Interview mit Dr. Yael Adler: Sheabutter bietet ganzheitliche Pflege

Sheabutter – Manchmal kommen die besten Pflegeprodukte direkt aus der Natur!

Dermatologin Dr. Yael Adler erklärt uns im Interview, warum Sheabutter mehr als nur ein Feuchtigkeitsspender ist. Sie ist ein wahres Multitalent: schützt die Haut, pflegt und repariert, selbst bei Neurodermitis und Psoriasis – Denn Sheabutter hat auch entzündungshemmende Eigenschaften! Dr. Adler teilt, wie sie auf entzündliche Hautzustände wirkt, gibt wertvolle Anwendungshinweise für Menschen mit Hautproblemen und erklärt, wie Sheabutter die Hautbarriere stabilisiert und Feuchtigkeit länger einschließen kann. Das Ergebnis: geschmeidige und robuste Haut.

Von Juckreiz bis zur vorzeitigen Hautalterung – Sheabutter bietet ganzheitliche Pflege. Doch nicht jede Sheabutter ist gleich! Dr. Adler verrät, worauf Ihr beim Kauf achten solltet.

Interview:

 Dr. Adler, könnten Sie uns bitte mehr darüber erzählen, welche spezifischen Eigenschaften von Sheabutter sie zu so einer guten Wahl für die Hautpflege machen?

Beeindruckend vielfältig wirkt das Fett aus den Nüssen des Karitébaums, die streng genommen, botanisch korrekt eigentlich Beeren sind. In seiner ursprünglichen Form zartgelb bis elfenbeinfarben, bei weiterer Verarbeitung, wenn ihm das Beta-Karotin entzogen wird, schließlich weiß. Shea Butter ist wachsartig, ölig, schaumig oder körnig, je nachdem, welche Fettsäuren, Verarbeitung und -temperatur noch mitspielen. Die unraffinierte Sheabutter hat bei guter Qualität einen nussigen Duft und entpuppt sich als wahrhaftes Multitalent. Sie schützt, pflegt und beruhigt die Haut, und repariert sie sogar. Sie hält die Feuchtigkeit der Haut, ist wundheilungsfördernd, unterstützt unsere natürliche Hautbarriere, pflegt trockene Haut an Körper und im Gesicht, Lippen, Bart, Haar und Kopfhaut und macht uns stark gegen Wind und Wetter. Sanft wie sie ist, taugt Sheabutter zur Kinder- und Babypflege – besonders im kritischen Windelbereich. Ihre Wirkung geht aber noch weiter, reicht sogar bis ins Medizinische, etwa bei Neurodermitis und Juckreiz. Sheabutter wirkt antientzündlich und schmerzlindernd. Für ein reines Naturprodukt eine nahezu sensationelle Bandbreite – bis ganz knapp vorm Wundermittel!

Sheabutter wird oft als feuchtigkeitsspendender Inhaltsstoff gepriesen. Könnten Sie uns erklären, wie genau Sheabutter Feuchtigkeit in die Haut einschließt und welche Vorteile dies für verschiedene Hauttypen bietet?

Hautfette verlangsamen die übermäßige Verdunstung, Feuchtigkeit bleibt länger in der Hornschicht, die Haut ist geschmeidig und robust. Sheabutter unterstützt diesen Prozess und insbesondere dann besonders effektiv, wenn die Haut das nicht alleine schafft, weil sie zu trocken ist durch Veranlagung oder übermäßiges Waschen oder Wasserkontakt. Sie legt sich wie die hauteigenen Fette auf die Haut und schließt Feuchtigkeit länger ein, somit wird die Hautbarriere stabilisiert und regeneriert. Angreifer, wie Erreger, Chemikalien und Allergene haben so weniger Chance, denn sie werden draußen gehalten. Dafür stärkt man das Mikrobiom der Haut, wenn die Hornschicht samt Feuchtigkeitsgehalt intakt ist.

Sheabutter kann entzündungshemmende Eigenschaften. Wie wirkt sie auf entzündliche Hautzustände und empfindliche Haut? Gibt es besondere Anwendungshinweise für Menschen mit Hautproblemen?

Ist die Barriere stabilisiert, geht die Entzündungsaktivität der Haut zurück. Reite aller Art können die Haut weniger ärgern. Wenn fette, Feuchtigkeit, Hornzellen, Säureschutzmantelöl und Mikrobiom, also die lieben Türsteherbakterien, in der gewünschten Balance sind, gehen Hautentzündungen zurück. Damit auch Juckreiz, Schuppung und vorzeitige Alterung der Haut. Unterstützt wird diese bei der naturbelassenen Sheabutter durch Vitamin A und E, was antioxidativ wirkt und die Oberhaut schützt.

Die Herkunft und Qualität von Sheabutter scheinen eine Rolle für ihre Wirksamkeit zu spielen. Könnten Sie uns einige Einblicke geben, worauf Verbraucher achten sollten, wenn sie hochwertige Sheabutter-Produkte auswählen, um die besten Ergebnisse zu erzielen?

Sheabutter ist nicht immer butterweich…

Mit ihrem beträchtlichen Gehalt an pflegenden Wachsen kann sie sogar relativ hart sein – vielleicht nicht unbedingt das, was Sie sonst aus Tuben und Tiegeln auf die Haut aufbringen. Sie wissen dann aber zumindest, dass es sich um ein relativ reines Naturprodukt ohne überflüssige oder verfälschende Zusätze handelt.

