Die Care+ App kann jetzt noch mehr

Update integriert weitere chronisch-entzündliche Erkrankungen aus dem Bereich Gastroenterologie und Dermatologie

Mit dem neuen Update der Care+ App können jetzt noch mehr Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen von der mobilen Unterstützung im Alltag profitieren: Ab sofort steht die App auch für Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen zur Verfügung. Neu hinzugekommen sind die Features für n.- r. axiale Spondyloarthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sowie Psoriasis-Arthritis, Plaque-Psoriasis und Acne inversa. Schon zuvor gab es die App für Patienten mit rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis.

Die Care+ App hilft Ihnen dabei, mit einer chronisch-entzündlichen Erkrankung den Durchblick zu bewahren: Hier finden Sie nicht nur wertvolles Hintergrundwissen und Tipps für den Lifestyle mit Ihrer Erkrankung, sondern auch viele interaktive Funktionen, damit Sie immer und überall bestens informiert und organisiert bleiben. Die perfekte Ergänzung für Ihren bewegten Alltag.

Die Care+ App im Überblick:

Und viele weitere Features

relevantes Hintergrundwissen zu Ihrer Erkrankung

dokumentieren und verfolgen Sie Ihren individuellen Gesundheitszustand und Krankheitsverlauf

Wertvolle Tipps und Tricks für Ihr alltägliches Leben sowie Liebe und Reise und vieles mehr

Hilfreiche Sportübungen, die Sie trotz chronisch-entzündlicher Erkrankung ausführen können

Rezeptideen für jeden Geschmack

Im Login-Bereich gibt es exklusive Features:

Nähere Informationen zu Ihrem Medikament

Eine praktische Erinnerungsfunktion, um Arzttermine und Medikamente immer im Blick zu haben

Die Care+ Welt: Im Alltag immer und überall informiert
Die interaktive Care+ App ergänzt die Care+ Welt bestehend aus unserer MeinCarePlus.de Website und den Care+ Broschüre. So sind Sie immer und überall gut informiert – auch unterwegs oder im Urlaub.

Lust, die Care+ App auszuprobieren?
Die Care+ App ist kostenlos für iOS im App-Store und für Android im Play Store unter: Care+ Germanyzu finden.

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Mit Neurodermitis gut durch den Winter

Wenn die Haut verstärkt Aufmerksamkeit benötigt Neurodermitis begleitet Betroffene meist ein Leben lang. Mit der Zeit verstehen Atopiker ihre Erkrankung immer besser, meiden Trigger, achten auf einen gesunden Lebensstil und trotzdem können sie im Winter erneuten Schüben kaum entgehen. Doch warum verstärkt sich die Neurodermitis im Winter?

Das wohl größte Problem für Neurodermitis-Patienten ist tatsächlich die trockene Heizungsluft. Die trockene Umgebungsluft entzieht der Haut die Feuchtigkeit und reizt sie verstärkt. Unser derma2go-Tipp:
Halte im Winter die Luftfeuchtigkeit auf einem konstanten Level. Hier kann entweder ein herkömmlicher Luftbefeuchter
verwendet werden oder einfach ein Topf mit Wasser auf den Heizkörper gestellt werden. Auch wenn die kalte Luft der Haut zu schaffen macht, sollte dennoch mindestens dreimal täglich für jeweils 5 Minuten Stoßgelüftet werden.

Mit der richtigen Hautpflege Schüben im Winter vorbeugen
Atopische Haut muss kontinuierlich gepflegt werden. Dabei überrascht es nicht, dass individuell auf die verschiedenen Begebenheiten mit Temperatur und Klima eingegangen werden muss. Generell gilt: Atopische Haut benötigt im Winter besonders viel Feuchtigkeit und rückfettende Pflegeprodukte.

Unsere Tipps für eine winterfeste Hautpflege bei Neurodermitis

Winterfeste Basispflege
Kommen bei der Basispflege im Sommer Cremes zum Einsatz, empfehlen sich im Winter rückfettende Salben. Generell empfehlen sich Pflegeprodukte, die speziell für die kalte Jahreszeit ausgelegt sind und so beispielsweise rückfettende Inhaltsstoffe vorweisen können. Dazu zählen Präparate mit pflegenden Fetten wie Hornfette (Ceramide 1 und 3) oder auch das feuchtigkeitsspeichernde Eiweiß Filaggrin. Der Haut wird die fehlende Feuchtigkeit zugeführt, dadurch geschmeidiger und weniger anfällig für Juckreiz oder äußere Reize.

Händewaschen, aber richtig
Coronabedingt waschen wir uns die Hände öfter als je zuvor. Oftmals wird dabei nur vergessen, dass der Haut der entzogene Fettfilm wieder zugeführt werden muss. Atopiker sollten direkt auf rückfettende Waschlotionen mit leucht sauren pH-Wert (5- 6) umsteigen und darauf achten, dass sie frei von Duftstoffen sind. Eine bessere Wahl für Neurodermitis-Patienten ist laut der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft die Verwendung von Desinfektionsmittel mit anschließendem Eincremen.

Viel Trinken
Nicht nur im Sommer sollte dem Körper viel Flüssigkeit zugeführt werden: Auch im Winter ist für unsere Haut eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme essenziell.

Wenn alle Stricke reißen
Wenn alle Präventivmaßnahmen nichts bringen und die Haut einen schlechten Allgemeinzustand hervorruft, sollte ein Dermatologe zu Rate gezogen werden. Unser Partner derma2go bietet mit führenden Experten der chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen Ärzte, die auf Neurodermitis spezialisiert sind und bei Hautproblemen schnell und effizient helfen können.

Sonnenschutz ist Pflicht! Tipps von Dr. Julia Mader für gesunde Haut, besonders bei Neurodermitis und Psoriasis. Schützen, statt riskieren!

Der Sommer ist (hoffentlich) noch lange nicht vorbei – und nicht nur jetzt, sondern eigentlich immer gilt: Sonnenschutz ist ein absolutes Muss! Denn er beugt Hautalterung vor und schützt uns vor Hautkrebs. Die besonders schädlichen UVA-Strahlen dringen sogar auch durch Wolken oder Glas. Und weil Aufklärung hier wirklich das A und O ist, haben wir unsere Haut- und Kosmetikexpertin Dr. Julia Mader nach ein paar Tipps und wichtigen Fakten rund um das Thema Sonnenschutz im Allgemeinen, aber auch im Speziellen bei Autoimmunerkrankungen, gefragt. Denn zum Beispiel bei Neurodermitis sollte man mit Sonne vorsichtig sein, da die UV-Strahlen tiefer in die Haut eindringen und so einen Schub auslösen können. Aber trotzdem: den meisten Neurodermitis-Patienten geht es im Sommer etwas besser, weil die Haut nicht mehr ganz so trocken ist und der Juckreiz nachlässt. Bei Schuppenflechte kann zu langes oder ungeschütztes Sonnenbaden die Symptome sogar verschlimmern und der Haut schaden.

