut. Unterstützt wird diese bei der naturbelassenen Sheabutter durch Vitamin A und E, was antioxidativ wirkt und die Oberhaut schützt.

Die Herkunft und Qualität von Sheabutter scheinen eine Rolle für ihre Wirksamkeit zu spielen. Könnten Sie uns einige Einblicke geben, worauf Verbraucher achten sollten, wenn sie hochwertige Sheabutter-Produkte auswählen, um die besten Ergebnisse zu erzielen?

Sheabutter ist nicht immer butterweich…

Mit ihrem beträchtlichen Gehalt an pflegenden Wachsen kann sie sogar relativ hart sein – vielleicht nicht unbedingt das, was Sie sonst aus Tuben und Tiegeln auf die Haut aufbringen. Sie wissen dann aber zumindest, dass es sich um ein relativ reines Naturprodukt ohne überflüssige oder verfälschende Zusätze handelt.

Die Anwendung mag dann etwas ungewohnt wirken, aber Sie werden davon profitieren. Schaben Sie einfach möglichst dünne Flocken ab, und lassen Sie sich diese im wahrsten Sinne des Wortes direkt auf der Haut zergehen! Sie können die Butter auch in leichter Wärme lagern, sie wird dann weicher und streichfähiger. Aber es genügt auch, mit einem kleinen Brocken über die zu pflegenden Hautareale zu fahren, ein dünner Film bleibt dort garantiert zurück. Der sichert eine optimale Schutz- und Pflegefunktion. „Butter ist durch nichts zu ersetzen – außer durch Butter“, beschwor ein Werbeslogan der 1970er-Jahre. Das Gleiche gilt heute für Sheabutter.

Sheabutter ist auch in öliger Konsistenz erhältlich oder mit Öl versetzt, führt dabei aber schneller zum gegenteiligen Effekt – die hauteigenen Fette können so eher ausgewaschen werden und die Oberhaut austrocknen. Die festere eher wachsartige Butter pflegt also effektiver. Weiße Sheabutter ist raffiniert und wurde ihrer Vitamine beraubt, sie ist daher ebenfalls weniger pflegend.

360° Patienten-Services von Biogen

360° Patienten-Services von Biogen: Rund um die Uhr erreichbar für Betroffene von Multipler Sklerose und deren Angehörige

Mit den 360° Services möchte Biogen allen Betroffenen von Multipler Sklerose (MS) und deren Angehörigen einen emotionalen Anker bieten, z.B. für die Bewältigung der Diagnosestellung oder auch ein offenes Ohr bei sehr persönlichen Themen wie Sexualität und Familienplanung.

Individuelle Impulse rund um die Uhr: Das MS Service-Center nimmt sich Zeit, bietet individuelle Impulse und empathische Begleitung bei der Diagnosestellung und im weiteren Leben mit MS, vermittelt Kraft, Empowerment und Selbstvertrauen: ob bei sensiblen und emotionalen Aspekten oder bei Themen wie Ernährung, Entspannung, Sport und Familie.

Rundum wohlfühlen: Das kostenlose MS-Begleitprogramm ist auf jede Patientin und jeden Patienten individuell zugeschnitten mit persönlichen und digitalen Unterstützungsangeboten, abgestimmt auf die speziellen Anforderungen der verordneten Biogen-Therapie: Wiederholung der ärztlichen Empfehlungen für den Umgang mit der Biogen-Therapie und deren Anwendung, Entwicklung von Strategien zum Leben mit MS mit dem Ziel, das Selbstmanagement, Wohlbefinden und die Lebensqualität zu fördern (Themen wie Motivation, Ernährung, Stressbewältigung, Entspannung, Sozialrecht, Beruf, soziales Umfeld) oder individuelle, vertiefende Informationen – immer entsprechend dem Wunsch der Patient*innen

Orientierung rund um das Leben mit MS: Auf dem MS-Portal mein.ms-life.de kann das Wissen zur MS erweitert werden. Jetzt mit auch mit dem ErnährungsManager für einen rundum gesunden Lifestyle.

Rundum organisiert: Die App Cleo unterstützt im Alltag mit hilfreichen Dokumentations- und Erinnerungsfunktionen und personalisierbaren Wohlfühl- und Trainingsprogrammen.