Die Anwendung mag dann etwas ungewohnt wirken, aber Sie werden davon profitieren. Schaben Sie einfach möglichst dünne Flocken ab, und lassen Sie sich diese im wahrsten Sinne des Wortes direkt auf der Haut zergehen! Sie können die Butter auch in leichter Wärme lagern, sie wird dann weicher und streichfähiger. Aber es genügt auch, mit einem kleinen Brocken über die zu pflegenden Hautareale zu fahren, ein dünner Film bleibt dort garantiert zurück. Der sichert eine optimale Schutz- und Pflegefunktion. „Butter ist durch nichts zu ersetzen – außer durch Butter“, beschwor ein Werbeslogan der 1970er-Jahre. Das Gleiche gilt heute für Sheabutter.

Sheabutter ist auch in öliger Konsistenz erhältlich oder mit Öl versetzt, führt dabei aber schneller zum gegenteiligen Effekt – die hauteigenen Fette können so eher ausgewaschen werden und die Oberhaut austrocknen. Die festere eher wachsartige Butter pflegt also effektiver. Weiße Sheabutter ist raffiniert und wurde ihrer Vitamine beraubt, sie ist daher ebenfalls weniger pflegend.

360° Patienten-Services von Biogen

360° Patienten-Services von Biogen: Rund um die Uhr erreichbar für Betroffene von Multipler Sklerose und deren Angehörige

Mit den 360° Services möchte Biogen allen Betroffenen von Multipler Sklerose (MS) und deren Angehörigen einen emotionalen Anker bieten, z.B. für die Bewältigung der Diagnosestellung oder auch ein offenes Ohr bei sehr persönlichen Themen wie Sexualität und Familienplanung.

Individuelle Impulse rund um die Uhr: Das MS Service-Center nimmt sich Zeit, bietet individuelle Impulse und empathische Begleitung bei der Diagnosestellung und im weiteren Leben mit MS, vermittelt Kraft, Empowerment und Selbstvertrauen: ob bei sensiblen und emotionalen Aspekten oder bei Themen wie Ernährung, Entspannung, Sport und Familie.

Rundum wohlfühlen: Das kostenlose MS-Begleitprogramm ist auf jede Patientin und jeden Patienten individuell zugeschnitten mit persönlichen und digitalen Unterstützungsangeboten, abgestimmt auf die speziellen Anforderungen der verordneten Biogen-Therapie: Wiederholung der ärztlichen Empfehlungen für den Umgang mit der Biogen-Therapie und deren Anwendung, Entwicklung von Strategien zum Leben mit MS mit dem Ziel, das Selbstmanagement, Wohlbefinden und die Lebensqualität zu fördern (Themen wie Motivation, Ernährung, Stressbewältigung, Entspannung, Sozialrecht, Beruf, soziales Umfeld) oder individuelle, vertiefende Informationen – immer entsprechend dem Wunsch der Patient*innen

Orientierung rund um das Leben mit MS: Auf dem MS-Portal mein.ms-life.de kann das Wissen zur MS erweitert werden. Jetzt mit auch mit dem ErnährungsManager für einen rundum gesunden Lifestyle.

Rundum organisiert: Die App Cleo unterstützt im Alltag mit hilfreichen Dokumentations- und Erinnerungsfunktionen und personalisierbaren Wohlfühl- und Trainingsprogrammen.

Rundum informiert:  Die Infomaterialien enthalten verständliche Informationen für den Alltag mit MS und unterschiedliche Lebenssituationen wie z.B. bei Kinderwunsch sowie gezielte Aufklärung rund um das verordnete Biogen-Medikament.

MS-Betroffene, die die 360° Services bereits genutzt haben, sagen Folgendes:

  • „Vielen Dank für das Gespräch. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich mit meinem MS Coach spreche. Es macht mir Mut, auch schwierige Aufgaben anzugehen und motiviert mich, neue Perspektiven einzunehmen.“
  • „Die Gespräche mit dem MS Service Center fühlen sich an, als würde ich mit einer Freundin sprechen, die ich schon lange kenne.“
  • „Ich bin total begeistert von der ausführlichen Auskunft und dem Service. Mir wurden meine Fragen zur MS und zu meiner Therapie sehr gut erklärt und ich fühle mich jetzt viel sicherer.“

Mehr zu den 360° Services erfahren Betroffene und Angehörige unter https://mein.ms-life.de/service sowie im MS Service-Center unter der Telefonnummer Tel: 0800 030 77 30.

Hautpflege mit Wohlfühlfaktor

Unsere Erfahrungen mit basischer Hautpflege

Eine gute Basispflege ist nicht nur wichtig für die Hautgesundheit, sie kann auch helfen, das Wohlbefinden in der eigenen Haut zu steigern. Doch die Suche nach der passenden Hautpflege ist oft eine längere Odyssee. Madeleine von NIK e.V. und ihre Tochter Lia haben basische Hautpflege bei Neurodermitis getestet und berichten von ihren Erfahrungen.

Wie sind Sie auf die basische Hautpflege von SIRIDERMA aufmerksam geworden?