1. Immer, wirklich immer, einen Lichtschutz mit Breitbandfilter gegen UVA- und UVB-Strahlung verwenden

2. Am Besten die direkte Sonne meiden und auch auf textilen Lichtschutz in Form von Tüchern, leichter Kleidung und Hüten/Kopfbedeckung setzen

3. Textiler Lichtschutz ist bei Neurodermitis und Psoriasis meist besser geeignet, da Sonnencreme je nach Hautzustand nicht immer vertragen wird

4. Bei Neurodermitis und Psoriasis leichte Gele, Fluids und Sprays nutzen, da die Haut unter Sonnencreme schnell anfängt zu schwitzen und jucken

5. Auch an bewölkten Tagen Lichtschutz verwenden, da trotz Wolken sogar 50% der UV-Strahlung durchdringt

6. Auch im Schatten kann man einen Sonnenbrand bekommen, da die Luftpartikel die UV-Strahlung reflektieren und streuen 

Wer all diese Tipps berücksichtigt, kann den Sommer in vollen Zügen genießen und die Vitamin D-Speicher guten Gewissens auffüllen!

Neurodermitis und Psoriasis: Was Du jetzt wissen solltest.

Wie oft kommt eine Erkrankung mit Neurodermitis und Psoriasis vor?

Neurodermitis ist besonders bei Kindern weit verbreitet. Bis zu 15% aller Kinder leiden unter der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung, die sich mit fortschreitendem Alter jedoch meist verläuft. So sind in der Regel nur noch 3% aller Erwachsenen von der atopischen Dermatitis betroffen. Zum Vergleich: Von der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung Psoriasis (=Schuppenflechte) sind rund 3% der Gesamtbevölkerung (in DE) betroffen. Hierbei unterscheidet man zudem Typ 1 und Typ 2: Bei Typ 1 tritt die Erkrankung vor dem 40. Lebensjahr in Erscheinung und nimmt meist einen schweren Verlauf, während bei Typ 2 die Erkrankung sich erstmal nach dem 50. Lebensjahr zeigt und eher milde Verläufe mit sich bringt.

Was sind die typischen Symptome für Neurodermitis und Psoriasis?

Kennst Du die Formulierung „das triggert mich“? Betroffene der chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen können ein Lied davon singen, da in der Regel aktive Schübe durch sogenannte Trigger ausgelöst werden. Doch mit welchen Symptomen äußern sie sich? Allgemeine Anzeichen für einen Schub sind starker Juckreiz gepaart mit einer starken Rötung, nässende Entzündungen und die Bildung von Bläschen und kleinen Knoten. Dabei sind besonders Gesicht, Kopfhaut, Nacken, Hände wie Füße, Körperseiten und die Beugefalten der Arme und Beine betroffen. Je nach Altersphase unterscheidet sich das Erscheinungsbild der Neurodermitis noch einmal. Auch eine Haut ohne aktiven Schub ist von der atopischen Dermatitis gekennzeichnet: trocken, empfindlich, gerötet und neigt zur Schuppung. Gut zu unterscheiden ist zudem die Psoriasis (=Schuppenflechte): Hier zeigt die Haut scharf begrenzte, rötliche Hautverdickungen (sog. Plaques), silbrig-glänzende, weiße Schuppen, die Größe der betroffenen Areale variiert stark, Juckreiz kann auftreten und die Haut ist generell trocken und empfindlich mit Spannungsgefühl.

Worin liegen die Ursachen für Neurodermitis und Psoriasis?

Betroffene der chronisch entzündlichen Hauterkrankung Neurodermitis stellen sich oft die Frage, wieso gerade sie davon betroffen sind. Die Antwort darauf ist leider, dass es genetisch bedingt ist. Forscher konnten Gene identifizieren, die für einen Mangel an Eiweißen verantwortlich sind und so die schützende Hornschicht fehlerhaft aufgebaut ist, wodurch die Barrierefunktion der Haut geschwächt ist. Auch wird durch diesen Gendefekt die Zusammensetzung der Hautfette beeinflusst, weshalb die Haut an Feuchtigkeit verliert und schneller austrocknet. Diese Umstände alleine reichen jedoch nicht für eine Aktivierung der Erkrankung. Erst mit äußeren Faktoren (Antigene aus der Umwelt) kommt es zu einer Sensibilisierung und Abwehrstoffe werden gebildet. Ebenfalls genetisch bedingt ist die Psoriasis: Forscher konnten feststellen, dass Kinder von Psoriasis-Betroffenen mit einer 10%igen Wahrscheinlichkeit ebenfalls erkranken, wenn ein Elternteil betroffen ist – bei beiden Elternteilen liegt das Risiko sogar bei 40%. Ergänzend dazu kommt ein fehlgeleitetes Immunsystem, welches eine chronische Aufrechterhaltung des Abwehrmechanismus gegen Entzündungen vorweist.

Neurodermitis & der atopische Formenkreis

Neurodermitis gehört zum atopischen Formenkreis. Betroffene leiden daher meist nicht nur unter den krankhaften Hautveränderungen, sondern neigen auch zu allergischem Asthma und Heuschnupfen. Es besteht eine generelle Überempfindlichkeit auf Kontakt mit Allergenen und anderen Reizstoffen. Im Internet ist zudem oft zu lesen, dass eine Ernährungsumstellung die Neurodermitis erfolgreich behandeln kann. Richtig ist: Eine Umstellung der Ernährung kann die Behandlung der Neurodermitis unterstützen. Liegt eine Reaktion auf Milchprodukte vor, ist es ratsam und sinnvoll darauf zu verzichten. Eine vollwertige Behandlung kann die richtige Ernährung jedoch nicht ersetzen, da es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung handelt, die von einem Facharzt behandelt werden muss. Psoriasis zählt hingegen nicht zum atopischen Formenkreis.

Was ist eine leitliniengerechte Therapie?

Die Therapie bei Neurodermitis und Psoriasis muss individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt werden. Um für den Einzelfall eine optimale Therapie gewährleisten zu können, gibt es in Deutschland Therapieleitlinien, welche von Experten aus dem jeweiligen Fachgebiet verfasst werden. An diesen Leitlinien können sich die behandelnden Ärzte orientieren, um stets eine aktuelle, auf den Patienten zugeschnittene Therapie anwenden zu können.

So findet die Therapie bei der Psoriasis und Neurodermitis abhängig vom Schweregrad statt:
Bei leichten Erkrankungsformen steht die sogenannte topische Therapie (=Auftragen von Medikamenten auf der Haut) im Vordergrund, bei mittelschweren und schweren Symptomen kommen zusätzlich die Phototherapie und systemische Therapien (=Medikamente zur oralen Einnahme) zum Zuge.