Rundum informiert:  Die Infomaterialien enthalten verständliche Informationen für den Alltag mit MS und unterschiedliche Lebenssituationen wie z.B. bei Kinderwunsch sowie gezielte Aufklärung rund um das verordnete Biogen-Medikament.

MS-Betroffene, die die 360° Services bereits genutzt haben, sagen Folgendes:

  • „Vielen Dank für das Gespräch. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich mit meinem MS Coach spreche. Es macht mir Mut, auch schwierige Aufgaben anzugehen und motiviert mich, neue Perspektiven einzunehmen.“
  • „Die Gespräche mit dem MS Service Center fühlen sich an, als würde ich mit einer Freundin sprechen, die ich schon lange kenne.“
  • „Ich bin total begeistert von der ausführlichen Auskunft und dem Service. Mir wurden meine Fragen zur MS und zu meiner Therapie sehr gut erklärt und ich fühle mich jetzt viel sicherer.“

Mehr zu den 360° Services erfahren Betroffene und Angehörige unter https://mein.ms-life.de/service sowie im MS Service-Center unter der Telefonnummer Tel: 0800 030 77 30.

Hautpflege mit Wohlfühlfaktor

Unsere Erfahrungen mit basischer Hautpflege

Eine gute Basispflege ist nicht nur wichtig für die Hautgesundheit, sie kann auch helfen, das Wohlbefinden in der eigenen Haut zu steigern. Doch die Suche nach der passenden Hautpflege ist oft eine längere Odyssee. Madeleine von NIK e.V. und ihre Tochter Lia haben basische Hautpflege bei Neurodermitis getestet und berichten von ihren Erfahrungen.

Wie sind Sie auf die basische Hautpflege von SIRIDERMA aufmerksam geworden?

Meine Tochter hat Neurodermitis seit sie ca. 1 Jahr alt ist. Meistens ist die Augenpartie, die Arme und der Hals betroffen. Wir haben verschiedene Cremes ausprobiert und zwischendurch, wenn sie sich mal blutig gekratzt hat auch über einen längeren Zeitraum mal eine leichte Kortison Creme. Durch NIK e.V. sind wir auf die Produkte von SIRIDERMA aufmerksam geworden.  

Welche Produkte haben Sie getestet?

Lia nimmt täglich ca. 2-3x die Aufbau-Pflegecreme BASIS und wenn es mal etwas schlimmer ist (meistens in der Armbeuge oder am Hals), dann auch die Aufbau-Pflegecreme PLUS. Mit etwas schlimmer meine ich, dass sie sich so stark kratzt, dass sie blutige Stellen hat.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der basischen Hautpflege gemacht?

Die basische Hautpflege tut meiner Tochter sehr gut. Sie hat schon viele Cremes ausprobiert und es waren auch einige Cremes dabei, die sie sofort abgelehnt hat. Entweder die Haut hat anschließend noch mehr gejuckt als vorher oder sie fühlte sich einfach komisch an… sie ist sehr kritisch. Das regelmäßige Eincremen mit der Aufbau-Pflegecreme BASIS von SIRIDERMA sorgt dafür, dass sie sich weniger kratzt.

Inwiefern hat die basische Hautpflege das Hautbild Ihrer Tochter beeinflusst?

Sie hat ca. im Mai 2023 mit der Basispflege von SIRIDERMA angefangen. Die Creme hat ihr sofort gut gefallen und den ganzen Sommer über waren kaum Stellen vorhanden. Jetzt seit September fängt sie wieder an sich etwas mehr zu kratzen aber die Arme sehen trotzdem verhältnismäßig gut aus, im Vergleich zum letzten Jahr zu dieser Zeit.

Welchen Tipp würden Sie anderen Betroffenen bzw. Eltern geben?

Nicht müde zu werden und immer weiter ausprobieren, bis man das richtige Produkt für sein Kind gefunden hat. Wichtig finde ich auch, dass das Kind aus der eigenen Motivation die Produkte ausprobiert und selbst entscheiden darf, was sich gut und was sich nicht gut anfühlt.