Meine Tochter hat Neurodermitis seit sie ca. 1 Jahr alt ist. Meistens ist die Augenpartie, die Arme und der Hals betroffen. Wir haben verschiedene Cremes ausprobiert und zwischendurch, wenn sie sich mal blutig gekratzt hat auch über einen längeren Zeitraum mal eine leichte Kortison Creme. Durch NIK e.V. sind wir auf die Produkte von SIRIDERMA aufmerksam geworden.  

Welche Produkte haben Sie getestet?

Lia nimmt täglich ca. 2-3x die Aufbau-Pflegecreme BASIS und wenn es mal etwas schlimmer ist (meistens in der Armbeuge oder am Hals), dann auch die Aufbau-Pflegecreme PLUS. Mit etwas schlimmer meine ich, dass sie sich so stark kratzt, dass sie blutige Stellen hat.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der basischen Hautpflege gemacht?

Die basische Hautpflege tut meiner Tochter sehr gut. Sie hat schon viele Cremes ausprobiert und es waren auch einige Cremes dabei, die sie sofort abgelehnt hat. Entweder die Haut hat anschließend noch mehr gejuckt als vorher oder sie fühlte sich einfach komisch an… sie ist sehr kritisch. Das regelmäßige Eincremen mit der Aufbau-Pflegecreme BASIS von SIRIDERMA sorgt dafür, dass sie sich weniger kratzt.

Inwiefern hat die basische Hautpflege das Hautbild Ihrer Tochter beeinflusst?

Sie hat ca. im Mai 2023 mit der Basispflege von SIRIDERMA angefangen. Die Creme hat ihr sofort gut gefallen und den ganzen Sommer über waren kaum Stellen vorhanden. Jetzt seit September fängt sie wieder an sich etwas mehr zu kratzen aber die Arme sehen trotzdem verhältnismäßig gut aus, im Vergleich zum letzten Jahr zu dieser Zeit.

Welchen Tipp würden Sie anderen Betroffenen bzw. Eltern geben?

Nicht müde zu werden und immer weiter ausprobieren, bis man das richtige Produkt für sein Kind gefunden hat. Wichtig finde ich auch, dass das Kind aus der eigenen Motivation die Produkte ausprobiert und selbst entscheiden darf, was sich gut und was sich nicht gut anfühlt.

Die SIRIDERMA MED Produkte gibt es auch im praktischen Kennenlern-Set.
Bis zum 19.11.2023 kann man mit dem Code NIK20 20% Rabatt auf das Kennenlern-Set MED erhalten und die basische Spezialpflege testen.

Bei Fragen rund um die basische Hautpflege hilft gerne die kostenlose, telefonische Hautberatung von SIRIDERMA unter +49 (0) 21 73 – 90 56 0 weiter.

Was sind Biologika / Systemtherapien?

Was sind Biologika / Systemtherapien?

Wenn es nicht mehr reicht, eine Chronische Hauterkrankung von außen z.B. mit Cremes zu behandeln oder man damit nicht ausreichend Erfolg erzielt, ist eine innerliche Behandlung mit Medikamenten indiziert, eine sog. Systemtherapie. Hierbei handelt es sich bevorzugt um Tabletten oder Spritzen. Bei Tabletten gelangen die Wirkstoffe über den Magen-Darm-Trakt in die Blutbahn, bei Spritzen erfolgt dies direkt. Ihre Wirksamkeit ist dadurch stärker, doch steigt damit auch das Risiko von Nebenwirkungen. Wirkstoffe mit gezielter Wirkung nach einem sog. Schlüssel-Schloss-Prinzip erhalten daher immer mehr Bedeutung, weil sie z. B. die Aktivität bestimmter Immunzellen ganz gezielt und damit mit wenig unerwünschten Wirkungen blockieren. Zu diesen Wirkstoffen gehören z.B. Biologika, Medikamente die biotechnologisch hergestellt werden.

Wie wirken Systemtherapien bei chronischen Hauterkrankungen und was macht Biologika dabei besonders?

Systemtherapien sind Therapien mit z.B. Tabletten oder Spritzen, die von innen auf die Erkrankung wirken. Sie nehmen bei chronischen Hauterkrankungen Einfluss auf das Immunsystem. Einige altbewährte Medikamente wie Methotrexat und Ciclosporin wirken sich breitbasig auf das Immunsystem aus, fahren es also allgemein etwas herunter. Mittlerweile gibt es modernere Systemtherapeutika wie Biologika und JAK-Inhibitoren. Bei den Biologika handelt es sich um biotechnologisch hergestellte Medikamente in Form von Antikörpern , die an bestimmten Stellen im Immunsystem wirken. Man spricht von einem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Sie blockieren bestimmte Botenstoffe, die meist hochreguliert sind, und reduzieren so die Entzündungsaktivität. Hierbei gibt es komplizierte Kaskaden in unserem Immunsystem, die so blockiert werden. Durch die gezielte Wirkung haben die Patienten meistens weniger Nebenwirkungen als bei den Immunsuppressiva.

Welche Systemtherapien gibt es?