Hautwoche anlässlich des Welt-Neurodermitis-Tags vom 14. Bis 24. September 2021

Solltest Du Dir nun die Frage stellen, ob Du möglicherweise selbst von Neurodermitis oder Psoriasis betroffen bist, haben wir eine gute Nachricht für Dich: Am 14. September startet unsere gemeinsame Aktionswoche mit derma2go. Vom 14. bis 24. September 2021 kannst Du Dich kostenfrei von einem ausgewiesenen Experten der chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen beraten lassen.

Mit Neurodermitis und Psoriasis durch die Wintermonate

So unterstützt basische Hautpflege

Die meisten von uns verbinden die kalten Wintermonate mit viel Gemütlichkeit. Doch für die Haut bedeutet diese Zeit vor allem eins: puren Stress. Ist es draußen kalt, ziehen sich die Gefäße zusammen und es gelangen weniger Nährstoffe und Sauerstoff in die Hautzellen. Und auch die trockene Heizungsluft sowie die Temperaturschwankungen zwischen drinnen und draußen strengen die Haut mächtig an.

Wahrscheinlich kennst Du es selbst: Chronisch-entzündliche Hauterkrankung wie Neurodermitis oder Schuppenflechte haben in den kälteren Monaten Hochsaison. Der Zustand der Haut, die ohnehin durch eine geschwächte Hautbarriere und die Unterfunktion von Talg- und Schweißdrüsen zu extremer Trockenheit neigt, verschlimmert sich häufig und es kommt verstärkt zu trockener, juckender Haut mit rissigen Stellen oder einem akuten Schub. Die Haut benötigt daher in dieser Zeit besonders viel Aufmerksamkeit.

5 Tipps, die der Haut im Winter zugutekommen 

  1. Den Stoffwechsel anregen. Der verlangsamte (Haut-)Stoffwechsel lässt sich aktiv ankurbeln. Wöchentliches Trockenbürsten bringt den Lymphfluss in Schwung. Das sogenannte „Dry Brushing“ hat einen doppelten Effekt auf die Haut: Einerseits belebt es den Blutfluss und unterstützt den Hautstoffwechsel. Andererseits wirkt es wie ein natürliches Peeling, das abgestorbene Hautzellen sanft und ganz natürlich abträgt, um die Haut auf die anschließenden Pflegeschritte vorzubereiten. Das Trockenbürsten sollte jedoch nur an den Hautarealen erfolgen, die derzeit nicht akut von Neurodermitis oder Psoriasis betroffen sind.
  2. Für die richtige Temperatur in Wohnräumen sorgen. Um den Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen so gering wie möglich zu halten, solltest Du die Wohnräume auf maximal 20 Grad heizen. Regelmäßiges Stoßlüften hilft zusätzlich.
  3. Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen erhöhen. Da trockene Luft der Haut Feuchtigkeit entzieht, solltest Du neben der Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit im Auge behalten. Um die Raumluft feucht zu halten, kann eine Schüssel Wasser auf die Heizung gestellt werden. Alternativ gibt es auch spezielle Raumluftbefeuchter, die die Luftfeuchtigkeit des Raumes automatisch anpassen.
  4. Auf die Ernährung achten. Die Aufnahme von Vitamin A und B kann dem Austrocknen der Haut von innen heraus entgegenwirken. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee ist unabdingbar.
  5. Die passende Kleidung wählen. Auch wenn das Wetter zu dicker und warmer Kleidung verleitet, sollte man auf den sogenannten Zwiebellook setzen, um übermäßiges Schwitzen zu verhindern. Schweiß reizt die Haut und fördert Bakterienwachstum und Juckreiz. Da Stoffe wie Wolle, Viskose oder Kunstfaser die Haut reizen und Ekzeme begünstigen können, ist Kleidung aus Baumwolle, Leinen oder Seide besser geeignet.

So kann basische Hautpflege in der kalten Jahreszeit unterstützen

Je nach Zustand solltest Du deiner Haut nun außerdem mit der passenden Akuthautpflege entgegenkommen. Basische Wirkpflege von SIRIDERMA mit der einzigartigen Basen-Balance-Formel ist dafür ideal geeignet, denn die Haut wird nicht nur mit hochwertigen Pflegesubstanzen und natürlichen Feuchthaltefaktoren intensiv gepflegt, sondern auch von überschüssigen Säuren in der Haut entlastet, die sich durch Entzündungsprozesse im Hautgewebe ansammeln können.

Was die Basen-Balance-Formel von SIRIDERMA ausmacht, erfährst Du in diesem kurzen Video:

Interview mit der Rheuma-Liga

Was ist das Ziel der Rheuma-Liga?

Die Rheuma-Liga bietet Betroffenen Hilfe zur Selbsthilfe durch Beratung und Information sowie spezielle Bewegungsangebote. Wir setzen uns für die Verbesserung der Lebenssituation von an Rheuma erkrankten Personen ein und unterstützen die Arbeit von Institutionen, die dieses Ziel ebenfalls haben.

Wo findet man die Rheuma-Liga überall?

Die Deutsche Rheuma-Liga hat eigenständige Landesverbände in allen Bundesländern. Der Bundesverband mit Sitz in Bonn bündelt die Aktivitäten in besonderen Kampagnen, erstellt das gut verständliche Informationsmaterial und vertritt die Interessen der Rheuma-Patienten auf Bundesebene gegenüber Politik und Verbänden.

Was für Aktivitäten bietet der Verein an?

Die Rheuma-Liga bietet Bewegungsangebote wie Funktionstraining in Form von Wasser- und Trockengymnastik in Gruppen. Bei Vorträgen, Seminaren und Workshops informieren ausgewählte Experten Mitglieder und andere Interessierte. Weiterhin ist die Beratung zu den unterschiedlichen Themen genauso wichtig wie Austausch und Unterstützung in den Selbsthilfegruppen. Jährlicher Höhepunkt ist die Informationsveranstaltung zum Welt Rheuma Tag.

Rheuma ist so vielseitig. Gibt es unterschiedliche Gruppen, die das widerspiegeln?

Jede Gesprächsgruppe in der Rheuma-Liga setzt sich aus Menschen mit unterschiedlichen Ausprägungen von Rheuma zusammen. Wir in Hamburg haben 16 verschiedene Gruppen. Die Stadtteilgruppen existieren schon viele Jahre und definieren sich durch räumliche Nähe. Darüber hinaus gibt es Gruppen, die aufgrund ihrer Altersstruktur oder Lebenssituation eine gemeinsame Basis haben (Junge Rheumatiker, 50-Plus,Die Berufstätigen). Eine gemeinsame Diagnose bildet die Grundlage für die LE-Gruppe Lupus Hamburg, Sjögren-Syndrom Gruppe, Fibromyalgie oder Vaskulitis Selbsthilfegruppe.