Die SIRIDERMA MED Produkte gibt es auch im praktischen Kennenlern-Set.
Bis zum 19.11.2023 kann man mit dem Code NIK20 20% Rabatt auf das Kennenlern-Set MED erhalten und die basische Spezialpflege testen.

Bei Fragen rund um die basische Hautpflege hilft gerne die kostenlose, telefonische Hautberatung von SIRIDERMA unter +49 (0) 21 73 – 90 56 0 weiter.

EGPA Diagnose – was nun?

Tanja war im Auftrag von gsk beim DGRH (Deutscher Rheumatologen Kongress) in Leipzig und hat den dort anwesenden Rheumatolog*innen die Bedürfnisse von EGPA-Betroffenen präsentiert. Wir nehmen nun EGPA mit in den Fokus und wollen auf diese seltene rheumatologische Erkrankung aufmerksam machen.

Nach vermutlich vielen, vielen Arztbesuchen mit Umwegen und Fehldiagnosen aufgrund von unterschiedlichsten Symptomen haben Sie nun endlich eine Diagnose und ihre Krankheit hat einen Namen: EGPA – Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis oder, früher verwendet, Churg-Strauss-Syndrom. Jetzt ist es besonders wichtig, die Krankheit EGPA zu verstehen und wichtige Therapieentscheidungen gemeinsam mit den behandelnden Ärzten zu treffen – Vor allem, um mit dieser seltenen chronischen Krankheit möglichst gut zu leb

Denn eine seltene Erkrankung, wie die EGPA, bringt auch viele Herausforderungen mit sich, sowohl für die Patient*innen als auch für ihre Angehörigen. So müssen die Betroffenen häufig aufwendig versorgt und bei spezialisierten Rheumatologen und in medizinischen Fachzentren behandelt werden, oft weit entfernt von ihrem Wohnort. Das Leben der Betroffenen wird durch die Erkrankung auf vielfältige Weisen beeinflusst.

Die EGPA ist eine seltene Erkrankung, die aufgrund ihrer Seltenheit oft übersehen oder falsch diagnostiziert wird. Dies führt zu einer verzögerten Diagnose und einem Mangel an angemessener medizinischer Betreuung. Die Diagnose bringt eine Flut von Emotionen und Fragen mit sich, und die Bedürfnisse der Patient*innen nach der Diagnose sind vielfältig.

Information und Aufklärung:

Nach der EGPA-Diagnose benötigen die Patient*innen dringend Informationen über die Erkrankung, ihre Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten. Sie haben häufig einen langen Leidensweg bis zur Diagnose hinter sich, da Informationen fehlen, ihre Symptome nicht ernst genommen wurden und eine Verschlechterung des Zustands nicht verhindert werden konnte. Durch aufklärende Beiträge, z.B. hier bei NIK e.V. kann die Zeit bis zur richtigen Diagnose verkürzt werden.

Unterstützung und Verständnis:

Die EGPA kann das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen. Nach der Diagnose benötigen Patient*innen Unterstützung von ihren Angehörigen, Freunden und medizinischen Fachkräften, um die physischen und emotionalen Belastungen zu bewältigen. Auf www.lebenmitegpa.de bekommen Betroffene Unterstützung im Umgang mit der Krankheit. Hier gibt es viele Informationen, um die Erkrankung besser zu verstehen und gemeinsam mit den behandelnden Ärzt*innen wichtige Therapieentscheidungen treffen zu können. Denn die Patient*innen müssen ernst genommen und einbezogen werden. Das Verständnis der Umgebung ist von entscheidender Bedeutung.

Austausch mit Betroffenen:

Der Austausch mit anderen Menschen, die ebenfalls von der EGPA betroffen sind, kann eine wichtige Quelle des Trostes und der Unterstützung sein. In Selbsthilfegruppen oder Patienteninitiativen, wie NIK e.V. oder Vaskulitis e.V., auf Social Media (z.B. auf Facebook und Instagram bei @lebenmitegpa.de) und Online-Foren können Betroffene Erfahrungen teilen und sich gegenseitig ermutigen.

