Produkte rund um die Fingernägel werden in der Schönheitsindustrie intensiv beworben. Die Aufmerksamkeit auf Finger- und Fußnägel begründet sich vermutlich darin, dass sie uns intuitiv Informationen über die Körperpflege und Gesundheit unseres Gegenübers geben. Hierfür braucht man keine medizinischen Vorkenntnisse – wir beurteilen solche kleinen Dinge instinktiv, manchmal unbewusst. So wirken z.B. bröckelnde Fingernägel viel unästhetischer als eine Narbe an den Fingern. Negative Nagelveränderungen schrecken ab, doch sind nicht alle auf eine schlechte Körperpflege zurückzuführen: Oftmals versteckt sich eine Erkrankung hinter optisch auffälligen Nägeln. Zu den häufigsten Nagelerkrankungen gehören dabei Nagelpilz und Tüpfelnägel. Wie man bestimmte Symptome selbst erkennen kann und welche Therapien wirkungsvoll sind, erfährst Du jetzt im Interview mit derma2go.
Finger- und Fußnägel befinden sich an den Körperteilen, die wir bei praktisch jeder Tätigkeit benutzen und für jeden gut sichtbar sind. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Veränderungen des Nagels häufig beobachtet werden können. Ebenfalls besteht aufgrund der Lage bei längerem Bestehen meist der Wunsch, etwas gegen die Nagelveränderungen zu unternehmen, selbst wenn diese nicht gefährlich sind.
NIK: Wie erkenne und unterscheide ich Nagelpilz bzw. Tüpfelnägel?
derma2go: Erstmal ist es wichtig, einen normalen Nagel zu erkennen. Ein gesunder Nagel ist glatt, leicht rosa und matt glänzend. An seinem Ursprung ist ein silbrig- weisser Halbmond zu sehen, woraus der Nagel ständig nachproduziert wird.
Den Nagelpilz erkennt man üblicherweise leicht. Der Nagel verliert seinen Glanz und es kommt meist am Nagelrand zu weißlichen, gelben oder grau-braunen Verfärbungen. In späteren Stadien kann sich die Nagelplatte an diesen Stellen bis zu mehreren Millimetern verdicken. Sehr häufig ist dies an Fußnägeln, insb. bei Patienten über 50 Jahren, zu beobachten. Entsteht der Nagelpilz in der Zone des Nagelwachstums (silbrig-weißer Halbmond), so wächst die Nagelveränderung mit dem Nagelwachstum kontinuierlich nach vorne und hinterlässt eine streifige Veränderung in Längsrichtung des Nagels.
Tüpfelnägel weisen, wie der Name bereits verrät, kleine, über den ganzen Nagel verteilte Tüpfchen auf. Diese können weiß, gelb oder grau-bräunlich verfärbt sein. Im Gegensatz zum Nagelpilz sind die Tüpfchen viel kleiner (unter 1mm) als die vom Pilz veränderten Areale, die teilweise sogar den ganzen Nagel einnehmen können. Was der Mediziner als Tüpfelnagel bezeichnet, geht üblicherweise mit einer Verformung des Nagels rund um die Tüpfchen einher.
Weiße, wolkige Veränderungen der Fingernägel ohne Verformung der Nagelplatte, die langsam aus dem Nagel rauswachsen, gelten NICHT als Tüpfelnägel. Sie entstehen durch kleine Verletzungen, z.B. bei der Maniküre oder bei handwerklicher Arbeit.
NIK: Wieso ist es so schwierig, Nagelpilz frühzeitig zu erkennen?
derma2go: Die Antwort liegt in der Natur des Nagels, denn dieser ist hart, wächst nur sehr langsam und liegt auf einem gut durchbluteten Untergrund. Durch die Härte des Nagels hat es der Pilz nicht einfach, sich im Nagel auszubreiten. Der Pilz breitet sich daher so aus, indem er sich u.a. mit dem Wachstum weiter nach vorne transportieren lässt und so neue Areale des Nagelbetts befällt. Dies bedeutet, dass die befallenen Areale – analog zum Nagelwachstum – nur sehr langsam größer und damit für unser Auge sichtbar werden. Zudem liegt der Nagel in dem Nagelbett, das hervorragend durchblutet ist. Wo viel Blut ist, kommt auch das Immunsystem gut hin. Das bedeutet, dass der Pilz von unten her ständig bekämpft wird. Bei schwächerem Immunsystem kann sich der Pilz daher etwas schneller ausbreiten.
NIK: Wann bekommt man Nagelpilz und wie geht er wieder weg?
derma2go: Nagelpilz findet man bei bis zu 30% aller Menschen, wobei die Häufigkeit mit dem Alter zunimmt. Dies hängt unter anderem mit dem Immunsystem zusammen, das mit dem Alter schwächer wird. Während junge Menschen einen Nagelpilz abwehren, kommt es bei einem schwächeren Immunsystem zum andauernden Nagelbefall. Besonders häufig ist Nagelpilz an den Füßen zu beobachten, da diese den ganzen Tag in warmen Socken verpackt sind. Zusammen mit dem Fußschweiss entsteht ein feuchtes, warmes Milieu, das beste Voraussetzungen für ein Pilzwachstum bietet. Da Pilzsporen überall in der Umwelt vorkommen, braucht man sich für eine Infektion gar nicht bei einer anderen Person anzustecken. Das Immunsystem verschlechtert sich mit zunehmendem Alter, weswegen die Chancen auf eine spontane Heilung des Nagels gering sind. Da der Nagel einen Schutz vor Verletzungen der Zehe bietet, ist bei schwerem Befall eine Therapie ratsam, jedoch nicht lebenswichtig. Anders sieht dies bei Patienten mit langjährigem Diabetes (Typ 1 und 2) aus, da bei denen auch kleinere Verletzungen der Füße zu schweren Infektionen führen können. In diesen Fällen wird Nagelpilz üblicherweise immer behandelt. Die Therapie gestaltet sich jedoch langwierig und dauert abhängig vom Ausmaß des Befalls und von der Therapieart zwischen 3 bis über 12 Monaten.
NIK: Welche Therapieoptionen gibt es bei Nagelpilz? Ab wann soll ich zum Arzt?
derma2go: Die Therapie ist abhängig von Ausmaß des Nagelbefalls, den Wünschen und allfälligen Grunderkrankungen des Patienten. Jede Therapieform sollte durch allgemeinhygienische Maßnahmen wie dem Desinfizieren der Socken unterstützt werden. Die effizienteste Therapie kann nur durch den Arzt durchgeführt werden. Der Arzt weicht zuerst mit einem Mittel den Nagel auf und löst ihn anschliessend ab. Trotz Betäubung verspürt der Patient dabei oft moderate Schmerzen, da es schwierig ist, den Nagelbereich vollständig zu betäuben ohne Schäden zu verursachen. Anschließend erfolgt eine örtliche Behandlung von Nagelbett und nachwachsendem Nagel mit einem Anti-Pilzmittel, das man regelmäßig aufträgt. In besonders ausgeprägten Fällen, z.B. wenn mehr als 3 Fußnägel infiziert sind, wird eine Anti-Pilzkur mit geschluckten Tabletten verordnet. Da bei allen Medikamenten immer die Gefahr von Nebenwirkungen besteht, ist diese Anti-Pilzkur nur schweren Fällen vorbehalten. In leichteren Fällen kann man auch eine Therapie mit einem speziellen Nagellack probieren, die jeweils mit regelmäßigem Abschleifen des Nagels kombiniert ist. Da Nagelpilz üblicherweise kein Problem für die allgemeine Gesundheit des Patienten darstellt, kann man ruhig abwarten, ob solche weniger invasiven Methoden zum Ziel führen. Tun sie das nicht, kann man auch später noch einen Arzt aufsuchen. Wichtig ist bei allen Therapieformen die ausreichende Dauer der Behandlung.