Bei den Systemtherapien gibt es die altbewährten Medikamente die das Immunsystem drosseln wie MTX oder Ciclosporin. MTX nimmt dabei Einfluss auf die Zellteilung und reduziert die sich schnell teilenden Zellen des Immunsystems. Ciclosporin hingegen kommt häufig auch in der Orantransplantation zur Anwendung, um Abstoßungsreaktionen zu verhindern. Es verhindert die Ausschüttung immunsystemstimulierender Stoffe und somit die Aktivierung und Vermehrung von Abwehrzellen. Modernere Medikamente wie Biologika oder JAK-Hemmer hingegen wirken gezielt an bestimmten Stellen im Immunsystem ohne es breitbasig zu beeinflussen. Das Immsunsytem arbeitet in Kaskaden oder Hierarchien mit Kettenreaktionen. Moderne Systemtherapeutika wirken nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip und sind speziell auf die jeweilen Kaskaden der Erkrankung abgestimmt. Sie blockieren bestimmte Botenstoffe, die meist übermäßig produziert werden, regulieren so das Immunsystem hin zu normalen Leveln und reduzieren dadurch die Krankheitsaktivität. Biologika sind hier biotechnologisch hergestellte Antikörper, die an bestimmte Botenstoffe andocken und sie dadurch blockieren. JAK-Inhibitoren blockieren ebenfalls proinflammatorische Stoffwechselprozesse in der Zelle.

Biologika sind mittlerweile für viele Erkrankungen zugelassen. Bei der Haut sind es v.a. die Psoriasis, die Neurodermitis und die Acne inversa. Aber auch Rheuma und chronisch entzündliche Darmerkrankungen werden mit Biologika behandelt.

Ein Beitrag von derma2go

Gastbeitrag von Dr. med. Ute Maria Buttgereit: Verhaltensveränderungen

VERHALTENSVERÄNDERUNG IN DER Mind/Body-Medizin

Heute möchte ich Ihnen als Allgemeinmedizinerin und Mind/Body-Medizin-Therapeutin Anregungen zum Thema Verhaltensveränderungen in Ihrer Gesunderhaltung aufzeigen.

Wir wissen alle, wie schwer es ist, alte Gewohnheiten zu verändern. Allein schon beim Yoga die Arme mal anders zu verschränken, ist nicht nur anfangs eine Herausforderung.

Geplante Verhaltensveränderungen stehen schnell auf der Liste der guten Vorsätze, aber die Umsetzung dauert monatelang. Veränderungen sollten minimalistisch, aber trotzdem präzise geplant und liebevoll unterstützt werden. Bitte arbeiten Sie nie gleichzeitig an verschiedenen Veränderungen und sind sich von Anfang an bewusst, Rückfälle gehören dazu. Diese sind kein Grund zur Scham, sondern nur ein Anlass wieder aufzustehen, weiterzumachen und evtl. den Handlungsplan noch etwas individueller anzupassen…

Früher war es üblich, dass Ärzt*innen Bewegung, Diäten und medikamentöse Therapien verordneten und bei Nicht-Einhalten von Non Compliance oder mangelnder Compliance sprachen. Inzwischen praktizieren wir immer öfters eine individualisierte, personalisierte, partizipative Medizin, die Patient*innen in den Mittelpunkt stellt und uns bei allen Therapievorschlägen Adhärenz leitet. Adhärenz bedeutet: Übereinstimmung zwischen Therapeutischer Empfehlung u. Patientenverhalten: Qualität, Respekt, Empathie und gegenseitige Wertschätzung.

Wir wissen, dass Erfolge viel öfters eintreten, wenn der*die Patient*in eine Sinnhaftigkeit in seinem Therapieplan oder in Verhaltensänderungen sieht. Ebenso wichtig ist die Selbstwirksamkeit, was ein Komplex aus: persönlicher Erfahrung, Identifikation mit eigenen Erfolgen, Rückmeldungen von Freunden und dem wahrgenommenen Gefühl von Entspannt sein etc. ist.

Mit diesem Medizinverständnis und Berücksichtigung der Selbstwirksamkeit biete ich meinen Patient*innen in meiner Sprechstunde und meinen Mind/Body-Medizin-Kursen Strategien bei dem Wunsch nach Verhaltensveränderungen an.
Verhaltensveränderungen sind nicht wie die Fahrt in einem Aufzug – den richtigen Knopf gedrückt, Luft angehalten und tapfer am Ziel angekommen-, nein Verhaltensveränderungen gehen stufenweise zu Fuß im eigenen Tempo voran (s. Transtheoretisches Stufenmodell). Ja und die Vorsätze sollten praktikabel, sinnhaft und umsetzbar sein.
Die Stockwerke bei Verhaltensveränderungen heißen: Absichtslosigkeit-Absichtsbildung-Vorbereitung-Handlung- Aufrechterhaltung.  Nun möchte ich Ihnen beschreiben, wie ich meine Patient*innen nach oben begleite:

Im 1. Stockwerk/Stufe begegne ich oft Menschen mit Widerstand gegen eine Veränderung: und dann ist dieses Nein so auch gut. Manchmal biete ich noch Infomaterial an und lass es dabei beruhen. Wir sind in der Motivationsphase und mehr ist noch nicht nötig.