Die Schwierigkeit, Informationen zur EGPA zu finden:

Die Herausforderung, verlässliche Informationen über die EGPA zu finden, ist real. Da die Erkrankung so selten ist, gibt es oft begrenzte wissenschaftliche Literatur und für Betroffene kaum verständliche und nützliche Informationen zum Umgang mit der Erkrankung. Hier sind einige Tipps, wie Sie trotzdem Informationen finden können:

  • Spezialisierte Ärzte: Suchen Sie, z.B. über den Ärztefinder auf www.lebenmitegpa.de, nach Ärzten und Kliniken, die sich auf Autoimmunerkrankungen und insbesondere auf die EGPA spezialisiert haben. Diese Experten haben oft Zugang zu den neuesten Informationen und Behandlungsoptionen.
  • Online-Communities: Online-Foren und soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und Informationen zu sammeln. Beachten Sie jedoch, dass nicht alle Informationen in diesen Gruppen wissenschaftlich fundiert sind.
  • Medizinische Bibliotheken und Forschungsdatenbanken: Suchen Sie in medizinischen Bibliotheken und wissenschaftlichen Forschungsdatenbanken nach aktuellen Studien und Artikeln zur EGPA.
  • Webseiten für Betroffene und Angehörige wie lebenmitegpa.de oder NIK e.V., können wertvolle Ressourcen und Unterstützung bieten.

Mut schöpfe und Unterstützung finden:

Die EGPA ist zweifellos eine herausfordernde Erkrankung, aber es gibt Hoffnung. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann Mut machen und wertvolle Einblicke bieten. Die Suche nach den richtigen Experten, der richtigen Therapie und die aktive Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit sind entscheidend.
Denken Sie daran, dass Sie nicht allein sind, und dass es Möglichkeiten gibt, Informationen und Unterstützung zu finden. Mit der richtigen medizinischen Betreuung, Selbstfürsorge und dem Rückhalt von Angehörigen und Gleichgesinnten können Sie Wege finden, um mit der EGPA zu leben und ein erfülltes Leben zu führen.

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LebenmitEGPA
Die Website www.lebenmitEGPA.de bietet Ihnen Unterstützung, die Krankheit EGPA besser zu verstehen und wichtige Therapieentscheidungen gemeinsam mit Ihren behandelnden Ärzten zu treffen – vor allem, um mit dieser seltenen chronischen Krankheit möglichst gut zu leben. Auf www.lebenmitEGPA.de gibt es Tipps für Betroffene und Angehörige für den Alltag und den Umgang mit der Erkrankung, Erklärungen von Begrifflichkeiten und Symptomen, Geschichten und Erfahrungsberichte von Betroffenen, Informationen zu Selbsthilfegruppen sowie einen Ärztefinder.

Mit freundlicher Unterstützung von:
GSK

Hautwochen im April 2024– Aufklärung rund um
chronisch-entzündliche Hauterkrankungen

NIK e.V. und derma2go machen Neurodermitis, Schuppenflechte und Acne inversa sichtbar.

Gemeinsam mit der Teledermatologie derma2go starten wir eine Aufklärungskampagne in Form der Hautwochen vom 22.04. bis 05.05.2024 und bieten Unterstützung bei Neurodermitis, Schuppenflechte und Acne inversa an.

Die meisten Menschen mit chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis (Atopische Dermatitis), Schuppenflechte (Psoriasis) oder Acne inversa (Hidradenitis Suppurativa) haben eine lange Suche hinter sich. Eine Suche nach der richtigen Diagnose, dem richtigen Spezialisten und der richtigen Therapie. Häufig leiden sie unnötig, weil sie zum Beispiel nicht adäquat behandelt werden, sich nicht trauen in die Praxis zu gehen oder einfach noch gar nicht wissen, was sie haben und an wen sie sich wenden sollen. Da wundert es nicht, dass Betroffene irgendwann anfangen, an sich selbst und der Wahrnehmung zum eigenen Körper zu zweifeln. Dabei gibt es schnelle Hilfe und wirksame Therapieoptionen – Das zeigt auch unsere Zusammenarbeit mit der Teledermatologie-Plattform derma2go im Rahmen der Hautwochen.