Wie sieht die Unterstützung im Allgemeinen aus?

Wir bieten allen Rheuma-Patienten wissenschaftlich fundierte und verständliche Informationen über die Krankheit, über soziale Aspekte des meist chronischen Verlaufs und der damit einhergehenden Einschränkungen, kompetente Beratung durch Betroffene sowie speziell angepasste Bewegungsangebote. Mitgliedern bieten wir 6x im Jahr interessant aufbereitete Informationen zu aktuellen Themen in unserer Vereinszeitschrift mobil .

Und wenn es speziell wird? Was sind die ganz besonderen Dinge oder Highlights, die die Rheuma-Liga ausmachen, die nicht alltäglich sind?

Die Möglichkeit sich mit Personen auszutauschen, die in einer ähnlichen Situation sind und ebenfalls nach Lösungen suchen, um mit der Krankheit möglichst „normal“ zu leben, erachten wir als ein nicht alltägliches Angebot. Alle ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater sind bemüht, zu helfen. Sei es mit Informationen, mit Hinweisen zu Veränderungen in der Lebensweise und mit einem offenen Ohr für die Sorgen der Betroffenen. Wir geben wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse weiter und informieren zu Themen wie Corona und Rheuma.

Hat Corona die Rheuma-Liga verändert? In Hinblick auf die Kommunikation, Aktivitäten und Treffen oder interne Strukturen?

Die Pandemie hat die Arbeit im Verein und die Zugänglichkeit zu unserem Verein sehr verändert. Alle Selbsthilfegruppen mussten über einen langen Zeitraum ihre Arbeit mehr oder weniger „runterfahren“, da die Räumlichkeiten, in denen die Mitglieder sich getroffen haben, nicht zugänglich waren und die Ansteckungsgefahr auf dem Weg zu den Treffen für Rheumapatienten zu groß war. Viele Gruppen haben sich auf telefonische Kontakte beschränkt. wenn möglich gab es auch Kontakte über digitale Medien (Video, Chat über z.B. WhatsApp oder ähnliches).

Die Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle haben z.T. von zuhause gearbeitet. Im Moment nutzt jeder der hauptamtlich für uns Tätigen ein Büro für sich allein. Die ehrenamtlichen Kräfte werden über Telefon und Mail hinzugezogen. Persönliche Kontakte sind auch in der Geschäftsstelle auf ein Minimum reduziert worden. Das kann und wird für eine Selbsthilfeorganisation, der ein Miteinander und persönlicher Austausch wichtig sind, nur eine vorübergehende Lösung sein. Einige unserer Veranstaltungen konnten wir auf ein digitales Format umstellen. Neue Angebote sind entstanden. Aber wir erreichen mit den elektronischen Medien nicht alle Mitglieder. Kriterien wie das Alter und körperliche Einschränkungen verhindern, dass alle Mitglieder die neuen Medien nutzen können.

Wer kann Mitglied im Verein werden?

Wir freuen uns über Anträge von Personen oder auch Institutionen (juristische Personen), die sich für die Belange der Rheuma-Patienten interessieren und einsetzen möchten.

Was kostet die Mitgliedschaft?

Unsere Mitglieder zahlen einen Beitrag von € 45,00 im Jahr, das sind nur 3,75 € im Monat.
Für Personen, denen das noch zu viel ist, gibt es unter gewissen Voraussetzung die Möglichkeit zur Ermäßigung.

Die Rheuma-Liga gibt es seit über 50 Jahren. Was hat sich in den letzten Jahrzehnten (bezüglich des Rheumas, aber auch im Verein) deutlich verändert?

Ein grundlegender Pfeiler der Arbeit und der Grundsätze der Rheuma-Liga haben sich in all den Jahren nicht verändert: die Basis ist das ehrenamtliche Engagement der Betroffenen.

Die Diagnose und Therapiemöglichkeiten haben sich deutlich verbessert.
Nach wie vor aber dauert es für viele Patienten viel zu lange, bis eine Behandlung beim Rheumatologen begonnen wird. Die Anzahl der in Deutschland praktizierenden internistischen und orthopädischen Rheumatologen reicht nicht aus. Die regionale Verteilung ist sehr unterschiedlich: es gibt Regionen mit relativ vielen Ärzten und eben auch solche, wo Patienten viele Kilometer im Umkreis keinen erreichbaren Arzt haben. Diese Probleme gab es schon vor 50 Jahren.

Heute können wir uns dank moderner Kommunikationsmittel viel einfacher über vieles informieren, bekommen leider aber auch viele falsche Informationen. Daher ist es so wichtig, dass die Rheuma-Liga verlässliche Informationen bereitstellt. Die Broschüren und Merkblätter sehen heute mit einem moderneren Layout sicher anders aus, aber schon vor 50 Jahren legte man Wert darauf, die Betroffenen richtig zu beraten und zu informieren.

Moderne Medikamente und Therapiemöglichkeiten ermöglichen es Rheuma-Patienten heute länger berufstätig zu sein als früher. Die Frühverrentung ist zwar heute auch noch ein Problem, da man von den Bezügen dann kaum leben kann, aber es gelingt wesentlich häufiger schwere Schäden an den Gelenken und Organen zu verhindern. Auch die zur Verfügung stehenden Hilfsmittel erleichtern den Umgang mit den Einschränkungen erheblich.

Fazit : Vieles ist besser geworden, aber es bleibt noch viel zu tun.

Wer sind die Unterstützer des Vereins?

Die Deutsche Rheuma-Liga LV Hamburg e.V. wird im Wesentlichen von den Mitgliedsbeiträgen der ca. 2400 Mitglieder und deren Engagement gestützt.

Fachlich unterstützen uns viele Ärzte und Therapeuten tatkräftig durch die Bereitschaft, sich meist ehrenamtlich mit ihrem Wissen und ihrer Zeit einzubringen. Sie halten Vorträge und stehen für Fragerunden in den Gruppen bereit. Fachbeiträge für unsere Vereinszeitschrift, die Mobil und den lokalen Beihefter Hamburg mobil sind ebenfalls sehr hilfreich. Wir sind dankbar, dass viele Expertinnen und Experten uns bei der Beantwortung von Fragen, die in der Beratung an uns herangetragen werden, unterstützen. Ohne fachlichen „Beistand“ könnten unsere ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater ihre Arbeit weniger effektiv leisten.

Finanziell erhalten wir auf Antrag Pauschalförderung im Rahmen der Selbsthilfeförderung von den Krankenkassen und können für einzelne Projekte dort weitere Zuschüsse beantragen. Einzelne Veranstaltungen wie der Welt Rheuma Tag werden von verschiedenen Pharmafirmen unterstützt, die dort ihre Arbeit interessierten Patientinnen und Patienten erläutern.