NIK: Was kann man tun, um Nagelpilz zu vermeiden?
derma2go: Weil Pilzsporen überall vorhanden sind, ist es praktisch unmöglich, Pilzinfektionen der Nägel zu 100% zu verhindern. Pilze lieben aber das warme, feuchte Umfeld und meiden die trockene, frische Luft. Wechselt man also täglich die Socken und lüftet von Zeit zu Zeit die Füße aus, kann man einiges zur Vorbeugung beitragen. Maßnahmen wie das Desinfizieren der Schuhe können ebenfalls helfen. Damit beugt man nicht nur Nagelpilz, sondern auch Fußpilz vor – also einer Pilzinfektion der Haut.
NIK: Wann bekommt man Tüpfelnägel und wie gehen sie wieder weg?
derma2go: Tüpfelnägel können Ausdruck verschiedener Krankheiten sein, von denen einige einer Therapie bedürfen. Dazu gehört klassischerweise die Schuppenflechte, auch Psoriasis genannt. Dieses komplexe Krankheitsbild wird in einem unserer Artikel genauer erläutert. Andere Krankheiten, die mit Tüpfelnägel einhergehen können, sind das Ekzem, der Lichen ruber oder der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata). Diese Erkrankungen gehen mit teilweise klassischen Haut- oder Haarveränderungen einher, die in der Regel der Grund für die Vorstellung beim Arzt sind. Üblicherweise treten diese Krankheiten mit entzündlichen Veränderungen der Zone des Nagelwachstums auf, wodurch es zu Tüpfeln in der Nagelplatte kommt; diese sind per se nicht gefährlich. Eine Verbesserung des Nagels kann man nur durch Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankungen erreichen. Im Gegensatz zum Nagelpilz sollte man Tüpfelnägel immer beim Arzt behandeln lassen, um anderweitige Schädigungen des Körpers durch die Grundkrankheit zu verhindern. Der Arzt soll auch dann aufgesucht werden, wenn die Tüpfelnägel (zumindest zwischenzeitlich) verschwinden oder besser werden.
NIK: Ist die Tüpfelbildung schmerzhaft oder nur ein optisches Thema?
derma2go: Die Tüpfelbildung an sich ist nur optisch/ästhetisch störend. Da hinter den Tüpfelnägeln aber auch Krankheiten stecken können, die z.B. auch die Gelenke schädigen, muss man diese unbedingt abklären. Während man die Schäden an den Nägeln leicht selbst sieht, können andere Körperschäden lange keine Symptome aufzeigen. Um solche Schäden dennoch zu verhindern, ist der Arztbesuch sehr wichtig.
NIK: Kann man bei Tüpfelnägel weiterhin Nagellack nutzen?
derma2go: Nagellack hat keinen Einfluss auf die Krankheit selbst. Er kann also bedenkenlos aufgetragen werden. Jedoch sollte man vor dem Gang zum Arzt keinen Nagellack auftragen, weil der Arzt zur Diagnose auch die Farbe des Nagels beurteilt. Aufgrund der Dellen rund um die Tüpfchen ist es schwierig, den Nagellack richtig wegzukriegen. Verbleibende Reste in den Dellen können das Auge des Arztes trügen und so die Diagnose erschweren.
NIK: Kann man vorsorgen, um keine Tüpfelnägel zu erhalten?
derma2go: Durch eine gute Therapie einer allfälligen Grundkrankheit verschwindet die Tüpfelung häufig. Zudem sollte man kleine Verletzungen des Nagels an dessen Ursprung reduzieren. Vermeidet man Stöße in dieser Region und verzichtet man auf Maniküre, kann man solche Verfärbungen weitgehend verhindern. Die Symptome bei Tüpfelnägel und Nagelpilz sind oft sehr individuell.
Wer sich von einem erfahrenen Experten beraten lassen möchte, kann jederzeit unsere Ärzte kontaktieren.
Autoimmunerkrankungen – So erklär ich‘s meinem Kind
Was ist eine Autoimmunerkrankung?
Normalerweise kämpft unser Immunsystem (das heißt Abwehrsystem) gegen fremde Eindringlinge. Wenn z.B. Bakterien oder Viren in den Körper eindringen, erkennt es sie und bekämpft sie. Im Fall von Autoimmunerkrankungen macht das Immunsystem etwas Falsches, es denkt, dass Teile unseres eigenen Körpers „fremd“ sind und bekämpft sie genauso wie sonst nur die schädlichen Eindringlinge. Dadurch können ganz verschiedene Organe angegriffen und krank werden, z.B. die Haut oder die Gelenke oder der Darm. Wir bekommen dann Probleme mit diesem Organ, weil es z.B. rot wird, anschwillt oder schmerzt.
Wie entsteht so eine Erkrankung? Warum habe gerade ich das bekommen?
Manchmal hat man von seinen Verwandten sogenannte Gene vererbt bekommen, die das Risiko erhöhen, eine Autoimmunerkrankung zu bekommen. Bei manchen Menschen bricht aber, obwohl sie solche Gene haben, gar keine Erkrankung aus. Warum andere dann plötzlich eine Autoimmunerkrankung bekommen, wissen wir bisher nicht. Es kann sein, dass Infekte, die sozusagen Stress für den Körper bedeuten, oder psychischer Stress (zum Beispiel viel Ärger in der Schule oder mit den Freunden) oder vielleicht auch schmutzige Luft dazu beitragen, dass unser Immunsystem plötzlich solche falschen Reaktionen macht und Teile unseres eigenen Körpers angreift. Bisher ist aber noch sehr viel über die Ursachen von Autoimmunerkrankungen unerforscht. Vielleicht wirst Du ja später Forscher und kannst helfen solche Rätsel zu lösen.
Ist das ansteckend?
Nein
Haben so etwas viele Menschen?
Ja, es bekommen etwa 10% der Menschen, vielleicht sogar mehr, im Laufe des Lebens eine Autoimmunerkrankung. Wenn alle Schüler auf dem Schulhof stehen, ist das jeder Zehnte oder noch mehr. Davon haben manche Kinder ein Problem mit der Haut, manche haben vielleicht mal ein schmerzendes dickes Gelenk, wieder andere haben oft Bauchweh und Durchfall. Du bist also nicht allein. So etwas kann jeder bekommen und Du bist nicht schuld daran, dass Du diese Krankheit bekommen hast.