Im 2. Stockwerk/Stufe sehe ich nun schon offene, neugierige Menschen mit Ambivalenz und einer fraglichen Absichtsbildung, Oh gerne Verhaltensveränderungen, nein, ja aber…. Was nun? Die Entscheidungsbalance fällt leichter mit Berücksichtigung der Vorteile, der zu erwartenden Rendite und Nachteile bei der fraglichen Verhaltensveränderung. Überwiegt nun Pro oder Contra bei Ihnen?

Danach frage ich den*die Patient*in anhand einer Skala, wie wichtig es ihm ist und wie zuversichtlich er ist.  Die Zuversicht ist oft geprägt von früheren gelungenen Erfahrungen.

Falls die Wichtigkeit und Zuversicht überwiegen, ist die nötige Motivation da und ich gratuliere zur Selbstverpflichtung und auch nur dann bereite ich den weiteren Aufstieg meines*meiner Patient*in für die Verhaltensveränderungen vor.
Es wäre nicht angebracht, weiter voranzugehen, wenn es auch nach Nachjustieren an der bewussten Wichtigkeit, Interesse und Zuversicht zum jetzigen Zeitpunkt fehlt. Lieber jederzeit wieder neu die Situation betrachten und dann evtl. bereit sein, daran zu arbeiten.

Im 3. Stockwerk/Stufe ist das Management, das die Motivation, Intention in konkretes Handeln umsetzt, die Volitionsphase. Die nun nötige Handlungsplanung ist elementar für das Gelingen und Erreichen des Zieles.

So schauen wir, dass das Ziel aktiv, realistisch umsetzbar ist, optimistisch wahrgenommen wird, messbar und auch annehmbar für unseren Patienten ist. Sowohl der Weg und das Ziel mögen zuvor exakt formuliert werden, um individuell genau zu passen. Nur mit so einem AROMA sind stabile Verhaltensänderungen erfolgsversprechend!

Evtl. demnächst auftretende Hindernisse, Barrieren oder sogar Begegnungen mit „alten Schweinehunden“ planen wir mit ein und überlegen vorausschauend Lösungen. Das können konkret z.B. Allwetterausrüstungen, unterstützende Freunde, CAM Therapien und feste Termine etc. sein: Eben genau das, was diesem Menschen bei der Umsetzung hilft.

Im 4. Stockwerk/Stufe läuft das Handling und wir sehen die begonnene Veränderung, nehmen bewusst Erfolge wahr und Sie verdienen die von uns früher geplante Belohnung oder heben sie für später auf. Falls Probleme auftreten, schauen wir diese nicht wertend und achtsam an, hinterfragen kurz das AROMA und ziehen evtl. soziale Unterstützung oder Freunde hinzu.

Im 5. Stockwerk/Stufe angekommen, genießen wir die Aussicht auf unseren Erfolg und überlegen eine Strategie zur Aufrechterhaltung und Stabilisierung. Selbstverständlich gehören auch hier die Akzeptanz und Ideen für Ausrutscher dazu.
In meiner langjährigen Berufs- und Lebenserfahrung konnte ich mit diesem Stufenschema selbst sehr gut arbeiten und hoffe Ihnen damit auch Impulse für Ihre Salutogenese geben zu können.

Bewährt haben sich auch Gruppenkurse für ein gesünderes Leben, da die Gruppenenergie sehr viel mitträgt. Bei Fragen und zu stattfindenden MBM Einzel-oder Gruppenkursen finden Sie nähere Infos unter www.dr-buttgereit.de und www.wellbeingHamburg.de.

Herzlichst, Dr. Ute Maria Buttgereit, Fachärztin für Allgemeinmedizin und CIM

Keine Lust mehr auf Schuppenflechte!​

Wie schwer kann es sein?​

Nicht mehr ständig an die Haut denken müssen… für viele Menschen in Deutschland, die an Schuppenflechte leiden ist das unvorstellbar. Äußerlich sichtbar und innerlich unangenehm – nicht nur für Betroffene, sondern auch für deren Angehörige. Viele Betroffene sind in einem Kreislauf unzureichender Therapien gefangen und haben keine Motivation mehr, sich aktiv für eine Verbesserung Ihrer Erkrankung einzusetzen.

Es geht tatsächlich viel leichter

Die Lebensqualität lässt sich jedoch deutlich verbessern, wenn die durch die Krankheit bedingten Herausforderungen reduziert werden. Hierfür findet man bei SCHUPPENFLECHTE HILFE nicht nur Tipps für den täglichen Umgang mit Psoriasis, sondern allerhand Informationen über die Erkrankung, bis hin zur Aufklärung über Therapieoptionen. Dadurch soll Betroffenen der Weg zu mehr Lebensqualität geebnet werden.​

Hier könnt ihr mehr erfahren: www.schuppenflechtehilfe.de

Traumhafte Aussicht

Für viele Betroffene kaum zu glauben, doch in vielen Fällen lässt sich sogar eine Erscheinungsfreiheit erreichen. Der erste Schritt auf dem Weg dorthin ist die individuelle Beantwortung von essenziellen Fragen hinsichtlich der Krankheit:

  • Wie schwer ist meine Schuppenflechte?​
  • Welche Therapie ist für mich geeignet?​
  • Wie finde ich den richtigen Arzt für mich?​
  • Was kann ich tun, um einen besseren Umgang mit meiner Schuppenflechte zu finden?​
  • Wie kann ich Arztgespräche vorbereiten?​
Blogbeitrag: Keine Lust mehr auf Schuppenflechte

Auch die Ernährung spielt eine Rolle

Die Ernährung kann das Krankheitsgeschehen positiv beeinflussen und einen Beitrag zur Linderung von Beschwerden leisten. Erfahren Sie unter https://www.janssenwithme.de/de-de/psoriasis/ernaehrung, welche Grundsätze wichtig sind, wie Sie diese Prinzipien in Ihren Alltag integrieren können und welche positiven Auswirkungen eine ausgewogene Ernährung bei Psoriasis haben kann.