Während der Hautwochen gibt es die Erstberatung mit den Dermatologen auf derma2go kostenlos für alle betroffenen Patienten!
(statt regulär 35 Euro)

Was sind Biologika / Systemtherapien?

Was sind Biologika / Systemtherapien?

Wenn es nicht mehr reicht, eine Chronische Hauterkrankung von außen z.B. mit Cremes zu behandeln oder man damit nicht ausreichend Erfolg erzielt, ist eine innerliche Behandlung mit Medikamenten indiziert, eine sog. Systemtherapie. Hierbei handelt es sich bevorzugt um Tabletten oder Spritzen. Bei Tabletten gelangen die Wirkstoffe über den Magen-Darm-Trakt in die Blutbahn, bei Spritzen erfolgt dies direkt. Ihre Wirksamkeit ist dadurch stärker, doch steigt damit auch das Risiko von Nebenwirkungen. Wirkstoffe mit gezielter Wirkung nach einem sog. Schlüssel-Schloss-Prinzip erhalten daher immer mehr Bedeutung, weil sie z. B. die Aktivität bestimmter Immunzellen ganz gezielt und damit mit wenig unerwünschten Wirkungen blockieren. Zu diesen Wirkstoffen gehören z.B. Biologika, Medikamente die biotechnologisch hergestellt werden.

Wie wirken Systemtherapien bei chronischen Hauterkrankungen und was macht Biologika dabei besonders?

Systemtherapien sind Therapien mit z.B. Tabletten oder Spritzen, die von innen auf die Erkrankung wirken. Sie nehmen bei chronischen Hauterkrankungen Einfluss auf das Immunsystem. Einige altbewährte Medikamente wie Methotrexat und Ciclosporin wirken sich breitbasig auf das Immunsystem aus, fahren es also allgemein etwas herunter. Mittlerweile gibt es modernere Systemtherapeutika wie Biologika und JAK-Inhibitoren. Bei den Biologika handelt es sich um biotechnologisch hergestellte Medikamente in Form von Antikörpern , die an bestimmten Stellen im Immunsystem wirken. Man spricht von einem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Sie blockieren bestimmte Botenstoffe, die meist hochreguliert sind, und reduzieren so die Entzündungsaktivität. Hierbei gibt es komplizierte Kaskaden in unserem Immunsystem, die so blockiert werden. Durch die gezielte Wirkung haben die Patienten meistens weniger Nebenwirkungen als bei den Immunsuppressiva.

Welche Systemtherapien gibt es?

Bei den Systemtherapien gibt es die altbewährten Medikamente die das Immunsystem drosseln wie MTX oder Ciclosporin. MTX nimmt dabei Einfluss auf die Zellteilung und reduziert die sich schnell teilenden Zellen des Immunsystems. Ciclosporin hingegen kommt häufig auch in der Orantransplantation zur Anwendung, um Abstoßungsreaktionen zu verhindern. Es verhindert die Ausschüttung immunsystemstimulierender Stoffe und somit die Aktivierung und Vermehrung von Abwehrzellen. Modernere Medikamente wie Biologika oder JAK-Hemmer hingegen wirken gezielt an bestimmten Stellen im Immunsystem ohne es breitbasig zu beeinflussen. Das Immsunsytem arbeitet in Kaskaden oder Hierarchien mit Kettenreaktionen. Moderne Systemtherapeutika wirken nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip und sind speziell auf die jeweilen Kaskaden der Erkrankung abgestimmt. Sie blockieren bestimmte Botenstoffe, die meist übermäßig produziert werden, regulieren so das Immunsystem hin zu normalen Leveln und reduzieren dadurch die Krankheitsaktivität. Biologika sind hier biotechnologisch hergestellte Antikörper, die an bestimmte Botenstoffe andocken und sie dadurch blockieren. JAK-Inhibitoren blockieren ebenfalls proinflammatorische Stoffwechselprozesse in der Zelle.

Biologika sind mittlerweile für viele Erkrankungen zugelassen. Bei der Haut sind es v.a. die Psoriasis, die Neurodermitis und die Acne inversa. Aber auch Rheuma und chronisch entzündliche Darmerkrankungen werden mit Biologika behandelt.

Ein Beitrag von derma2go

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