Wie geht es jetzt weiter? Werde ich das immer haben?
Autoimmunerkrankungen verlaufen in den meisten Fällen in Schüben, das heißt mal geht es besser, mal geht es schlechter und zwischendurch merkt man manchmal gar nichts von der Krankheit und vergisst sie sogar. Manchmal gibt es dann „Trigger“, die wieder einen Schub auslösen, wie z.B. Infekte. Das lässt sich nicht verhindern aber gut behandeln.
Kann man verhindern, dass man so eine Krankheit bekommt?
Bisher weiß niemand, wie man es verhindern kann, dass solche Krankheiten entstehen.
Was kann man dagegen tun?
Es gibt heutzutage viele verschiedene Medikamente gegen Autoimmunerkrankungen, die so gut helfen, dass man meist nicht mehr viel von der Krankheit merkt. Im Lauf des Lebens muss man allerdings oft immer mal wieder Medikamente bekommen und sie regelmäßig nehmen. Es ist aber sehr gut, dass Du diese Krankheit jetzt und nicht vor hundert oder auch nur vor fünfzig Jahren bekommen hast, denn da gab es all diese Medikamente noch nicht.
Was kann ich selber machen damit es mir besser geht?
Außerdem ist es immer gut, sich gesund zu ernähren, viel Obst und Gemüse zu essen, viel an der frischen Luft zu sein, Sport zu treiben und Freunde zu treffen. Wenn Du Fragen hast, kannst Du Deine Eltern oder Deinen Arzt fragen. Manchmal hilft es auch mit seinen Freunden darüber zu reden, vielleicht haben sie ja etwas Ähnliches oder kennen jemanden in ihrer Familie der auch eine Autoimmunerkrankung hat. Und manchmal hilft es auch die Krankheit für eine Weile zu vergessen und einfach fröhlich zu sein, denn Gute Laune ist auch eine Art Medikament.
Rheumatische Erkrankungen
Rheumatherapie – warum ist sie so wichtig?
Es gibt Rheuma-Erkrankte, die über Jahre die Augen vor ihrer Erkrankung verschießen. Sie überwinden schlimme und weniger schlimme Schübe und das ganz ohne Medikamente. Diese Menschen leiden und holen sich dennoch keine medizinische Hilfe. Warum passiert sowas und was kann dagegen getan werden?
Aus meiner Erfahrung ist dieses Verhaltensmuster eine Mischung aus Frustration bezüglich bisheriger Erfahrungen mit der Schulmedizin, Unkenntnis über die heutigen Möglichkeiten der Therapien und auch Fehlinformationen über das Verhältnis von Wirkung und Nebenwirkung der heutigen therapeutischen Möglichkeiten. Da bei jedem einzelnen Patienten die drei genannten Punkte sehr unterschiedlich ausgeprägt sind, gibt es kein allgemeines Rezept, wie man alle Patienten abholen kann. Aus meiner Erfahrung ist aber ein Austausch innerhalb der Patientengruppen häufig ein entscheidender Moment, der bei dem einen oder anderen Patienten doch den Wunsch wachsen lässt, es noch mal mit einer adäquaten Therapie nochmal zu versuchen. Gute Informationen sind das A&O, von anderen Mitpatienten kommend, im Internet oder auch beim Hausarzt. Gut informierte Patienten leiden nicht nur weniger, sondern sie haben auch die beste Prognose, langfristig sogar auch ohne Medikamente gut zurechtzukommen.
Warum ist es so wichtig, sich seiner Erkrankung zu stellen?
Die Vorstellung vieler Patienten ist doch, dass die Medikamente häufig gefährlicher sind als die Erkrankung an sich. Zum Teil beruhen die Aussagen auf der eigenen Erfahrung, dass eine erste oder eine zweite Therapie nicht vertragen wurde. Die Frustration ist dann sehr hoch und das Gefühl, alle Medikamente seien mit Nebenwirkungen verbunden führt dazu, dass keine weiteren Therapieversuche gewünscht werden. Dieses ist durchaus auch als Mediziner nachvollziehbar. Unsere Aufgabe ist es dem Patienten zu erklären, dass es durchaus zu Nebenwirkungen kommen kann, es aber heutzutage so viele unterschiedliche Therapien gibt, dass es für jeden Patienten definitiv mindestens ein Medikament gibt, dass er verträgt und das eine adäquate Wirkung hat. Das Entscheidende ist die Kenntnis, dass wenn die Krankheit gut behandelt ist, diese auch die Möglichkeit hat einzuschlafen und keine weiteren Therapien notwendig sind. Lässt man die Krankheit laufen, führt sie nicht nur zu aktuellen Schmerzen, sondern auch zu langfristigen Schäden, die später auch mit der gleichen Therapie nicht mehr annähernd so gut zu behandeln sind, wie es heute noch möglich wäre.
Was passiert im Körper, wenn Erkrankte nicht therapieren werden?
Wir sprechen insbesondere Jahr über Erkrankungen mit chronischen Entzündungen. Unabhängig davon, wo diese chronische Entzündung abläuft, führt sie häufig zu einer Narbenbildung an dem Ort der Entzündung. Sei es der Darm, die Gelenksinnenhaut, das Auge oder an dem Nerven. Diese narbigen Veränderungen führen dann dazu, dass das Organ nicht mehr adäquat arbeiten kann, es kann sich nicht mehr so gut bewegen, es kann nicht mehr so gut die Nahrung aufnehmen, sehen oder fühlen. Unabhängig von der Tatsache, dass Entzündungen zum aktuellen Zeitpunkt nicht selten mit Schmerzen verbunden sind, führen sie also auch langfristig zu konkreten Schädigungen des Körpers. Des Weiteren wissen wir, dass eine chronische Entzündung dazu führt, dass die Blutgefäße auf der Innenseite der Wände klebrig werden und sich z.B. Cholesterin leicht ablagert. Dies erklärt auch, warum Patienten mit einer über mehrere Jahre bestehenden Entzündung häufiger Herzinfarkte und Schlaganfälle bekommen. Es ist also neben der Schädigung des eigentlichen Organs, bei dem die Entzündung sitzt, auch zusätzlich noch andere langfristige Schädigungen verursacht. Allein durch die Behandlung der Entzündung können wir es heutzutage schaffen, das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle unserer Patienten auf das normale Maß zurückzudrängen. Und wer möchte nicht gerne schmerzfrei sein und auch langfristig noch die Gelenke, den Darm, das Auge einwandfrei benutzen können.
Ist der Zeitpunkt wichtig, wann die Therapie bei eine Autoimmunerkrankung beginnt, oder sind die Erfolgsaussichten auch nach Jahren unerkannter Symptome genauso gut?