Wie können Betroffene an den Verein herantreten?

Die Deutsche Rheuma-Liga LV Hamburg e.V. ist persönlich und telefonisch zu erreichen über die Geschäftsstelle in der Dehnhaide 120, 22081 Hamburg, Tel 040 669 07 65 – 0 / Fax 040 – 669 07 65 – 25 . Per Mail sind wir natürlich auch zu erreichen: info@rheuma-liga-hamburg.de.

Informationen finden sich auf der Webseite www.rheuma-liga-hamburg.de.
Dort veröffentlichen wir allgemeine Informationen über den Verein und die Selbsthilfegruppen sowie aktuelle Termine für Veranstaltungen und Bewegungsangebote, aber auch interessante Videos und Podcasts der Deutschen Rheuma-Liga.

Rheu’ma auf mit Vorurteilen!

Was Sie sicherlich noch nicht über rheumatische Erkrankungen wussten.

Lassen Sie uns gleich mit dem größten Irrglauben aufräumen: „Das eine Rheuma“ gibt es nicht. Vielmehr gibt es über 100 verschiedene rheumatische Erkrankungen. Von rheumatoider Arthritis über Osteoporose bis hin zu Morbus Bechterew sind die Krankheiten so divers wie die Mythen über sie. Wir räumen mit den bekanntesten Vorurteilen rund um Rheuma auf.

„Rheumatische Erkrankungen haben nur alte Menschen.“

Dieses Gerücht hält sich wohl am hartnäckigsten, doch Fakt ist: Rheuma kennt kein Alter. Während erwachsene Erkrankte zwar mit rund 1,5 Millionen in Deutschland den Löwenanteil ausmachen, gibt es immerhin 20.000 Kinder und Jugendliche mit rheumatischen Erkrankungen. Hier liegt häufig die juvenile idiopathische Arthritis vor. Junge Männer unter 30 erkranken zudem des Öfteren an Morbus Bechterew, während Frauen ab 35 häufig eine Fibromyalgie diagnostiziert bekommen. Der Morbus Bechterew betrifft vor allem den Rückenbereich und kann zu einer Versteifung der Wirbelsäure führen. Die Fibromylagie geht neben chronischen Schmerzen an mehreren Körperregionen mit Symptomen wie Müdigkeit und Schlafstörungen einher.

Gerade aufgrund der falschen Annahme, Rheuma würde nur bei älteren Menschen auftreten, sollten sich Jüngere mit Verdacht also doppelt absichern und eine fachkundige Diagnose einholen.

„Für die Diagnose Rheuma reicht der Hausarzt.“

Hausärzte stehen bei der Früherkennung der rheumatischen Erkrankung vor einer großen Herausforderung: der Unterscheidung von degenerativ bedingten und rheumatischen Beschwerden. Sie haben häufig nicht das Fachwissen der Rheumatologen, was eine Studie des Deutschen Rheumaforschungszentrums untermauert – hier schnitt der Rheumatologe, verglichen mit dem Hausarzt, in Fragen rund um die Diagnose der Erkrankten deutlich besser ab. Aus diesem Grund, und auch weil eine Früherkennung sehr wichtig ist, sollten Menschen mit Verdacht, zusätzlich zu ihrem Hausarzt, einen Rheumatologen aufsuchen.

„Wer krank ist, sieht krank aus.“

Genau dieses Vorurteil macht Rheumatikern das Leben schwer – denn die meisten rheumatischen Erkrankungen zählen zu den „unsichtbaren Krankheiten“ und werden viel zu oft vom Umfeld nicht ernst genug genommen. Da Rheuma vor allem die Gelenke betrifft, sieht man Rheumatikern ihre Krankheit häufig nicht an. Erst in schweren Fällen werden rheumatische Symptome für Außenstehende sichtbar: Einzelne Gliedmaßen, oft sind es die Finger, werden steifer und unbeweglicher. Hier gilt es, das unwissende Umfeld für die Beschwerden zu sensibilisieren.

„Rheumatiker können keinen Sport machen.“

Das Lieblings-Gerücht vieler Rheuma-Erkrankter – denn das Gegenteil ist der Fall. Während früher allgemein galt, dass Rheuma-Patienten sich körperlich möglichst schonen sollen, weiß man heute, dass Bewegung gut tut und sogar helfen kann. Denn mangelnde Bewegung kann zum „Einrosten“ der Gelenke führen, wodurch die Schmerzen für Rheumatiker noch verstärkt werden. Sportarten wie Schwimmen, Nordic Walking und Radfahren stärken Muskulatur und Gelenke und helfen so dem Körper, sich selbst zu helfen.

„Rheumatiker haben kein erfülltes Sexualleben.“

Wer an chronischen Schmerzen leidet, hat keinen Sex? Keineswegs. Denn auch hier gilt es aufzuklären. Im Umgang mit einer chronischen Erkrankung spielt schließlich auch die Partnerschaft, und damit das Sexualleben, eine wichtige Rolle. Praktische Maßnahmen wie die richtige Wahl der Stellung, eine warme Dusche oder eine entspannende Massage schaffen Abhilfe. Ein weiterer Vorteil: Beim Sex werden Glückshormone im Körper ausgeschüttet, die wiederum für Entspannung und Wohlbefinden und damit ein besseres Körpergefühl sorgen. Es gilt also Lust zuzulassen und offen mit dem Partner zu sprechen. So versteht er die Bedürfnisse und kann auf sie eingehen, damit der Intimität nichts im Wege steht.

Wie es bei allen Gerüchten so ist, gilt auch bei Rheuma: Unwissenheit kann verheerende Folgen haben. Darum ist eine Früherkennung der Krankheit wichtig und die Aufklärung der Gesellschaft essenziell, um den Betroffenen die größtmögliche Hilfe bieten zu können.

https://www.meincareplus.de

„Mythen und Vorurteile rund um Rheumatische Erkrankungen“
Hier finden Sie weiterführende Informationen:

https://www.meincareplus.de/de_DE/home/therapiegebiete/gelenk/wissenswertes-rheuma/krankheitsmythen-gelenk.html

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Zum Welttag des Sehens: Rechtzeitig erkannt ist Uveitis gut behandelbar!

Der Welttag des Sehens am 14. Oktober 2021

hat zum Ziel, mehr Aufmerksamkeit für Augenerkrankungen wie Uveitis zu schaffen. Augenerkrankungen können ernsthafte Folgen haben, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden. Prävention lautet das Zauberwort: Laut WHO sind 75 Prozent aller Sehbehinderungen vermeidbar, heilbar oder zumindest gut behandelbar. Dazu gehört auch Uveitis, ein Oberbegriff für verschiedene entzündliche Augenerkrankungen, die die mittlere Augengefäßhaut, die Uvea, betreffen. Häufig wird eine Uveitis mit einer Bindehautentzündung verwechselt. Denn das Auge ist bei beiden Erkrankungen stark gerötet. Anders als eine Bindehautentzündung ist Uveitis jedoch nicht ansteckend.

