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Neurodermitis: Wie du dein nächstes Arztgespräch optimal vorbereitest

Neurodermitis: Wie du dein nächstes Arztgespräch optimal vorbereitest

Wochenlang hast du auf den nächsten Termin in der Praxis gewartet. Endlich ein Arztgespräch, um die ersehnte Unterstützung und Behandlung zur Linderung deiner Symptome zu erhalten. Hoffentlich. Doch plötzlich, wenn du im Sprechzimmer sitzt, sind alle Fragen und Punkte, die du ansprechen wolltest, aus deinem Kopf wie ausradiert. Und dann hat deine Dermatologin oder dein Dermatologe vielleicht außerdem kaum Zeit, drückt dir die übliche Creme in die Hand und das Gespräch ist in wenigen Minuten vorbei.

Damit das nicht passiert, solltest du dich sehr intensiv auf das Gespräch mit deiner behandelnden Ärztin oder deinem Arzt vorbereiten. Sei offen und mutig! Sprich deine Beschwerden und Ziele an, stelle Fragen und diskutiere Therapiemöglichkeiten. Werde dir im Vorfeld klar, was du benötigst und erwartest. So kannst du selbst den Verlauf des Gesprächs bestimmen und die Kontrolle behalten.

Mit folgenden Tipps kannst du das meiste aus deinem Arztgespräch rausholen:

  • Führe ein Symptomtagebuch: Notiere täglich, wie es dir geht und welche Bereiche deines Lebens wie stark betroffen sind. Dazu gehören nicht nur Hauterscheinungen und Juckreiz, sondern auch die psychische Belastung, die Schlafqualität, ob du deinen Hobbys nachgehen kannst oder dich gerade extrem eingeschränkt fühlst. Falls dir die Einschätzung schwerfällt, kann dir der Neurodermitis-Alltags-Check auf der Website der Initiative „Neurodermitis? Wen juckt’s?“ mittels einer einfachen Skala dabei helfen. Mit dem Ergebnis kannst du die Belastung durch die Erkrankung bei deinem nächsten Arztgespräch besser darstellen.
  • Fotografiere deinen Hautzustand: Mache Fotos von deiner Haut, wenn sie gerade stark entzündet ist und dokumentiere diesen Zustand. So kannst du bei deinem Termin in der Praxis zeigen, wie es dir in der Zwischenzeit ergangen ist – auch, wenn die Symptome zum Zeitpunkt des Termins vielleicht gerade weniger sichtbar sind.
  • Formuliere deine Therapieziele: Überlege im Vorfeld, was sich ändern soll und was du erreichen möchtest: Soll sich dein Schlaf verbessern, möchtest du wieder Intimität erleben, dich nicht mehr verstecken müssen? Halte deine Ziele am besten schriftlich fest.
  • Informiere dich: Recherchiere im Vorfeld über neue Therapieoptionen und sprich deine Ärztin oder deinen Arzt aktiv und mutig darauf an.
  • Notizen: Mache dir Notizen im Gespräch, damit du auch später noch nachfragen kannst.

Hast du das Gefühl, dich bereits gut auf das Gespräch vorzubereiten, aber trotzdem nicht die Unterstützung gefunden, die du dir von deiner Hautärztin oder deinem Hautarzt erhofft hast? Nutze die Hautarztsuche oder vereinbare einen Termin über den OnlineDoctor – weitere Informationen findest du hier: https://www.neurodermitis-wen-juckts.de/unterstuetzung-finden.html