Wie bereits oben schon genannt, ist die Prognose der entzündlichen Erkrankung unter anderem davon abhängig, wann mit einer Therapie begonnen wird. Es ist gar nicht mal so wichtig mit welchem Medikament die Entzündung behandelt wird, viel wichtiger ist es, dass die Einleitung früher erfolgt und eine regelmäßige Kontrolle gewährleistet ist, sodass eine unzureichende Therapie weiter angepasst werden kann. Manchmal ist es nicht das erste oder zweite Medikament, dass die Entzündung ausreichend unterdrückt, manchmal ist es eben auch das dritte oder vierte. Dieses ist sowohl für die Patienten als auch für die Ärzte zum Teil ärgerlich und schwierig, deshalb aber das Ziel aus den Augen zu lassen, die Krankheit gut unter Kontrolle zu haben und Spätschäden zu verhindern, ist das Schlechteste, was man machen kann.
Was raten Sie speziell Rheumapatienten, die mit ihrem Hausarzt trotz kontinuierlicher Beschwerden nicht weiterkommen, aber keine Zeit bis zu einer Diagnose vergeuden möchten. Worauf sollten die Patienten besonders achten, wenn Sie einen Verdacht haben, dass ihre Symptome vielleicht auf eine rheumatische Erkrankung hindeuten?
Der Hausarzt ist im eigentlichen Sinne tatsächlich der erste Ansprechpartner für jeden Patienten. Der Hausarzt muss die Erkrankung nicht allein diagnostizieren und perfekt behandeln können, seine Aufgabe ist es aber als ein Wegweiser zu agieren und dem Patienten aufzuzeigen, wann er sich wo am besten vorstellen sollte. Hat man das Gefühl, der Hausarzt kann einem nicht erklären, warum man diese Beschwerden hat, und hilft einem auch nicht, eine weitere Abklärung voranzutreiben, da muss man sich ernsthaft fragen, ob es der richtige Hausarzt für einen ist. Ich halte nicht sehr viel davon, dass die Patienten sich eigenständig beim Facharzt vorstellen. Von den Patienten, die sich ohne Hausarzt beim Rheumatologen vorstellen, habe nur 25 % tatsächlich eine entzündlich rheumatische Erkrankung und 75 % eine andere Erklärung für ihre Beschwerden. Würden diese Patienten vom Hausarzt bereits vorab an die richtige Fachrichtung verwiesen werden, hätten wir viermal mehr Termine für neue rheumatologische Patienten als aktuell.
Haben Erkrankte, die hohe Dosen an Medikamenten einnehmen eine kürzere Lebenserwartung?
Ich fürchte, dass ist die Befürchtung von vielen Patienten, dass die Medikamente in normaler oder auch höherer Dosis zu einer kürzeren Lebenserwartung führen. Die Ärzte würden dann tatsächlich einen schlechten Job machen, wenn wir unsere Patienten zwar schmerzfrei therapieren könnten, aber alle früher sterben. Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sich die Therapeutika für die entzündlichen Erkrankung wesentlich verbessert. Dabei waren immer folgende Ziele im Fokus der Studienärzte: Verbesserung der Lebensqualität jetzt und gute Verträglichkeit langfristig. Somit wägt jeder Arzt ab, ob seine empfohlene Therapie tatsächlich besser oder schlechter als die Erkrankung an sich ist. Empfiehlt der Arzt eine Therapie, z.B. auch in höherer Dosis, dann hat er sich vorab selbst überlegt, ob das damit verbundene Risiko im Verhältnis zu dem Risiko der Erkrankung steht. Dies schließt natürlich nicht aus, dass es auch Nebenwirkungen geben kann, auch mal tödliche Nebenwirkungen. Diese sind in jedem Einzelfall absolut zu bedauern, ob es aber tatsächlich an der Therapie oder nicht doch auch an der unzureichenden Kontrolle der Erkrankung gelegen hat, ist in jedem Einzelfall herauszufinden. Zusammenfassend ist aber zu betonen, dass auch bei der Zulassung der Medikamente immer darauf geachtet wird, ob das kurz und langfristige Risiko der Therapie im Verhältnis zu dem aktuellen Therapieerfolg steht.
Axiale SpondyloarthritisMorbus Bechterew
Was ist eine axiale Spondylarthritis oder Morbus Bechterew?
Was ist eine axiale Spondylarthritis oder Morbus Bechterew?
Eine Spondyloarthritis (SpA) ist eine Gruppe von chronischen entzündlichen Erkrankungen, die hauptsächlich die Gelenke der Wirbelsäule und des Beckens betreffen können. Die SpA umfasst eine Vielzahl von Erkrankungen, darunter die ankylosierende Spondylitis (AS), auch bekannt als Morbus Bechterew, psoriatische Arthritis, reaktive Arthritis, und andere.
Die ankylosierende Spondylitis (AS) oder Morbus Bechterew ist also eine Form der Spondyloarthritis. Diese Erkrankung verursacht Schmerzen, Steifigkeit und Entzündungen in der Wirbelsäule und den umliegenden Gelenken. Die Symptome können sich allmählich über Jahre hinweg entwickeln und werden oft bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 40 Jahren diagnostiziert. Die genaue Ursache von AS ist nicht bekannt, aber es wird angenommen, dass eine Kombination von genetischen Faktoren und Umweltfaktoren die Entstehung der Erkrankung beeinflussen.
Zu den Symptomen von AS gehören:
Schmerzen und Steifigkeit im unteren Rücken oder in den Gesäßmuskeln
Einschränkung der Beweglichkeit der Wirbelsäule und der Gelenke
Schmerzen und Schwellungen in anderen Gelenken, wie Hüften, Schultern und Knien
Ermüdung und allgemeines Unwohlsein
Die Behandlung der Spondyloarthritis und der ankylosierenden Spondylitis zielt darauf ab, die Entzündungen zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke zu verbessern. Dies kann durch eine Kombination von Medikamenten, Physiotherapie, Bewegung und einer gesunden Lebensweise erreicht werden. Es ist wichtig, frühzeitig eine Diagnose und Behandlung zu erhalten, um Komplikationen wie Gelenkversteifungen und Einschränkungen der Beweglichkeit zu vermeiden.
Wie erkenne ich, dass ich Acne inversa habe und nicht nur eine entzündete Haarwurzel?
Die Hidradenitis suppurativa, oder auch Acne inversa, ist eine chronisch-entzündliche, multifaktorielle Erkrankung: Neben einer Fehlleitung des angeborenen Immunsystems spielen genetische, aber auch Lifestyle-Faktoren wie Übergewicht, Rauchen und bestimmte Ernährungsweisen eine essentielle Rolle in der Entwicklung der Krankheit.
Anders als bei einer gewöhnlichen Entzündung der Haarwurzel (auch Follikulitis genannt), treten bei der Acne inversa wiederkehrend mehrfache, tiefe, ausgedehnte und sehr schmerzhafte Knoten und Abszesse im Bereich der großen Körperfalten (Achseln, Leisten, Gesäß- oder Bauchfalte) auf. Je nach Erkrankungsschwere kann es auch zu Fistelungen und der Bildung von Narbensträngen kommen.
Wie erkenne ich einen Schub rechtzeitig und wie steuere ich gegen?