Mehrere Ursachen können Auslöser sein

In Deutschland sind rund 400.000 Menschen von Uveitis betroffen, jährlich kommen etwa 10.000 Neuerkrankungen hinzu. Grundsätzlich kann Uveitis jeden Menschen in jedem Alter betreffen. Doch am häufigsten tritt eine Entzündung der Gefäßhaut des Auges zwischen dem 20. und 50. Lebensjahrs auf. Aber auch Kinder können an einer Uveitis erkranken, sie machen fünf bis zehn Prozent aller Erkrankten aus. Obwohl noch nicht alle Ursachen, die zu einer Uveitis führen, hinreichend erforscht sind, weiß man heute, dass rund 40 Prozent der Augenentzündungen auf eine Immunerkrankung zurückzuführen sind. Das können rheumatische Erkrankungen sein, aber auch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Bei 19 Prozent der Uveitis-Erkrankungen werden Viren, Bakterien oder Pilzinfektionen als Auslöser ausgemacht. Für etwa ein Drittel der Erkrankungen kommen weder Infektionen noch andere Krankheiten infrage. Hier spricht man von einer idiopathischen Uveitis – ohne erkennbare Ursache.

Biologika sind ein Mittel der Wahl

Schwere Verläufe lassen sich in der Regel vermeiden, wenn die Erkrankung frühzeitig diagnostiziert und behandelt wird. Uveitis ist derzeit zwar noch nicht heilbar, doch mit einer frühzeitigen Therapie – beispielsweise einer Kortison-Behandlung bei akuten Schüben oder mit einem Biologikum oder Biosimilar – kann einem schweren Verlauf in der Regel vorgebeugt werden. So können Sie trotz einer Uveitis ein selbstbestimmtes, aktives Leben führen. Mehr Tipps zum Umgang mit der chronisch-entzündlichen Augenerkrankung finden Sie auf www.meincareplus.de.

Regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt

Es gibt viele Dinge, die Sie selbst für den Erhalt Ihrer Augengesundheit tun können. Ist unsere Sehfähigkeit infolge einer entzündlichen Uveitis eingeschränkt, kann uns das im Alltag sehr beeinträchtigen. Schmerzen, Lichtempfindlichkeit, verschwommenes Sehen oder gerötete und tränende Augen sind nur einige der typischen Symptome, die schleichend oder plötzlich auftreten können. Vor allem reagieren Ihre Augen empfindlich auf Trockenheit und grelles Licht. Schützen Sie sich daher mit einer guten Sonnenbrille mit zertifiziertem UV-Schutz. Auch nach der Diagnose: Gehen Sie regelmäßig zum Augenarzt und lassen Sie Ihre Sehkraft kontrollieren. Achten Sie auf sich und geben Ihren Augen auch mal eine Pause.

Sorgen Sie für entspannte Augenblicke!

  • Das richtige Licht: Passen Sie die Beleuchtung in Ihrer häuslichen Umgebung Ihrem Augenlicht an. Verwenden Sie eine warme Farbtemperatur und regeln Sie die Helligkeit so, dass Sie nicht geblendet werden.
  • Genug Feuchtigkeit: Sorgen Sie für ein angenehmes Raumklima, das nicht zu trocken ist. Lüften Sie regelmäßig und benutzen Sie Luftbefeuchter, wenn die Luft im Inneren zu trocken ist. Auch viel Bewegung an der frischen Luft trägt dazu bei, dass sich Ihre Augen erholen können.
  • Kein Stress: Achten Sie auf einen gesunden Lebensstil, der zu Ihrem Wohlbefinden beiträgt. Dazu gehören neben körperlicher Aktivität vor allem Entspannungstechniken wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, autogenes Training oder Meditation. Alles, was zur Stressbewältigung beiträgt und Sie psychisch ins Gleichgewicht bringt, kommt auch Ihren Augen zugute.

Weitere Infos und Tipps zum Umgang mit Uveitis finden Sie auf www.meincareplus.de.

Erklärvideo für Erwachsene zum Thema Uveitis: https://www.meincareplus.de/de_DE/home/therapiegebiete/auge/wissenswertes-augen/meine-augen.html

Erklärvideo für Erwachsene zum Thema Uveitis: https://www.meincareplus.de/de_DE/home/therapiegebiete/auge/kinder-erklaert-auge.html

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Nik stellt vor: Dr. Julia Mader – Hautpflege bei Autoimmunerkrankungen

„Dr. Julia Mader ist Kosmetikwissenschaftlerin, Beraterin und Trainerin aus Leidenschaft. Ihre Expertise im Bereich Kosmetik hat sie sich in mehr als zwanzig Jahren aufgebaut.

Ihr Alleinstellungsmerkmal ist jedoch die außergewöhnliche Kombination von Praxis, Fachwissen und wissenschaftlichem Arbeiten zusammen.

Julias Herz schlägt seit mehr als zwanzig Jahren für das Thema Haut und Kosmetik. Bereits in jungen Jahren litt Julia unter schwerer Akne, wodurch die Haut, Hauterkrankungen und deren kosmetische Behandlung schon damals eine große Rolle spielten. Als gelernte Kosmetikerin hat Julia neben dem Studium und der Promotion als medizinische Kosmetikerin in Europas größter Dermatologischer Klinik gearbeitet.

Die kosmetische Behandlung von Hauterkrankungen wie z.B. Akne, Rosazea, perioraler Dermatitis, Neurodermitis oder Psoriasis unter dermatologischen Gesichtspunkten war zwölf Jahre lang ein wichtiger Bestandteil in Julias täglicher Praxis. Heute ist sie als Beraterin in der Kosmetik Industrie tätig, hält regelmäßig Fachvorträge, leitet kosmetische Workshops und schreibt wissenschaftliche Artikel für Fachmagazine“.

Interview mit Dr. Julia Mader

Ist Naturkosmetik immer die bessere Wahl?

Das kann man pauschal nicht sagen. Naturkosmetik hat viele Vorteile in Bezug auf die Rohstoffe, die in Naturkosmetik verwendet werden dürfen sowie in Bezug auf die vielen Rohstoffe, die hier eben nicht eingesetzt werden dürfen. Allerdings ist Naturkosmetik nicht generell für jede Haut und jedes Pflegebedürfnis geeignet. Vor allem bei sehr sensibler und zu Allergien neigender Haut ist Vorsicht geboten. Ebenfalls bei der Pflege von Hauterkrankungen. Bei Menschen mit atopischer Dermatitis (Neurodermitis) zum Beispiel sollte in der Zeit während einer akuten Phase auf die Pflege mit Naturkosmetik verzichtet werden. Hier steht vor allem die Therapie von Symptomen wie akutem Juckreiz und extremer Trockenheit sowie der Aufbau der Hautbarriere im Vordergrund. Immer wenn eine Hauterkrankung vorliegt, wo akute Symptome eine starke Beeinträchtigung darstellen, sollte die kosmetische Pflege vor allem schnelle Linderung bringen. Da ist Naturkosmetik nur bedingt geeignet und sollte individuell von Patient zu Patient beurteilt werden.