Antworten auf diese Fragen sowie weitere Infos finden Betroffene auf SCHUPPENFLECHTE HILFE
www.schuppenflechtehilfe.de

Ein Beitrag der Janssen-Cilag-GmbH

Johnson & Johnson Logo

Hilfsmittel – Feind oder Freund?

Die Vielfalt an Hilfsmitteln ist groß und die Entwicklung schreitet stetig voran.

Für Außenstehende klingt es einfach ein Hilfsmittel zu beantragen. Sie denken oft: Es ist doch nur ein Blatt Papier, das zur Krankenkasse geschickt wird und oft fehlt das Verständnis, warum so viele Betroffene zögern.

Die Beantragung für ein Hilfsmittel kann nämlich zu einem Riesenprojekt werden. Erstmal muss man sich eingestehen, dass man dieses Hilfsmittel braucht, weil es eben nicht so funktioniert wie früher. Wenn man erstmal die Verordnung bekommen hat, geht es zum Beispiel ins Sanitätshaus für eine Beratung und um erste Modelle auszuprobieren. Wenn das Hilfsmittel eine Erstverordnung ist und relativ „günstig“ ist, könnte es sein, dass nur die Verordnung ausreicht und sofort die Zusage für die Kostenübernahme kommt. Es kommt aber häufig vor, gerade wenn es um Hilfsmittel nach Maß geht, dass Vorher/Nachher-Videos oder ein Tagebuch, wann und wie das Hilfsmittel eingesetzt wird, nötig sind.

Wenn die Krankenkasse nicht bereit ist, die Kosten zu übernehmen, beginnt ein mühsamer Schriftverkehr mit der Krankenkasse, hier fehlt dann eventuell die Kraft und dann lässt man es lieber oder begnügt sich mit der günstigeren Alternative, für die die Krankenkasse bereit ist, die Kosten zu übernehmen. Was viele nicht wissen, man kann Hilfe bekommen bei einem Widerspruch.

Die Gesellschaft trägt leider auch dazu bei, dass Betroffene sich unwohl fühlen, sich mit dem Hilfsmittel zu zeigen oder über die Notwendigkeit zu sprechen. Über einige Hilfsmittel wird auch zu wenig gesprochen, zum Beispiel Einmalkatheter und so bleibt es in der Gesellschaft leider ein Tabuthema.

Hilfsmittel sollte man als Chance sehen, denn sie heißen nicht umsonst Hilfsmittel. Sie sind dazu da, um das Leben zu vereinfachen und für mehr Lebensqualität zu sorgen.

Care+ App

Die Care+ App – eine für alles!

Die Care+ Welt erweitert sich! Arzttermine, Medikamente und eine ständig wechselnde Tagesform – der Alltag mit einer rheumatischen Erkrankung kann recht herausfordernd sein. Wer hier den Durchblick behalten will, kann sich nun zusätzliche Unterstützung holen: mit der Care+ App!

Gut informiert + gut organisiert: die ideale Kombi

Ob es um medizinische Informationen, Ihr Therapiemanagement oder Tipps fürs Büro geht – die Care+ App ist ein mobiles Multitalent und optimal auf Ihren bewegten Alltag abgestimmt. Kompakt und leicht verständlich bündelt der digitale Service alles, was Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung interessiert. Greifen Sie auf vielfältige und fundierte Inhalte zurück oder nutzen Sie eine der zahlreichen interaktiven Funktionen. Die Care+ App ist ein smarter Begleiter komplementär zu MeinCarePlus.de. Sie kann Ihnen den Umgang mit Ihrer Erkrankung in vielen Bereichen erleichtern – überall und jederzeit.

Das bietet Ihnen die Care+ APP

  • Wertvolles Hintergrundwissen zu rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis
  • Eine Dokumentation Ihres Gesundheitszustandes, die Ihre Behandlung unterstützen kann
  • Gelenkschonende Sportübungen
  • Verlockende Rezeptideen
  • Einen Login-Bereich mit exklusiven Patienten-Features:
  • Erfahren Sie mehr über Ihr Medikament
  • Organisieren Sie Arzttermine und Medikation in Ihrem persönlichen Therapieplan mit Erinnerungsfunktion
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Unser Dream-Team

Ob Sie nun auf MeinCarePlus.de unterwegs sind, in einer Care+ Broschüre lesen oder die interaktive Care+ App nutzen: Sie profitieren im Alltag von einem Service-Paket, bei dem sich Website, Broschüren und App perfekt ergänzen.

Neugierig geworden?