Bei der Acne inversa handelt es sich um eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die klassischerweise in Schüben verläuft. Sie ist charakterisiert durch schmerzhafte Knoten und Abszesse in den großen Körperfalten (Achseln, Leisten, Genital/Gesäßregion, Bauchfalten). Wenn Knoten verschmelzen, können sog. Fistelgänge unter der Haut entstehen, die dauerhaft nässen und Eiter abgeben sowie Narbenstränge, die zu Bewegungseinschränkungen führen können. Seien Sie also besonders in den Sommermonaten aufmerksam, ob es zu zunehmenden Entzündungen mit schmerzhaften Knoten und Schwellungen unter der Haut an o.g. Körperarealen kommt.
Greifen Sie auf o.g. Maßnahmen zurück, verwenden Sie antiseptische Reinigungslotionen (z.B. Octenisan Waschlotion®) und legen Sie ggf. Leinenläppchen an betroffenen Arealen ein, um Reibung zu vermeiden und Feuchtigkeit aufzufangen. Kontaktieren Sie rechtzeitig Ihren behandelnden Arzt/Ärztin, damit diese/r Ihnen ggf. antibiotische, antientzündliche oder antiseptische Cremes verschreiben kann. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, so können in der Akutphase auch Antibiotika von Innen zur Anwendung kommen.
Versuchen Sie auch, durch allgemeine Lifestyle-Faktoren die Erkrankung positiv zu beeinflussen: Verzichten Sie möglichst vollständig auf Rauchen, versuchen Sie, sich ausgewogen zu ernähren und mögliches Übergewicht zu reduzieren.
Schmerztherapie bei HS/AI?
An erster Stelle sollte eine effektive Behandlung der Entzündung erfolgen, die für die Schmerzen verantwortlich ist. Hierzu zählen neben einer antiseptischen, antibiotischen oder antientzündlichen Lokaltherapie sowie einer operativen Therapie auch systemische Antibiotika sowie langfristig vor allem zielgerichtete Therapien (sog. Biologika). Derzeit befinden sich neben den bisher zugelassenen Biologika noch viele weitere vielversprechende Präparate in der „Pipeline“.
Auch Schmerzmittel in verschiedenen Wirkstärken können bei akuten Schmerzen zum Einsatz kommen. Bei akuten Abszessen kann die operative Entlastung sinnvoll sein und eine schnelle Linderung der Schmerzen bewirken.
Im Hinblick auf chronische Schmerzen ist neben den o.g. Maßnahmen auch die Berücksichtigung der Psyche von besonderem Stellenwert. Stress, Belastungen, Ängste oder Depressionen können die Schmerzwahrnehmung verstärken. Andersherum können auch Schmerzen die Psyche belasten, Stress verstärken und zu Depressionen führen – ein klassischer Teufelskreis. Hier können gezielte Entspannungstechniken (z.B. Muskelrelaxation nach Jacobsen) oder aber eine psychotherapeutische Behandlung weiterhelfen. Sollte eine Depression vorliegen, ist es im Rahmen der Schmerztherapie wichtig, auch diese zu behandeln.
Wie geht man mit Acne inversa im Sommer um? Was kann man tun, um weitere Entzündungen zu vermeiden?
So sehr wir den Sommer nach all den kalten Monaten herbeisehnen – die Sommermonate bringen häufig warme Temperaturen mit sich und führen dazu, dass uns schnell mal der Schweiß ausbricht. Leider können Hitze und vermehrtes Schwitzen bei Menschen, die an einer HS leiden, die Symptome verschlechtern und zu einer vermehrten Bildung von Entzündungen und Abszessen führen. Die durch das Schwitzen entstehende Feuchtigkeit stellt ein optimales Reservoir für die Vermehrung von Bakterien dar, die die entzündlichen Prozesse weiter anheizen. Es gibt jedoch einige wirksame Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um einer Verschlechterung vorzubeugen:
Legen Sie an betroffenen Arealen ggf. Leinenläppchen oder Einmalkompressen ein, die die Feuchtigkeit auffangen und mehrfach täglich gewechselt werden können.
Tragen Sie lockere, luftige Kleidung aus natürlichen Materialen (Baumwolle oder Leinen) und verzichten Sie, wenn möglich, auf synthetische Stoffe. Vermeiden Sie enge Kleidung, um Reibung vorzubeugen und wechseln Sie durchgeschwitzte Kleidung zeitnah.
Achten Sie auf eine gute Hautpflege: Reinigen Sie Ihre Haut täglich, um sie von Schweiß und überschüssigem Talg zu befreien. Verwenden Sie hierzu am besten milde, pH-neutrale Reinigungslotionen, die die Haut nicht reizen. In akuten Phasen können Sie auch antiseptische Waschlotionen verwenden. Cremen Sie Ihre Haut nur mit leichten Pflegecremes oder -gelen ein, verzichten Sie auf fettige Salben.
Leider triggern Nassrasuren die Entstehung von Entzündungen, sodass wir empfehlen, sich eher auf eine Trockenrasur bzw. optimalerweise auf ein Trimmen der Haare zu beschränken.
Legen Sie an betroffenen Arealen ggf. Leinenläppchen oder Einmalkompressen ein, die die Feuchtigkeit auffangen und mehrfach täglich gewechselt werden können.
Warum Impfungen so wichtig sind
Warum Impfungen so wichtig sind
Kaum ein Gesundheitsthema wird kontroverser diskutiert als „Impfungen“. Fakt ist: Impfungen schützen und werden bei bestimmten Vorerkrankungen auch empfohlen.
Gerade bei einer Autoimmunerkrankung fragt man sich aber: darf ich mich impfen und wird mein Immunsystem dadurch nicht noch mehr belastet? Dr. Peer M. Aries vom Immonologikum in Hamburg gibt uns einen Überblick, welche Impfungen Standard sind, welche Auffrischungen wann erfolgen sollten und was man als Autoimmunpatient impfen darf und warum.
Warum ist Impfen wichtig?
Impfen ist der beste Schutz vor Infektionen. Gerade unsere Patienten, sowohl wegen der Erkrankungen an sich als auch durch unsere immununterdrückende Therapien sind ganz besonders gefährdet Infektionen zu bekommen. Nicht nur, dass der Verlauf länger sondern insbesondere auch schwerer sein kann, stellt dabei die besondere Herausforderung dar. Eine der wichtigsten Faktoren ist natürlich, das Kortison zu niedrig wie möglich zu behalten, um Infektionen zu vermeiden. Auch bei der Auswahl der immununterdrückenden Therapie, ist die Gefahr der Infektion zu berücksichtigen. Aber trotz dieser Punkte, die die Ärzte bei der Auswahl der Medikamente berücksichtigen, sind unsere Patient leider ganz besonders gefährdet schwer wiegende Infektion zu bekommen. Des Risiko ist häufig 1-3 mal so hoch wie bei Menschen ohne eine entsprechende Therapie. Eine nachweislich effektive Maßnahme ist die Impfung.
Welche Impfungen sollte ich als Autoimmunpatient durchführen und welche nicht?