Was ist das Besondere an Naturkosmetik?

Grundsätzlich ist der Begriff „Naturkosmetik“ nicht geschützt. Möchte ich sicher gehen, dass die entsprechenden Pflegeprodukte reine Naturkosmetik sind, sollte ich zuerst auf bekannte Zertifizierungen achten. Sind Produkte mit den Naturkosmetik Siegeln zertifiziert, dürfen sie nur bestimmte Rohstoffe und Wirkstoffe enthalten und entsprechen den Vorgaben für reine Naturkosmetik. Bei Naturkosmetik dürfen keine synthetischen Rohstoffe wie z.B. Duft- und Farbstoffe eingesetzt werden. Zudem ist Naturkosmetik frei von jeglichen Arten von Mikroplastik, mineralölbasierten Rohstoffen und synthetischen UV-Filtern. Der Einsatz von Konservierungsstoffen ist ebenso klar geregelt wie z.B. die Verarbeitungsprozesse der Samen oder Früchte, aus denen dann im Labor natürliche Extrakte oder Öle gewonnen werden.

Was sind die größten Unterschiede zwischen Naturkosmetik und herkömmlichen Kosmetikprodukten?

Bei zertifizierter Naturkosmetik ist eindeutig geregelt, welche Rohstoffe enthalten sein und welche Gewinnungsprozesse im Labor eingesetzt werden dürfen. Ebenso muss die Herkunft der jeweiligen Früchte, Samen und Rohstoffe dokumentiert sein und den entsprechenden Anforderungen genügen. Bei konventioneller Kosmetik dagegen dürfen alle Rohstoffe eingesetzt werden, die laut Kosmetikverordnung in Deutschland und der EU zugelassen sind. Entsprechend besteht der gravierendste Unterschied bei der möglichen Auswahl und Zusammensetzung der Rohstoffe.

Worauf sollte man bei Naturkosmetik besonders achten?

Bei echter Naturkosmetik ist wie schon erwähnt die Zertifizierung wichtig. Hier gibt es z.B. das Natrue Siegel oder das COSMOS Natural Siegel. Nur so kann ich sicher sein, dass mein Kosmetikprodukt den Standards der Naturkosmetik entspricht. Es gibt viele Produkte, die vermitteln auf den ersten Blick das Image von Naturkosmetik. Beim zweiten Blick auf die INCI, die Inhaltsstoffdeklaration auf der Rückseite der Produkte, wird schnell klar, dass Rohstoffe enthalten sind die in Naturkosmetik nichts zu suchen haben. Hier ist der Verbraucher gut beraten, wenn er sich auskennt und kritisch nachfragt. Außerdem ist ein individuelles Allergie Risiko zu beachten. Leide ich unter einer bekannten Allergie gegenüber bestimmten Duftstoffen, so sollte ich diese meiden. Dies gilt ebenso für konventionelle Kosmetik.

Für wen ist Naturkosmetik besonders zu empfehlen? (Unter Berücksichtigung von Neurodermitis oder Schuppenflechte-Betroffenen)

Naturkosmetik eignet sich besonders für Menschen mit einem ruhigeren Hautbild. Das bedeutet konkret bei Betroffenen von Neurodermitis oder Psoriasis, dass Naturkosmetik zum Einsatz kommen sollte, wenn die Haut in einer schubfreien, ruhigen Phase ist. Zur Pflege der Haut sowie zur Barriere Stabilisierung eignet sich die passende Naturkosmetik ebenso wie konventionelle Pflegeprodukte.

Und wer sollte die Finger von Naturkosmetik lassen?

Vor allem in akuten Schubphasen sollte auf Naturkosmetik verzichtet werden. Ist die Haut sehr gereizt und entzündet oder befindet sich in einem akuten Schub ist eine beruhigende Pflege sehr wichtig. Der Fokus sollte hier auf der schnellen Symptom Linderung liegen sowie auf der Stabilisierung und dem Aufbau der Hautschutzbarriere. Eine Pflege, die viele Wirkstoffe enthält kann in dieser Phase reizend und überfordernd wirken. Menschen, die zu allergiebereiter Haut neigen, sollten ebenfalls in Bezug auf Naturkosmetik vorsichtig sein.

Haben Sie eine Empfehlung für Neurodermitiker und Psoriasis-Patienten, welche Art von Creme besonders hautverträglich ist?

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Pflegeprodukten, die auch für Neurodermitiker und Psoriasis-Patienten zur Stabilisierung des Hautzustandes geeignet sind. Ein Stichwort hier ist z.B. die biomimetische Pflege. Hierunter fallen Pflegeprodukte, die in ihrer Zusammensetzung der Hautstruktur nachempfunden sind. Die Inhaltsstoffe sind strukturell ähnlich unseren hauteigenen Lipiden aufgebaut und können besser in die Haut einziehen und dort wirken. Dadurch kann u.a. die Hautschutzbarriere wieder aufgebaut und gestärkt werden. Die Hautschutzbarriere ist ein essentielles Thema bei der Hautpflege bei Neurodermitikern und Psoriasis-Patienten. Auf eine Vielzahl von Wirkstoffen sowie Duftstoffe im allgemeinen sollte allerdings verzichtet werden. Zusätzlich ist es wichtig zu schauen, ob die Haut feuchtigkeitsarm oder fettarm ist. Da beide Hautbilder mehr von trockener Haut geprägt sind, ist hier die Differenzierung bei der zielführenden Behandlung wichtig.

Was halten Sie von Kosmetika mit dem Inhaltsstoff CBD?

Kosmetika mit dem Inhaltsstoff CBD haben an Popularität stark zugenommen. CBD wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt, was bei Atopikern von Vorteil ist. Zudem regt CBD die Zellproliferation an. Entsprechend ist hier bei der Behandlung der Psoriasis Vorsicht geboten. Ob Pflegeprodukte mit CBD für die Behandlung geeignet sind, sollte individuell nach gründlicher Anamnese entschieden werden. Hier kommt es wie bei allen Pflegeprodukten auch auf die Gesamtrezeptur und die weiteren enthaltenen Inhaltsstoffe an.

Blasenschwäche bei MS

Ein wirklich unangenehmes Thema, über das man nicht gerne spricht und bei dem sich viele schämen. Auch ein Gespräch mit dem Neurologen darüber wird lange vermieden. Die meisten überwinden sich erst dann, wenn es kaum noch auszuhalten ist und die Lebensqualität enorm leidet.