Dann laden Sie sich die Care+ App kostenlos herunter:

Google Play Store: https://play.google.com/store/apps/details/?id=com.biogen.meincareplusar&utm_source=medscape&utm_medium=display&utm_campaign=2409_dgrh_deu_rhe_bbp_com

Direkt zum App Store: https://apps.apple.com/de/app/care-ar/id6654924027

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Die App CLEO – ein Alltagshelfer für MS Patienten!

Die App CLEO

Wer den Alltag mit MS meistern muss kann sich über diese App freuen.

Die App CLEO funktioniert wie eine Art MS Coach. Dir werden alle möglichen Fragen zu deiner Krankheit beantwortet. Dir werden individuell angepasste Sportprogramme angeboten und Du kannst ein Tagebuch führen, dass Dir dann Deine Angaben über Deine Gesundheit visualisiert.

Das ist toll, weil Du diese Infos auch mit Deinen Ärzten teilen kannst und Deine Behandlung individueller gestaltet werden kann. Außerdem erhältst Du aktuelle Infos und Tipps rund um MS. Es ist wichtig, dass die Infos, die Ihr bekommt Hand und Fuß haben. Deshalb sind die MS-Coaches im Chat echte Menschen und keine Roboter.

Ein Patient mit einer Neudiagnose benötigt andere Informationen als jemand, der bereits seit 20 Jahren mit MS lebt. Diese App erspart so manchem die Grübelei und Sorgen, die einen MS Patienten im Alltag bewegen. Den Arztbesuch ersetzt sie sicherlich nicht, aber diese App ist eine echte Hilfe im Alltag.

Einfach mal ausprobieren: https://www.cleo-app.de/.

Nik stellt vor: Dr. Julia Mader – Hautpflege bei Autoimmunerkrankungen

„Dr. Julia Mader ist Kosmetikwissenschaftlerin, Beraterin und Trainerin aus Leidenschaft. Ihre Expertise im Bereich Kosmetik hat sie sich in mehr als zwanzig Jahren aufgebaut.

Ihr Alleinstellungsmerkmal ist jedoch die außergewöhnliche Kombination von Praxis, Fachwissen und wissenschaftlichem Arbeiten zusammen.

Julias Herz schlägt seit mehr als zwanzig Jahren für das Thema Haut und Kosmetik. Bereits in jungen Jahren litt Julia unter schwerer Akne, wodurch die Haut, Hauterkrankungen und deren kosmetische Behandlung schon damals eine große Rolle spielten. Als gelernte Kosmetikerin hat Julia neben dem Studium und der Promotion als medizinische Kosmetikerin in Europas größter Dermatologischer Klinik gearbeitet.

Die kosmetische Behandlung von Hauterkrankungen wie z.B. Akne, Rosazea, perioraler Dermatitis, Neurodermitis oder Psoriasis unter dermatologischen Gesichtspunkten war zwölf Jahre lang ein wichtiger Bestandteil in Julias täglicher Praxis. Heute ist sie als Beraterin in der Kosmetik Industrie tätig, hält regelmäßig Fachvorträge, leitet kosmetische Workshops und schreibt wissenschaftliche Artikel für Fachmagazine“.

Interview mit Dr. Julia Mader

Ist Naturkosmetik immer die bessere Wahl?

Das kann man pauschal nicht sagen. Naturkosmetik hat viele Vorteile in Bezug auf die Rohstoffe, die in Naturkosmetik verwendet werden dürfen sowie in Bezug auf die vielen Rohstoffe, die hier eben nicht eingesetzt werden dürfen. Allerdings ist Naturkosmetik nicht generell für jede Haut und jedes Pflegebedürfnis geeignet. Vor allem bei sehr sensibler und zu Allergien neigender Haut ist Vorsicht geboten. Ebenfalls bei der Pflege von Hauterkrankungen. Bei Menschen mit atopischer Dermatitis (Neurodermitis) zum Beispiel sollte in der Zeit während einer akuten Phase auf die Pflege mit Naturkosmetik verzichtet werden. Hier steht vor allem die Therapie von Symptomen wie akutem Juckreiz und extremer Trockenheit sowie der Aufbau der Hautbarriere im Vordergrund. Immer wenn eine Hauterkrankung vorliegt, wo akute Symptome eine starke Beeinträchtigung darstellen, sollte die kosmetische Pflege vor allem schnelle Linderung bringen. Da ist Naturkosmetik nur bedingt geeignet und sollte individuell von Patient zu Patient beurteilt werden.

Was ist das Besondere an Naturkosmetik?

Grundsätzlich ist der Begriff „Naturkosmetik“ nicht geschützt. Möchte ich sicher gehen, dass die entsprechenden Pflegeprodukte reine Naturkosmetik sind, sollte ich zuerst auf bekannte Zertifizierungen achten. Sind Produkte mit den Naturkosmetik Siegeln zertifiziert, dürfen sie nur bestimmte Rohstoffe und Wirkstoffe enthalten und entsprechen den Vorgaben für reine Naturkosmetik. Bei Naturkosmetik dürfen keine synthetischen Rohstoffe wie z.B. Duft- und Farbstoffe eingesetzt werden. Zudem ist Naturkosmetik frei von jeglichen Arten von Mikroplastik, mineralölbasierten Rohstoffen und synthetischen UV-Filtern. Der Einsatz von Konservierungsstoffen ist ebenso klar geregelt wie z.B. die Verarbeitungsprozesse der Samen oder Früchte, aus denen dann im Labor natürliche Extrakte oder Öle gewonnen werden.