Als wichtigste Regel ist zu beachten, dass alles geimpft werden kann, was mittels Todimpfstoff geimpft wird. Lebendimpfungen sind dagegen zumeist kontraindiziert. Lebendimpfungen bedeutet, dass sich die Infektion durch die Impfung tatsächlichem Körper verbreiten könnte, insbesondere dann, wenn man ein eingeschränktes Immunsystem hat. Im Gegensatz dazu kann der Todimpfstoff keine Infektion hervorrufen, da sich dabei nicht um einen lebenden Impfstoff handelt. Es werden also zumeist nur Teile von z.B. Bakterien geimpft, auf die das Immunsystem dann wie in einem Trainingslager reagieren soll. Zu den Tod Impfstoff gehören z.B. Tetanus Diphtherie Pertussis sowie z.B. die Impfungen wie Grippe, Pneumokokken sowie auch die neue Herpes Zoster Impfung (Shingrix).
Warum dürfen gewisse Impfungen nicht durchgeführt werden?
Wie oben bereits genannt, besteht die Sorge bei stärkeren immununterdrückenden Therapien Lebendimpfungen zu verwenden. Insbesondere bei Hochdosiskortisontherapien, Therapeutika wie Methotrexat, Azathioprin oder den Biologika sollten Lebendimpfungen generell vermieden werden. Dagegen kann bei weniger intensiven Therapien wie z.B. geringen Kortisondosen, Hydroxychloroquin oder Mesasalazin nach individueller Nutzen Risikoabwägung und in stabilen Krankheitsphasen Lebendimpfungen wie z.B. Masern Mumps Röteln erwogen werden. Es ist jedoch immer der betreuende Arzt diesbezüglich anzusprechen.
Ich habe mein Impfheft nicht mehr. Wie kann ich in Erfahrung bringen, welche Impfungen ich erhalten habe?
In der Regel sollten alle Impfungen in dem Impfheft eingetragen sein. Ebenso sollte die Praxis, die geimpft hat, ein Vermerk in der Akte haben. Als Regel gilt, Impfungen die nicht eingetragen sind oder anhand von Akteneinträgen nicht nachvollzogen werden können, gelten als nicht erfolgt. Haben sie also ihr Impfheft verloren und können bei den vorherigen Ärzten nicht in Erfahrung bringen, wann sie was geimpft bekommen haben, würde man sie erneut entsprechend der aktuellen Richtlinien impfen.
Werden die Impfungen von der Krankenkasse übernommen, wenn ja, welche?
Alle Impfungen, die von der ständigen Impfkommission (STIKO) der Allgemeinbevölkerung empfohlen werden, werden auch von der Krankenkasse übernommen. Die Arbeitgeber oder Berufsgenossenschaften übernehmen zum Teil Impfung, die im Rahmen der beruflichen Tätigkeit notwendig sind. Nur Impfungen, die aufgrund von privaten Reisen notwendig sind, übernimmt die Krankenkasse nicht.
Wann sollte ich was Auffrischen lassen?
Das kann man nicht so pauschal sagen, da es für jede Impfung entsprechend des Impfenplanes ein unterschiedliches Datum für die Auffrischung gibt. Einige Impfungen müssen heutzutage auch nur einmalig im Leben geimpft werden, z.B. Gelbfieber. Ich empfehle also, bei einem der nächsten Arztbesuche den Impfausweis einzupacken und dem betreuenden Ärzten vorzulegen mit der Bitte, einmal nachzuschauen, welche der Impfung wann wieder aufgefrischt werden müssten. Häufig schreiben die Hausärzte mit Bleistift das Datum der zukünftigen Auffrischimpfung bereits in den Pass hinein, sodass der Patient auch selber erkennen kann, wann die nächste Impfung notwendig ist.Dr. Peer M. Aries ist Facharzt für Innere Medizin / Rheumatologie und betreibt in Hamburg eine Gemeinschaftspraxis für Rheumatologie und klinische Immunologie. Wesentlicher Bestandteil ist die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Lungen, Nieren und Bluterkrankungen sowie der Radiologie. Schwerpunkte sind Innere Medizin, Rheumatologie, Klinische Immunologie sowie Rheuma und Schwangerschaft.
Patienteninformation über Impfungen
Patienten mit entzündlich rheumatischen Systemerkrankung haben ein erhöhtes Risiko für Infektionen im Vergleich zu gesunden Personen. Dieses ist einerseits durch die Erkrankung selbst, anderseits jedoch auch durch die notwendigen Medikamente verursacht. Daneben ist eine Infektion nicht selten Auslöser einer erhöhten Krankheitsaktivität der entzündlich rheumatischen Systemerkrankungen. Aus diesen Gründen ist eine optimale Vorbeugung von Infektionen insbesondere durch Impfungen zu wichtig. Die nachfolgenden Empfehlungen sind die Impfempfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission). Diese entwickelt Impfempfehlungen für Deutschland und berücksichtigt dabei nicht nur deren Nutzen für das geimpfte Individuum, sondern auch für die gesamte Bevölkerung. STIKO-Empfehlungen gelten als medizinischer Standard. Die nationalen und internationalen rheumatologischen Fachgesellschaften empfehlen Impfungen nach Empfehlungen der nationalen Impfkommissionen (im Fall von Deutschland der STIKO):Impfempfehlung: Bei Patienten mit erworbener Immundefizienz (z.B. durch eine medikamentöse Immunsuppression) wird eine Überprüfung und Auffrischung der Grundimmunisierung empfohlen. Neben den unten dargestellten Standard-Impfungen die jeder Mensch erhalten sollte, werden aufgrund der notwenigen Medikamente bei entzündlich rheumatischen Systemerkrankungen weitere Impfungen empfohlen. Eine Impfung sollte im Regelfall die Einleitung einer notwendigen immunsuppressiven Therapie nicht verzögern. Lebendimpfstoffe (Mumps, Masern, Röteln, Gelbfieber und Windpocken/Gürtelrose (Varizella zoster)) sind unter immunosuppressiver Therapie (außer Hydroxychloroquin und Sulfasalazin) verboten. Bei den unten dargestellten Impfungen handelt es sich ausschließlich um Tod-Impfstoffe, das heißt eine Vermehrung der Erreger nach der Impfung ist nicht möglich. Die Empfehlungen sind bereits durch den Gemeinsamen Bundesausschuss umgesetzt und müssen somit von den Krankenkassen getragen werden. Es ist insbesondere auf die Notwendigkeit der Überprüfung von Standardimpfungen hinzuweisen: Tetanusimpfung (alle 10 Jahre) sowie einmalige Auffrischungsimpfung gegen Diphterie (echter Krupp) und Pertussis (Keuchhusten).Darüber hinaus sind aufgrund der Immunsuppression weitere Impfungen empfohlen:
Eine jährliche Impfung gegen Influenza (Grippe) sollte erfolgen, bei Patienten ohne immunsuppressiver Therapie ist diese ab dem 60. Lebensjahr empfohlen.