Blasenschwäche betrifft ca. 15% der Multiple Sklerose Patient:innen bereits mit den Erstsymptomen. Im Laufe der Erkrankung steigt diese Zahl sogar auf 75% an, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.
Es gibt verschiedene Arten der Blasenstörung, welche durch geschädigte Nervenzellen auftreten kann. Patienten können den Harndrang nicht mehr richtig kontrollieren. Auch die Funktion und Entleerung vom Darm kann beeinträchtigt sein.

Blasenentzündungen und MS

Blasenstörungen sowie eine erschwerte oder unvollständige Entleerung der Blase sind mit einem erhöhten Risiko für Harnwegsinfekte verbunden. Sie verursachen Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen. Durch eine Verkrampfung der Blasenmuskulatur kommt es zudem zu Schmerzen im Unterbauch.

Der nächtliche Harndrang und damit verbunden der häufige Gang zur Toilette wirken sich auf das Schlafverhalten aus. Einschlaf- und Durchschlafstörungen sind keine Seltenheit. Werden die Blasenentzündungen nicht behandelt, können sie sich negativ auf andere Begleiterscheinungen der MS auswirken, wie Spastiken oder die Fatigue. Die Symptome können sich mit der Zeit verändern, meist kommt es nach einem Schub zu einer Verschlimmerung der Inkontinenz oder Blasenentleerungsstörung. Wiederkehrende Harnwegsinfekte gelten als mögliche Auslöser für eine Verschlechterung der Erkrankung.
Medizinisch werden drei verschiedene Formen der Blasenstörungen erfasst. Diese sind abhängig von der Lage der Läsionen und den geschädigten Bereichen.

  • hyperaktive Blase
    Es kommt zu einer Überaktivität der Blasenmuskulatur und beginnt bereits bei kleinen Urinmengen sich zusammenzuziehen. Es kommt zu starkem Harndrang, obwohl die Blase noch nicht gefüllt ist. Der Druck ist so stark, dass es zu einem ungewollten Wasserlassen kommt.
  • komplexgestörte Blase
    Ist das Zusammenspiel der Muskeln für Blasenentleerung und Blasenverschluss gestört, spricht man von einer komplexgestörten Blase. Häufig verbleibt Restharn in der Blase, was das Risiko für Harnwegsinfekte erhöhen kann.
  • inaktive Blase
    Durch eine Schwäche, oder auch Lähmung des Schließmuskels kommt es zu einer Inkontinenz.

Eine frühzeitige Behandlung kann helfen

Solltest du bei dir Probleme mit der Blase feststellen, solltest du dich deinem Arzt oder Neurologen anvertrauen. Eine sorgfältige Diagnostik mit Hilfe von Ultraschalluntersuchungen, Blasendruckmessung und Elektromyogramm, um weitere Maßnahmen einleiten zu können. In jedem Fall sollte die Blasenfunktionsstörung behandelt werden, um Entzündungen der Blase zu vermeiden und eine Infektion der Nieren zu vermeiden.

Die häufigsten Therapieformen sind:

  • Medikamente
  • Physiotherapie
  • Blasentrainingsprogramme
  • Selbstkatheterisierung

Blasenstörungen und Inkontinenz sind für Betroffene sehr belastend. Oft ziehen sie sich zurück, schämen sich und gehen kaum noch länger aus dem Haus, aus Angst einen „Unfall“ zu haben. Der Verlust an Lebensqualität und -freude ist enorm und kann eine Depression nach sich ziehen. Wenn du betroffen bist, solltest du dich in jedem Fall deinem Neurologen anvertrauen.

Nützliche Alltagstipps können dabei helfen die Blasenschwäche zu verbessern

Wir haben euch ein paar Tipps bei Blasenstörungen zusammengefasst:

  • Die tägliche Trinkmenge sollte mindestens 2 Liter betragen, die regelmäßig und auf den Tag verteilt zu sich genommen werden sollen. Dabei solltet ihr hauptsächlich stilles Wasser oder ungesüßte Tees zu euch nehmen. Bei sportlicher Betätigung ist diese Menge natürlich zu erhöhen.
  • 2 Esslöffel Kürbiskerne täglich. Die kleinen grünen Helfer liefern wertvolles Kalium, Kalzium und Magnesium, welche für eine einwandfreie Zusammenarbeit von Nerven und Muskeln sorgen. Die in den Kernen enthaltenen Pflanzenhormone hemmen den Harndrang zusätzlich. Auch die B-Vitamine stärken das Nervensystem, welches die Blasenfunktion steuert. Vitamin B liefern auch Sonnenblumenkerne und Walnüsse.
  • Für die Stärkung der Blasenwand kannst du Karotten, Aprikosen, Endiviensalat, Paprika oder Spinat zu dir nehmen, denn das Betacarotin unterstützt dich dabei.
  • Nicht unterdrücken! Wichtig ist, dass du deinen Harndrang nicht unterdrückst, denn das kann deine Nieren und auch die Harnröhre schädigen und zu Entzündungen führen. Harnwegsinfekte können wiederum Spastiken oder andere MS-Symptome verstärken.
  • Übungen zur Stärkung des Beckenbodens – Ja liebe Männer, das geht auch bei euch! Wir haben euch 2 Videos zum Beckenbodentraining rausgesucht, bei denen ihr euch etwas Inspiration holen könnt.
  • Übungsvideo Beckenbodengymnastik für Frauen
  • Übungsvideo Beckenbodengymnastik für Männer
  • Achte auf deine Ernährung. Auch bei Blasenschwäche gibt es einige Dinge, auf die du achten solltest. Verschiedene Lebensmittel wirken harntreibend. Diese solltest du nur in Maßen genießen: Spargel, Salatgurke, Rotkohl, Fenchel, Zwiebel, Möhren, Avocado, Tomate, Wassermelone, Grapefruit, Orange, Limette und Süßkirschen.

Blasenschwäche ist nichts wofür du dich schämen musst

Ja, Blasenschwäche ist ein Tabuthema in der Gesellschaft – aber wir sollten es in unserer Community nicht dazu machen, denn es betrifft so viele von uns und jeder hat vielleicht ein paar Tipps, um besser damit umzugehen oder Unfällen vorzubeugen.

Linktipp: Einen ausführlichen Erfahrungsbericht von unserer Ernährungsspezialistin Julia, findet ihr auf Ihrem Blog Fitness • Food & MS. Die liebe Heike von Multiple Arts hat auch einen tollen Beitrag zu Inkontinenz bei MS geschrieben. Außerdem hat Samira von chronisch fabelhaft ihre Tipps gegen Blasenentzündungen aufgeschrieben. Klick dich gerne einmal rein.

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