Was sind die größten Unterschiede zwischen Naturkosmetik und herkömmlichen Kosmetikprodukten?

Bei zertifizierter Naturkosmetik ist eindeutig geregelt, welche Rohstoffe enthalten sein und welche Gewinnungsprozesse im Labor eingesetzt werden dürfen. Ebenso muss die Herkunft der jeweiligen Früchte, Samen und Rohstoffe dokumentiert sein und den entsprechenden Anforderungen genügen. Bei konventioneller Kosmetik dagegen dürfen alle Rohstoffe eingesetzt werden, die laut Kosmetikverordnung in Deutschland und der EU zugelassen sind. Entsprechend besteht der gravierendste Unterschied bei der möglichen Auswahl und Zusammensetzung der Rohstoffe.

Worauf sollte man bei Naturkosmetik besonders achten?

Bei echter Naturkosmetik ist wie schon erwähnt die Zertifizierung wichtig. Hier gibt es z.B. das Natrue Siegel oder das COSMOS Natural Siegel. Nur so kann ich sicher sein, dass mein Kosmetikprodukt den Standards der Naturkosmetik entspricht. Es gibt viele Produkte, die vermitteln auf den ersten Blick das Image von Naturkosmetik. Beim zweiten Blick auf die INCI, die Inhaltsstoffdeklaration auf der Rückseite der Produkte, wird schnell klar, dass Rohstoffe enthalten sind die in Naturkosmetik nichts zu suchen haben. Hier ist der Verbraucher gut beraten, wenn er sich auskennt und kritisch nachfragt. Außerdem ist ein individuelles Allergie Risiko zu beachten. Leide ich unter einer bekannten Allergie gegenüber bestimmten Duftstoffen, so sollte ich diese meiden. Dies gilt ebenso für konventionelle Kosmetik.

Für wen ist Naturkosmetik besonders zu empfehlen? (Unter Berücksichtigung von Neurodermitis oder Schuppenflechte-Betroffenen)

Naturkosmetik eignet sich besonders für Menschen mit einem ruhigeren Hautbild. Das bedeutet konkret bei Betroffenen von Neurodermitis oder Psoriasis, dass Naturkosmetik zum Einsatz kommen sollte, wenn die Haut in einer schubfreien, ruhigen Phase ist. Zur Pflege der Haut sowie zur Barriere Stabilisierung eignet sich die passende Naturkosmetik ebenso wie konventionelle Pflegeprodukte.

Und wer sollte die Finger von Naturkosmetik lassen?

Vor allem in akuten Schubphasen sollte auf Naturkosmetik verzichtet werden. Ist die Haut sehr gereizt und entzündet oder befindet sich in einem akuten Schub ist eine beruhigende Pflege sehr wichtig. Der Fokus sollte hier auf der schnellen Symptom Linderung liegen sowie auf der Stabilisierung und dem Aufbau der Hautschutzbarriere. Eine Pflege, die viele Wirkstoffe enthält kann in dieser Phase reizend und überfordernd wirken. Menschen, die zu allergiebereiter Haut neigen, sollten ebenfalls in Bezug auf Naturkosmetik vorsichtig sein.

Haben Sie eine Empfehlung für Neurodermitiker und Psoriasis-Patienten, welche Art von Creme besonders hautverträglich ist?

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Pflegeprodukten, die auch für Neurodermitiker und Psoriasis-Patienten zur Stabilisierung des Hautzustandes geeignet sind. Ein Stichwort hier ist z.B. die biomimetische Pflege. Hierunter fallen Pflegeprodukte, die in ihrer Zusammensetzung der Hautstruktur nachempfunden sind. Die Inhaltsstoffe sind strukturell ähnlich unseren hauteigenen Lipiden aufgebaut und können besser in die Haut einziehen und dort wirken. Dadurch kann u.a. die Hautschutzbarriere wieder aufgebaut und gestärkt werden. Die Hautschutzbarriere ist ein essentielles Thema bei der Hautpflege bei Neurodermitikern und Psoriasis-Patienten. Auf eine Vielzahl von Wirkstoffen sowie Duftstoffe im allgemeinen sollte allerdings verzichtet werden. Zusätzlich ist es wichtig zu schauen, ob die Haut feuchtigkeitsarm oder fettarm ist. Da beide Hautbilder mehr von trockener Haut geprägt sind, ist hier die Differenzierung bei der zielführenden Behandlung wichtig.

Was halten Sie von Kosmetika mit dem Inhaltsstoff CBD?

Kosmetika mit dem Inhaltsstoff CBD haben an Popularität stark zugenommen. CBD wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt, was bei Atopikern von Vorteil ist. Zudem regt CBD die Zellproliferation an. Entsprechend ist hier bei der Behandlung der Psoriasis Vorsicht geboten. Ob Pflegeprodukte mit CBD für die Behandlung geeignet sind, sollte individuell nach gründlicher Anamnese entschieden werden. Hier kommt es wie bei allen Pflegeprodukten auch auf die Gesamtrezeptur und die weiteren enthaltenen Inhaltsstoffe an.

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