Hepatitis B: Virus der eine Leberentzündung verursachen kann. Im Normalfall werden 3-4 Impfungen für einen kompletten Impfschutz benötigt. Pneumokokken: Dieses Bakterium ist häufiger Auslöser von Lungenentzündungen, kann aber Hirnhautentzündungen, Mittelohrentzündungen und andere Infektionen verursachen. Aufgrund der immunsuppressiven Therapie, werden falls möglich, 2 verschiedene Impfstoffe (13-valent) und nach 6-12 Monaten (23-valent) eine weitere Impfung empfohlen. Bei Patienten ohne immunsuppressiver Therapie ist eine Impfung ab dem 60. Lebensjahr empfohlen.
Meningokokken: Diese Bakterien können eine u.a. eine Hirnhautentzündung hervorrufen. Aufgrund der erworbenen Schwächung des Immunsystems ist eine Impfung gegen die Serogruppen A, C, W, Y und B empfohlen.
Humane Papillomaviren (HPV): Diese Viren können die Entstehung von Gebärmutterhals fördern. Empfohlen wird diese Impfung allen Frauen bis zum 17 Lebensjahr, Frauen, die älter als 17 Jahre sind und keine Impfung gegen HPV erhalten haben, können ebenfalls von einer Impfung gegen HPV profitieren. Aus rheumatologischer Sicht wird diese Impfung insbesondere für junge SLE-Patientinnen empfohlen, da bei diesen möglicherweise eine erhöhte Neigung zu persistierenden Infektionen und sekundären Präkanzerosen besteht. Im Gegensatz zu den im Vorfeld erwähnten Impfungen ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen nach dem 17. Lebensjahr nicht verpflichtend, viele, jedoch nicht alle Krankenkassen übernehmen die Kosten jedoch auch nach dem 17. Lebensjahr.
Weiteres: Die Impfung von Kontaktpersonen (z.B. Familienmitglieder) in der Umgebung immunsupprimierter Patienten stellt eine wichtige Möglichkeit der Infektprophylaxe insbesondere bei Patienten dar, bei denen der Impferfolg mangelhaft oder schwer vorhersehbar ist und/oder bei denen bestimmte (Lebend-) Impfungen kontraindiziert sind. Die Umgebungsprophylaxe mit Lebendimpfstoffen für Masern, Mumps, Röteln (keine Übertragungen berichtet) und Varizellen (selten Übertragung mit mildem Verlauf unter virostatischer Therapie) ist für unsere Patienten ungefährlich.
5 Tipps von Julia Bierenfeld, um mehr Wasser zu trinken
Unser Körper besteht zu etwa 70% aus Wasser. Es ist erstaunlich, wie wichtig Wasser für uns ist. Es fließt durch unsere Zellen und Körperflüssigkeiten, agiert als Transportmittel und reguliert sogar unsere Körpertemperatur. Oh, und nicht zu vergessen, es hilft dabei, Giftstoffe auszuspülen und ermöglicht die Aufnahme wichtiger Vitamine. Da ist es wichtig, dass wir den Körper mit ausreichend Flüssigkeit versorgen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, dass wir mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag trinken sollten. Das entspricht ungefähr sechs Gläsern. Die restliche Flüssigkeit bekommen wir über unsere Nahrung. Manchmal kann es eine Herausforderung sein, genug Wasser über den Tag verteilt zu trinken. Besonders wenn die Temperaturen steigen, ist es umso wichtiger, dass du gut auf dich achtest.
Hier sind fünf super Tipps, wie du es schaffen kannst, mehr Wasser zu trinken und auf ungefähr 1,5 Liter pro Tag zu kommen:
Starte den Tag mit einem Glas Wasser: morgens startet ein neuer Tag und dein Körper kann nach der Nacht sicherlich etwas Auffrischung gebrauchen. Ein Glas zimmerwarmes Wasser nach dem Aufwachen kann Wunder wirken. Es hilft nicht nur deinen Stoffwechsel auf Trab zu bringen, sondern gleicht auch den Flüssigkeitsverlust aus, den dein Körper über Nacht erlebt hat. Da wird der Start in den Tag doch gleich viel erfrischender, oder?
Halte Wasser immer griffbereit: Stell dir immer ein Glas Wasser in deine Nähe. Das erinnert dich nicht nur daran, regelmäßig zu trinken, sondern es macht es auch super einfach für dich. Und wenn dein Glas mal leer ist, fülle es einfach direkt wieder auf. Auf diese Weise vergisst du nicht, deinen Flüssigkeitspegel hochzuhalten. Und wenn du unterwegs bist, solltest du immer eine Wasserflasche dabeihaben – das ist wie dein persönlicher Durstlöscher.
Verleihe deinem Wasser Geschmack: Besonders im Sommer kann es echt erfrischend sein, wenn du deinem Wasser ein bisschen Geschmack verleihst. Wie wäre es mit einer großen Karaffe mit frischen Himbeeren, spritziger Zitrone, duftender Minze oder erfrischender Gurke? Das gibt deinem „normalen“ Wasser einen aufregenden Twist und macht das Trinken zu einem echten Genuss.
Nicht zu eiskalt trinken: Klar, wenn es heiß ist, sehnen wir uns nach einem eiskalten Schluck. Aber hier ist eine kleine Warnung: Zu kalte Getränke können deinen Kreislauf belasten. Unser Körper muss nämlich jede Menge Energie aufbringen, um die Temperaturunterschiede auszugleichen und das Getränk auf Körpertemperatur zu bringen. Also, wie wäre es stattdessen mit Wasser, das etwa Zimmertemperatur hat? Dein Körper wird es dir danken.
Iss dein Wasser: Wusstest du, dass es Lebensmittel gibt, die richtig viel Wasser enthalten? Stell dir vor, du könntest sogar 200 ml Wasser pro Tag aufnehmen, indem du bestimmte Lebensmittel isst. Zum Beispiel Gurken, Tomaten, saftige Erdbeeren, erfrischende Grapefruits, saftige Wassermelone, knackige Zucchini, gesunder Spinat, zarter Blumenkohl und leckere Ananas. Klingt doch gut, oder?
Also, los geht’s! Mit diesen fünf Tipps schaffst du es bestimmt spielend, mehr Wasser in deinen Tag einzubauen und deinen Körper glücklich und hydratisiert zu halten.
Weitere Blogbeiträge und Veranstaltungen von Julia Bierenfeld :
Das „Mikrobiom“ ist in aller Munde und scheint fast wie ein neuer Modebegriff in der Medizin. Aber was hat es damit eigentlich auf sich und was ist es eigentlich und welche Zusammenhänge gibt es mit Autoimmunerkrankungen? Wir haben unseren Rheumatologen Dr. Peer M. Aries gefragt:
Das menschliche Mikrobiom besteht aus einer Vielzahl von Mikroorganismen, darunter Bakterien, Viren und Pilze, die in und auf unserem Körper leben. In den letzten Jahren haben Forschungen gezeigt, dass das Mikrobiom eine wichtige Rolle bei der Regulation des Immunsystems spielt und
dass Veränderungen im Mikrobiom mit der Entstehung von Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht werden. Autoimmunerkrankungen sind Krankheiten, bei denen das Immunsystem des Körpers fälschlicherweise gesunde Gewebe und Zellen angreift. Dies führt zu Entzündungen und
Schäden an verschiedenen Organen und Geweben im Körper. Man geht davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen dem veränderten Mikrobiom mit der zunehmenden Anzahl an Patienten mit Autoimmunerkrankungen gibt.
Eine Studie aus dem Jahr 2013 zeigte, dass Patienten mit rheumatoider Arthritis ein verändertes Mikrobiom im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen aufweisen.
Eine weitere Studie aus dem Jahr 2014, untersuchte die Beziehung zwischen dem Mikrobiom und der Entstehung von Lupus erythematodes. Die Forscher fanden heraus, dass eine veränderte Darmflora bei Mäusen die Entwicklung von Lupus fördern kann.
Eine Studie aus dem Jahr 2018 untersuchte die Beziehung zwischen dem Mikrobiom und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Die Forscher fanden heraus, dass eine veränderte Darmflora das Risiko für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erhöhen kann.
Eine Studie aus dem Jahr 2019 untersuchte die Beziehung zwischen dem Mikrobiom und Multiple Sklerose. Die Forscher fanden heraus, dass eine veränderte Darmflora bei Mäusen die Entwicklung von MS fördern kann.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Zusammenhänge zwischen dem Mikrobiom und Autoimmunerkrankungen komplex und noch nicht vollständig verstanden sind.
Dr. Peer Aries: Ernährung bei Autoimmunerkrankungen – Warum geben Ärzte keine klaren Empfehlungen?
Wenn man unter einer chronischen Erkrankung leidet, geht man viele Wege in der Hoffnung auf Linderung. Häufig liegt diese Hoffnung in einer Ernährungsumstellung. Doch viele Ärzte zögern dabei, Ernährungsempfehlungen abzugeben bzw. verweisen lieber auf eine ausgewogene Ernährung und wollen sich nicht festlegen. Aber warum ist das eigentlich so? Wir haben dazu mal unseren Rheumatologen Dr. Peer M. Aries befragt.
Es gibt mehrere Gründe, warum Ärzte möglicherweise ungern spezifische Ernährungsempfehlungen für Autoimmunerkrankungen abgeben und in den Augen der Patienten „lediglich“ auf die mediterrane Kost verweisen:
Komplexität der Erkrankung: Autoimmunerkrankungen sind komplexe Krankheitsbilder, die verschiedene Organe und Gewebe des Körpers betreffen können. Die Auslöser und Symptome sind oft sehr unterschiedlich und können von Patient zu Patient variieren. Es gibt keine spezifische Diät oder Ernährungsweise, die für alle Autoimmunerkrankungen gleichermaßen geeignet ist.
Mangelnde Evidenz: Es gibt zwar Hinweise darauf, dass bestimmte Ernährungsweisen einen positiven Einfluss auf Autoimmunerkrankungen haben können, es gibt jedoch nur begrenzte wissenschaftliche Evidenz dazu. In vielen Fällen fehlen randomisierte kontrollierte Studien, die eine bestimmte Ernährungsweise als effektiv bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen nachweisen können.
#Individualität: Jeder Patient ist einzigartig und hat individuelle Ernährungsbedürfnisse und -vorlieben. Eine pauschale Empfehlung kann daher nicht immer angemessen sein. Stattdessen sollte die Ernährung individuell auf den Patienten abgestimmt werden, wobei verschiedene Faktoren wie Alter, Geschlecht, Gewicht, körperliche Aktivität, Krankheitsverlauf und persönliche Vorlieben berücksichtigt werden.
Mangelnde Ausbildung: Die Ausbildung von Ärzten in der Ernährungsmedizin ist begrenzt. In der medizinischen Ausbildung wird möglicherweise mehr Wert auf die pharmakologische Behandlung von Krankheiten gelegt, während die Ernährung als unterstützende Maßnahme angesehen wird.
Komplementäre Therapie: Eine mediterrane Ernährungsweise kann als unterstützende Maßnahme in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen angesehen werden, da sie reich an gesunden Fetten, Ballaststoffen und Antioxidantien ist. Eine solche Ernährungsweise kann dazu beitragen, Entzündungen im Körper zu reduzieren, das Immunsystem zu stärken und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.
Insgesamt kann eine gesunde und ausgewogene Ernährung, wie sie in der mediterranen Kost vorgesehen ist, eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen spielen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Ernährung allein nicht ausreicht, um die Erkrankung zu heilen oder zu lindern. Eine individuelle, auf den Patienten abgestimmte Behandlung, die auch medikamentöse Therapien und andere Maßnahmen umfassen kann, ist in der Regel erforderlich.
Infektionsschutz – mit der richtigen Hygiene
Können Sie Ihre Hände gerade nicht waschen oder desinfizieren, vermeiden Sie, sich ins Gesicht zu fassen. Haben Sie sich verletzt, können Sie mit einem Pflaster oder einem Verband verhindern, dass Keime in die Wunde eindringen.
Tipp: Mit einem kleinen Fläschchen Desinfektionsgel oder -tüchern für unterwegs können Sie Keime auf Ihren Händen und Oberflächen reduzieren.
Mitmenschen vor Ansteckung schützen
Ein umsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten kann dazu beitragen, Ansteckungsgefahr zu minimieren und den Infektionskreislauf zu durchbrechen. Husten oder niesen Sie stets in Ihre Armbeuge oder ein Einmaltaschentuch und halten Sie im Krankheitsfall Abstand zu Ihren Mitmenschen.
Gesund sein – und bleiben
Auch im Haushalt kann eine gute Hygiene dazu beitragen, Sie und Ihre Familie vor Erkrankungen zu schützen. Putzen Sie Räume wie Bad und Küche gründlich und waschen Sie die verwendeten Tücher anschließend bei mindestens 60° C. Lebensmittel wie Obst und Gemüse sollten Sie gründlich abspülen und rohes Fleisch stets durchgaren. Regelmäßiges Lüften kann außerdem dazu beitragen, die Anzahl von Erregern in der Luft zu verringern. Vor allem in Zeiten von Homeoffice sorgt der Luftaustausch außerdem für frischen Wind in unseren Köpfen.
Hilfreiche Tipps zu einem hygienisch einwandfreien Verhalten in Ihrem Alltag finden Sie anschaulich und kompakt in der Hygiene-Broschüre von Biogen:
Interessante Informationen zum Thema chronisch-entzündliche Erkrankungen und Corona sowie weitere Tipps und Services – auch in Form von Broschüren zum Download – finden Sie auf www.MeinCarePlus.de. Biogen-104098
Am 5. Mai findet der Welthändehygienetag der Weltgesundheitsorganisation WHO statt. Er macht darauf aufmerksam, wie wichtig Handhygiene in Krankenhäusern, Gesundheitseinrichtungen und im Alltag ist. Hände waschen, einseifen, desinfizieren – nicht nur in der Corona-Pandemie gehören Hygienemaßnahmen zu den wirksamsten Mitteln, um Erkrankungen vorzubeugen. Die folgenden Tipps …. … für Ihren Alltag finden Sie auch anschaulich und kompakt in der Hygiene-Broschüre am Ende des Beitrags.